Es gibt zahlreiche gute Alternativen zu Photoshop und Lightroom

Mit der Umstellung auf ein Abo-Modell hat sich Adobe viel Kritik seiner Kunden eingehandelt, laut den Geschäftszahlen von Adobe tut dies dem Erfolg von Photoshop und seiner Schwesterprogramme kaum Abbruch. Vor allem bei Fotografen ist das Paket aus Photoshop und Ligthroom noch immer äußerst beliebt. Dabei gibt es längst zahlreiche Alternativen, die allerdings im Konzept oft eher Lightroom ähneln. Die wichtigsten Alternativen haben wir ausführlich getestet, wir zeigen Ihnen hier einen Überblick über die interessantesten Vertreter.

Pixelmator ist eine interessante Photoshop-Alternative

© Pixelmator

Pixelmator Pro

Mit Pixelmator und Pixelmator Pro hat die litauische Firma Pixelmator Team gleich zwei Bildbearbeitungsprogramm im Angebot. Einer klassischen Bildbearbeitung entspricht das kaum noch weiter entwickelte Pixelmator, man kann mit Ebenen arbeiten, es gibt Werkzeugpaletten und eine gute Freistell-Funktion. Viele Standardaufgaben, etwa im Agentur-Bereich, können mit der 30 Euro teuren Software erledigt werden. Wichtiger ist für die Firma offensichtlich der Nachfolger, das komplett neu entwickelte Pixelmator Pro, das man für 45 Euro erhält. Diese bietet eine modernere Oberfläche, unterstützt auch die Bearbeitung von RAW-Fotos und kann sogar SVG-Vektorbilder öffnen und bearbeiten.

Unser Fazit im Macwelt-Test der Software:

Es ist schön zu sehen, dass das Team hinter Pixelmator den Entschluss gefasst hat, es besser machen zu wollen. Es bringt eine Menge der nützlichsten Features auf dem Gebiet der Fotobearbeitung mit, womit auch Anfänger einen leichten Einstieg finden. Auch wenn das Programm hier und da noch ein paar leichte Performance-Fehler hat, ist Pixelmator Pro trotzdem eine solide Software.

Hier der vollständige Testbericht

Luminar bietet interessante Funktionen.

Luminar

Luminar von Skylum hat sich in den letzten Jahren zu einem interessanten Bildbearbeitungsprogramm entwickelt, Zielgruppe sind vor allem Fotografen. Die Stärke sind zahlreiche KI-Funktionen für die Verbesserung von Bilddetails aber auch Retusche von Porträts. Bei Redaktionsschluss kostete die Software 67 Euro.

Unser Fazit im Macwelt-Test der Software:

Wie auch immer man die Sache sieht – Profis werden sicher dabei bleiben, sich die Arbeit der Bildverbesserung schon aus eigenem Anspruch heraus selbst zu machen; andere, die ihre Fotos mehr im persönlichen Umfeld nutzen, finden in Luminar durch die einfache Anwendung von Schiebereglern und Mausklicks für alle möglichen Aspekte eine praktische und leicht zugängliche Möglichkeit, ihren Fotos richtig ”Pepp” zu verleihen. Ob man das mag, wird letztlich jeder selbst entscheiden – wie schon geschrieben, gibt es auch eine Testversion.

Hier der vollständige Testbericht

Photodirector unterstützt auch 360-Grad-Aufnahmen

Photodirector

Mit Photodirector hat der für Videosoftware bekannte Softwarehersteller Cyberlink eine ausgereifte RAW-Bildverwaltung im Angebot. Konzept und Zielgruppe ähneln eher Lightroom, viele Assistenten helfen dem Einsteiger beim Aufbessern von Fotos und Ergänzen von Filtern. Eine Einzellizenz kostete bei Redaktionsschluss 70 Euro oder 38 Euro im Jahr.

Unser Fazit im Macwelt-Test der Software:

Die Bildbearbeitung von Cyberlink richtet sich vor alle an Fotografen und Fotoamateure, die ihre Fotos bearbeiten und verwalten wollen. Viel Wert legte Cyberlink in den letzten Jahren auf einfach bedienbare Automatikfunktionen für Retusche und Korrekturen, das Tool bietet neben herkömmlichen Bildbearbeitungsfunktionen viele Spezialfunktionen für Einsteiger wie Porträtkorrektur und Unterstützung für 360 Grad-Fotos.

Hier der vollständige Testbericht

Hersteller der Software ist die Firma Serif.

Affinity Photo

Lange Jahre gab es keine ernstzunehmende Alternative zu Photoshop, mit Affinity Photo erschien vor etwa fünf Jahren die wohl bisher stärkste Konkurrenz. Der Funktionsumfang ist ähnlich, für 55 Euro erhält man eine hochwertige Bildbearbeitung die auch PSD-Dateien, LAB und CMYK unterstützt. Mit Affinty Publisher und Affinity Designer gibt es auch Schwesterprogramme für DTP und Grafik.

