Fotofilter

Seit iOS 15 und iPhone 13 kann man beim Fotografieren mit der iPhone-Kamera die sogenannten fotografischen Stile verwenden. Das sind Echtzeitfilter, die die Szene und das Motiv bereits auf dem Bildschirm vor der Aufnahme anders aussehen lassen. iPhone 13, iPhone 13 Pro und das neue iPhone SE 3 können solche Fotos aufnehmen. Momentan erlaubt die iPhone-Kamera neben der Standardaufnahme noch kontrastreiche, kalte, warme und leuchtende Fotos. Dies ist die Kombination aus zwei Bildcharakteristika – Ton und Wärme. Wird der Ton nach unten geregelt, entstehen kontrastreiche Fotos. Umgekehrt, also beim hoch geregelten Ton wird das Foto leuchtend. Kalt und warm sind selbsterklärend, hier wird die Wärme unterschiedlich geregelt. 

Es gibt zwei Wege, fotografische Stile beim Fotografieren auszuwählen: 

  1. In der Kamera, indem man bei aktivierten Werkzeugen das Symbol mit drei durchgestrichenen Ebenen anklickt und durch die vorgeschlagenen Stile blättert. 

  2. In den Einstellungen. Man wechselt hier zum Reiter "Kamera" und dort zum Bereich "Fotoaufnahme –> Fotografische Stile".

Die fotografischen Stile direkt in der Kamera haben zwei entscheidende Vorteile vor einer nachträglichen Bearbeitung. Zum einen sieht man sofort, wie das Filter das Motiv verändert. Zum anderen ist die Technologie dahinter etwas schlauer, als eine pauschale Veränderung Ton- oder Wärmewerte in einem Fotobearbeitungsprogramm: Das iPhone nutzt dabei eine erweiterte Szenenerkennung, um in den verschiedenen Bildbereichen die Werte richtig anzupassen. 

 

Wir haben das erste Foto ohne Fotostile aufgenommen und erst nachher in der Foto-App bearbeitet, indem wir die Brillianz auf 50 erhöht haben. Das zweite Foto wurde mit dem Fotostil "Leuchtend" aufgenommen. In den meisten Bereichen sind die Ergebnisse gleich, nur merkt man feine Unterschiede beim Himmel, besonders in den Bereichen, wo die Farben intensiv sein sollen, zum Beispiel in der linken oberen Ecke. Das Ergebnis beim bearbeiteten Foto sieht nicht schlecht aus, doch auf dem "leuchtenden" Foto leuchtet der Himmel tatsächlich blau. Am Grasbüschel unten rechts sieht man, dass eine normale Bearbeitung das Foto einfach aufgehellt hat. In der "leuchtenden" Variante ist der Ton ebenfalls hell, aber die Farbe selbst ist etwas satter, das Gras kommt also etwas grüner rüber. 

Doch bei einem gut beleuchtenden Motiv wie ein Meeresstrand in dem Sonnenlicht werden Fotos selbst mit der schlechtesten Kamera gut. Die fotografischen Stile sind dann recht hilfreich, wenn die Beleuchtung nicht ausreichend ist, beispielsweise beim schlechten Wetter oder ohne direkte Sonne. 

Bei schlechtem Wetter kann man je nach gewünschtem Ergebnis den Stil "Warm" oder "Leuchtend" auswählen. Bei "Leuchtend" wird das Bild etwas aufgehellt, ohne die Farbe zu verlieren. Bei "Warm" wird das Foto satter. 

Recht gute Ergebnisse erzieht man mit dem Fotostil "Warm", wenn man beim bedeckten Himmel ohne direkte Lichteinstrahlung draußen fotografiert. Das, was auf dem normalen Foto fad und grau aussehen kann, mit dem Fotostil "Warm" gleich lebendiger. 

Passen einem nicht die von Apple vorgeschlagenen Stile kann man diese in den Kameraeinstellungen ändern. Dafür öffnet man die Kamera-App, aktiviert die "fotografischen Stile" und dreht die Regler in die gewünschte Richtung. So kann man einen individuellen Stil wie "Leuchtend und warm" kreieren.