Das neue Macbook Air ist da - und zwar mit einem Knall.

Rosetta, oder genauer der Stein von Rosette, kommt eigentlich aus dem Bereich Linguistik, der gleichnamige Stein hat erheblich zur Entschlüsselung der ägyptischen Hieroglyphen beigetragen. Seitdem wird der Name gerne benutzt, wenn es sich um die Übersetzungen oder Übertragungen handelt. Auch Apple hatte beim Umzug auf Intel-Prozessoren eine Emulation namens Rosetta zur Verfügung gestellt, bei Umstieg auf M1-Mac kam dann Rosetta 2. Damit können die Nutzenden für Intel-Macs geschriebene Programme auf den neuen M1-Rechner verwenden. 

Doch das wahre Potenzial entwickeln die Apps, wenn sie nativ für Apple Silicon programmiert sind, somit sind sie nicht durch die Rosetta-2-Emulation nicht ausgebremst. Adobe und vor allem Microsoft haben vorbildlich ihre Programme an M1-Rechner angepasst, Office 365 als Universal Binary wurde im Dezember 2020 veröffentlicht , Lightroom hat Adobe ebenfalls im Dezember 2020  für den M1 herausgebracht, weitere Adobe-Programme kamen nativ für Apple Silicon im Sommer 2021 .

Es gibt aber auch Software-Anbieter wie Dropbox, die bislang nur eine Intel-Version auch für M1-Macs anbieten – Dropbox verspricht immerhin den Umstieg für die erste Jahreshälfte 2022 . Will man nun wissen, ob die benötigte Software bereits an die M1-Macs angepasst wurde, muss man entweder mühsam im Support-Forum des Entwicklers suchen, eine Übersicht gibt es dafür auf der Webseite doesitarm.com

Immer mehr native Programme – doch die Uhr tickt

Die Webseite zählt momentan rund 2500 Programme, rund die Hälfte davon ist bereits nativ für Apple Silicon verfügbar, knapp 15 Prozent funktioniert über Rosetta 2, 27 Prozent benötigen noch zusätzliche Informationen. Man kann die gewünschte App in der Website-Datenbank suchen, die Suchzeile erscheint gleich auf der Homepage. Die Entwickler bieten dazu noch einen App-Test, was heißt, man kann die heruntergeladene Zip- oder DMG-Datei hochladen und feststellen, ob das Programm auf den M1-Macs funktionieren wird. Besonders erhellend ist der Bereich "Apple Silicon Games": 205 Spiele sind registriert, nur 6 Prozent laufen nativ auf Apple Silicon, 70 Prozent unter Rosetta, 20 Prozent werden auf dem Mac erst gar nicht aufgeführt. 

Der Übersetzungslayer "Rosetta" hat bei Apple Tradition, schon beim Umstieg von PowerPC- auf Intel-Chips setzte Apple eine Schicht dieses Namens ein, um ab Januar 2006 alte Programme auf neue Maschinen bringen zu können. Mit OS X 10.7 Lion, das im Herbst 2011 erschien, war damit Schluss. Mit ein Grund, warum viele Mac-Anwender noch lange nach dessen Abkündigung bei Mac-OS X 10.6 Snow Leopard geblieben waren. Wann Apple bei Rosetta 2 den Stecker zieht, lässt sich heute aber noch nicht sagen – Entwicklern sollte aber bekannt sein, dass Apple nicht ewig damit warten wird.