Front and Center

Klickt man unter dem aktuellen macOS auf ein Programmfenster, holt das System auch nur genau dieses Fenster in den Vordergrund. Andere im Programm geöffnete Fenster zeigen sich nicht automatisch. Dies klappt nur dann, wenn man auf das Dock-Symbol eines Programms klickt. Dort kann man per Rechtsklick sogar veranlassen, dass automatisch alle geöffneten Fenster in einer Exposé-Übersicht gezeigt werden (auf dem Trackpad zieht man dafür vier Finger nach unten; vier Finger nach oben dagegen rufen sämtliche geöffneten Fenster im System auf) und man das gewünschte per Mausklick direkt auswählt. Mehr zum Fenster-Verhalten unter macOS findet sich in unserem aktuellen Ratgeber auf Macwelt.de.

Retro-Klick mit Front and Center

Sehnt man sich nach dem ursprünglichen Verhalten der Fenster unter dem klassischen Mac-System zurück, hilft ein kleines Programm von John Siracusa und Lee Fyock . Dazu schreibt Siracusa in seinem Blog-Eintrag , dass er bisher ein Drittprogramm (DragThing) nutzte, um das klassische Verhalten zu simulieren – doch da es unter macOS Catalina keine Unterstützung mehr für 32 Bit-Apps gibt, war dies damit nicht mehr möglich.

So sah es unter dem klassischen Mac-OS aus

So haben die beiden Entwickler ein eigenes Programm geschrieben, das man im Mac App Store findet. Dieses hat eine Größe von nur 3,4 MB, läuft ab macOS 10.12 und kostet allerdings 3,49 Euro. Dafür kann man in einem kleinen Menü zwischen dem klassischen und dem ”modernen” Verhalten hin und her schalten. Per Shift-Klick (also mit der Umschalttaste gedrückt klicken) dreht man das Verhalten des Tools jeweils genau um.

Front and Center will dieses Verhalten zurückbringen

Mini-Test und Bewertung

Wir haben das Tool geladen und mit verschiedenen Programmen ausprobiert – sind mehrere Fenster geöffnet, wie beispielsweise im Finder oder in Word, zeigen sich in der Tat sämtliche Fenster, die in einem Programm gerade laufen. Freilich klappte es aus unklaren Gründen nicht immer: Manchmal war doch nur das Fenster, auf das wir klickten, dann auch im Vordergrund, die anderen blieben verborgen. Aus diesem Grund können wir, auch wenn man sich dieses Verhalten auf seinem Mac zurückwünscht, das Tool in der aktuellen Version 1.0.4 (noch) nicht uneingeschränkt empfehlen. Hier wünschte man sich eine Shareware-Lösung, sodass man das Tool erst einmal kostenlos auf seinem System ausprobieren könnte, bevor man den doch nicht ganz geringfügigen Betrag für eine solche Lösung zu zahlen bereit ist.