Unser Fazit im ersten Macwelt-Test der Software:

Das mittlerweile 25 Jahre alte Photoshop setzt nach wie vor den Maßstab für alle Bildbearbeitungsprogramme. Doch Affinity Photo ist bereits jetzt auch für Profi-Fotografen die einzige ernstzunehmende Alternative. Noch ist der Funktionsumfang geringer und die Qualität der Filter teilweise schlechter als bei Photoshop, doch die erste Version hinterlässt schon mal einen sehr guten Eindruck.

Hier der vollständige Testbericht

Die Software von DxO ist für gute Profile bekannt.

DxO Photo Lab

Ebenfalls auf Fotografen zielt DxO PhotoLab, das es zu Preisen ab 99 Euro gibt. Die Software ist gut ausgestattet und bietet alle benötigten Funktionen für die Verwaltung und Bearbeitung von Fotos, vor allem RAW-Fotos sind der Schwerpunkt. Nur die teurere Elite-Version bietet allerdings Werkzeuge zu Rauschminderung und weitere Funktionen. Große Stärke der Software sind Profile für Objektive und Kameras, mit denen automatisch Bildfehler und Verzeichnungen korrigiert werden können.

Unser Fazit im Macwelt-Test der Software (nur Insider) :

Besonders gut gefällt uns der neue HSL-Regler sowie die Möglichkeit, nun Stichwörter vergeben zu können – wenn auch „nur“ im Bearbeiten-Modul anstatt der Fotothek. Einige aus Lightroom lieb gewonnene Funktionen vermissen wir, wie eine Luminanz- und Farbmaske oder die Möglichkeit, nur bestimmte Einstellungen von einem Bild für andere zu übernehmen. Empfehlenswert ist die Elite-Edition, die es erlaubt, eigene Presets anzulegen, und mehr Werkzeuge bietet.

Hier der vollständige Testbericht

Acorn ist eine günstige Photoshop-Alternative.

Acorn

Die günstige Bildbearbeitung Acorn bietet Funktionen wie Ebenenverwaltung, Zeichenfunktion und Filter, kann aber auch Textpfade und Zeichenwerkzeuge nutzen. Bei der Bearbeitung von Fotos stehen die üblichen Korrekturfunktionen zur Verfügung, auch CMYK-Export ist möglich. Ähnlich der günstigeren Pixelmator-Version  erhält man hier eine Bildbearbeitung für Standardaufgaben. Mit 30 Dollar ist die Software relativ günstig.

Unser Fazit im Macwelt-Test der Software:

Man merkt es sofort: Acorn 6 ist ein klassisches Mac-Programm für engagierte Bildbearbeiter, die bereit sind, sich in den vielfältigen Funktionen zurechtzufinden und auch manche Mühe auf sich zu nehmen, um dann allerdings beeindruckende Ergebnisse zu erzeugen. Mit den zusätzlichen Funktionen ist Acorn 6 im semi-professionellen Bereich angesiedelt. Und genau dafür ist es für einen verhältnismäßig günstigen Preis auch empfehlenswert.

Hier der vollständige Testbericht

Lemkesoft ist einer der wenigen Hersteller aus Deutschland.

Graphic Converter

Spezialisiert ist der Graphic Converter vor allem auf den Umgang mit großen Foto-Mengen: Ein guter Stapelkonverter kann etwa tausende Fotos in das JPEG-Format umwandeln, dabei aber auch die Metadaten entfernen, kann die Dateien umbenennen und umsortieren. Aber auch Gesichtserkennung, Filter und Katalog-Erstellung werden für 35 Euro geboten.

Unser Fazit zu Version 11

Seit 1992 gibt es den Graphicconverter schon für den Mac, anfangs, um Grafikdateien aus dem alten Atari-System des Entwicklers Thorsten Lemke nach seinem Wechsel auf dem Macintosh weiter nutzen zu können. Ursprünglich war der Graphic Converter also tatsächlich vor allem ein Programm zur Konvertierung von Bilddateien. Inzwischen ist er selbst eine ausgewachsene Bildbearbeitung geworden.

Hier der vollständige Testbericht

Die Software von Corel ist schon etwas angejahrt.

After Shot Pro

After Shot ist bei Fotografen als einer der ältesten RAW-Entwickler bekannt und wird seit mehreren Jahren von Corel vertrieben. Vor alle als Alternative zu Lightroom ist die App positioniert, weniger als Photoshop-Alternative. In den letzten Jahren wurde die günstige Software aber kaum weiterentwickelt, sie ist aber oft in Rabatt-Aktionen sehr günstig erhältlich.

Unser Fazit im Macwelt-Test der Software:

Eine wirkliche Alternative zum Platzhirschen von Adobe ist Corel Aftershot Pro 3 also nicht. Aftershot Pro 3 bietet zwar einen flotten Export der Bilder, aber in schlechterer Qualität als Lightroom. Auch sonst hinkt Aftershot Lightroom bezüglich Funktionsumfang und der einfachen Handhabung der Werkzeuge hinterher. Ärgerlich sind gelegentliche Programmabstürze während des Tests. Adobe Lightroom 6 kostet zwar über 100 Euro und ist somit teurer als Corel Aftershot Pro 3, bietet dafür aber deutlich mehr.

Den vollständigen Test lesen Sie hier