Apple Mail läuft nicht immer rund. Es gibt aber Lösungen für jedes Problem

Will man etwas unter macOS oder iOS versenden, macht man sich meistens keinen großen Kopf. Zwar beschränkt Apple sein iCloud-Konto auf 20 MB bei den eingehenden oder ausgehenden Nachrichten, überschreitet man diese Grenze, gibt es noch Mail Drop – ein iCloud-Dienst, über den der Nutzer große Anhänge doch noch verschicken kann. Mail Drop funktioniert wie eine versteckte Dropbox: Der Dienst lädt die Dateien auf einen iCloud-Server hoch, beim Empfänger kommen die Links darauf an, er kann aber darüber die Daten wieder herunterladen. Nur wenn auf dem Empfangsgerät ebenso Apple Mail zum Einsatz kommt, sieht der Anhang wie ein Anhang aus, obwohl er auf einem Server gespeichert ist und nicht direkt beiliegt. Wie jeder Dienst hat auch Mail Drop seine Beschränkungen : Die Anhänge sind bis auf 5 GB Größe beschränkt. Nach dem Versand speichert Apple die Daten 31 Tage , danach werden sie wieder gelöscht.

Ein Vorteil von Mail Drop: Der Speicher wird dem eigenen iCloud-Konto nicht zugerechnet. Es ist etwas schade, dass Apple keinen Einblick in den Dienst gewährt, man kann aber sicher sein, der Gesamtspeicherplatz ist für einen Durchschnittsnutzer nur schwierig auszuschöpfen, insgesamt stehen pro Konto 1 Terabyte Speicherplatz für Mail Drop zur Verfügung.

Meckert Mail beim Versand der großen Anhänge, muss man noch folgende Beschränkungen beachten: Neben dem 5-GB-Limit verschickt der Dienst keine Ordner, sie müssen davor komprimiert werden. Auf dem Mac kann man dies mit Bordmitteln erledigen: Im Finder auf den entsprechenden Ordner mit der gedrückten Ctrl-Taste klicken und die Option "Ordner-Name komprimieren" auswählen.

Dazu gibt es noch ein paar Beschränkungen beim iCloud-Konto direkt. So lassen sich pro Tag 1000 Nachrichten verschicken. Die gleiche Nachricht lässt sich pro Tag maximal an 1000 Empfänger senden, in einer und der gleichen Mail kann man maximal 500 Adressen einfügen. Das System warnt den Nutzer zwar davon, dass ein Versand fehlgeschlagen ist. Je nach Client sind die Warnmeldungen: Auf dem Mac beispielsweise "Die E-Mail kann nicht über den Server 'iCloud' gesendet werden." In der Web-Ansicht ist aber der Hinweis deutlicher: "Die maximale Anzahl von Empfängern pro Nachricht wurde überschritten. Diese Nachricht kann nicht gesendet werden, da die Anzahl von Empfängern zu hoch ist." Hier wird zumindest auf den Grund hingewiesen.

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