macOS Big Sur Neue Apps

In seiner Vorschau auf das nächste macOS erwähnt Apple an erster Stelle drei Anwendungen, die für macOS Big Sur überarbeitet wurden: Nachrichten, Karten und Safari. Sowohl Nachrichten wie auch Karten gleichen nun den entsprechenden Apps von iOS 14 und iPadOS 14, sie wurden laut Apple mit der aktuellsten Version von Mac Catalyst auf den Mac portiert.

Nachrichten und Karten

In Nachrichten kann man wichtige Konversationen (bis zu neun) in der Liste oben anpinnen, sodass man sie immer im Blick hat. Hilfreich vor allem für diejenigen, die sehr viele Nachrichtenpartner haben.

Wichtige Kontakte kann man oben in der Liste der Konversationen anpinnen.

© Thomas Armbrüster

Außerdem lässt sich jetzt ein Foto, ein Emoji oder Animoji als Avatar festlegen und zusammen mit dem Namen beim Beginn einer neuen Konversation versenden. Neue Optionen gibt es auch für Gruppen. So kann man jeder Gruppe ein eigenes Bild zuweisen, in einer Gruppenkonversation direkt auf eine bestimmte Nachricht antworten und bestimmte Personen in einer Gruppendiskussion erwähnen.

In Nachrichten lässt sich nun ein Emoji oder ein Animoji als Avatar auswählen.

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Zwei der Neuerungen in Karten wie die Guides (eigene Zusammenstellungen von bevorzugten Plätzen) und die Fahrradstrecken wird es laut Apple vorläufig nur in einigen ausgewählten Städten geben, darunter San Francisco, Los Angeles und New York.

Die neue Karten-App hat Apple mit Mac Catalyst von iOS auf dem Mac portiert.

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Die Flyovers mit den dreidimensionalen Stadtansichten gibt es, wie schon jetzt unter macOS Catalina, für Berlin, Hamburg, Köln, München und Stuttgart auch in der neuen Karten-App. Und über den rechts unten eingeblendeten Kompass lässt sich die Kartenausrichtung manuell verändern. Unabhängig vom Programm an sich arbeitet Apple auch an der Weiterentwicklung und Verbesserung des Kartenmaterials. Nach den USA werden laut Apple als nächstes Kanada, Großbritannien und Irland bedacht.

Die 3D-Übersicht über einige Großstädte wie München gibt es auch in der neuen Karten-App.

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Safari

Die Tabs verkleinern sich bei vielen geöffneten Seiten in Safari 14 bis auf das Seitensymbol. Bewegt man die Maus über einen Tab, blendet sich jeweils eine kleine Seitenvorschau ein. Der Startseite kann man Elemente hinzufügen, darunter Seiten aus der Leseliste und ein Hintergrundbild.

Welche Elemente Safari auf der Startseite zeigen soll, lässt sich über das Menü rechts unten festlegen.

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Und in der Symbolleiste gibt es ein neues Symbol für die Privatsphäre (Privacy Button). Klickt man es an, sieht man, welche Tracker auf der aktuellen Webseite vorhanden sind und wie viele Tracker blockiert werden. Außerdem kann Safari prüfen, ob vom Browser gespeicherte Passwörter kompromittiert wurden und daher unsicher sind. Auch bei der Verwaltung von Erweiterungen gibt mehr Sicherheitseinstellungen, denn man kann festlegen, dass eine Erweiterung nur auf bestimmten Webseiten oder nur an einem bestimmten Tag aktiviert werden darf. Die neue Übersetzungsfunktion, die Webseiten in eine andere Sprache übersetzt, gibt es vorerst nur in den USA und Kanada.

Für jede Webseite zeigt Safari die Tracker an, und für die Tabs blenden sich kleine Vorschaubilder ein.

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Wer Safari 14 ausprobieren möchte, ohne die Beta von Big Sur zu installieren, kann die Safari Technology Preview unter Catalina installieren. Diese entspricht von den Funktionen her weitgehend Safari unter Big Sur inklusive der Startseite, des Buttons für die Privatsphäre und der Vorschaubilder für die Tabs. Man kann also davon ausgehen, dass Safari 14 später standardmäßig unter Catalina (und eventuell Mojave) installiert wird.

Andere Programme

Auch in anderen Anwendungen haben wir in der Beta von macOS Big Sur einige neue Funktionen gefunden. Es können zukünftig aber auch noch mehr werden, es bleibt ja noch viel Zeit bis zur endgültigen Version des neuen macOS. So kann man in Fotos die Bearbeiten-Funktionen auch auf Videos anwenden, die man mit dem iPhone aufgenommen hat.

In Fotos lassen sich nun auch Videos bearbeiten.

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Und für die Filter gibt es jeweils einen Schieberegler, mit dem sich die Intensität des Filters steuern lässt.

Die Intensität der Filter kann man über den Schieberegler festlegen.

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Das Lexikon bekommt ein Deutsch-Französisches Wörterbuch.

Apple liefert jetzt ein Deutsch-Französisches Wörterbuch mit.

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Nicht so gut gefällt uns eine Neuerung in der Spotlight-Suche. Im Suchfenster werden nur noch die Toptreffer sowie ein Eintrag für lokale Suchvorschläge und Vorschläge aus dem Web aufgelistet. Erst wenn man auf den Eintrag für die lokalen Suchvorschläge klickt, bekommt man die lokalen Suchergebnisse angezeigt. Aber auch das könnte noch dem frühen Betastadium geschuldet sein.

Die auf dem Mac gefundenen Objekte sieht man in Spotlight erst nach einem weiteren Mausklick in der Liste der Suchergebnisse.

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Nicht fündig geworden sind wir hinsichtlich Neuerungen in Mail, Kontakte und im Kalender. Außer der Anpassung an das neue Erscheinungsbild hat sich in der aktuellen Beta nichts zu früher geändert. Was sich, wie schon gesagt, aber noch ändern kann. And one more thing: Alle Systemtöne sind neu.