Sternschnuppen

Schon seit Ende Juli lassen sich die ersten Sternschnuppen des Meteorstroms der Perseiden beobachten. Jedes Jahr in der ersten August-Hälfe erreicht er seinen Höhepunkt, dieses Jahr in der Nacht vom 12. auf den 13. August. Dieses Naturspektakel verspricht über hundert Sternschnuppen, die man am nordöstlichen Himmel pro Stunde recht verlässlich beobachten kann. Bei seinem Maximum können Sie im Minutentakt Sternschnuppen sehen – das reicht für viele Wünsche. Es lohnt sich also, am kommenden Montag länger wach zu bleiben oder am Dienstag sehr früh aufzustehen. Am besten eignen sich Beobachtungsplätze außerhalb der Stadt, da dort die Lichtverschmutzung geringer ist. Hier finden Sie eine Übersichtskarte der aktuellen Lichtverschmutzung .

Der Komet 109P/Swift-Tuttle sorgt übrigens ständig für Nachwuchs des Meteorstroms. Denn dieser besteht aus Staubpartikeln, die der Komet ständig verliert. Die nur Millimeter großen Teilchen treffen mit 200.000 km/h auf die Erdatmosphäre und verglühen als Sternschnuppen. Diese lassen sich gut mit bloßem Auge beobachten.

Sternschnuppen fotografieren

Für das Fotografieren von Sternschnuppen eignet sich eine Kamera mit einem weitwinkligem Objektiv. Da Sie die Aufnahme lange belichten müssen, ist ein Stativ Pflicht. Ansonsten verwackeln die Bilder zu stark und sind unbrauchbar. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Sternschnuppen zu fotografieren, sie eignen sich auch für andere Himmelskörper wie der ISS ( erfahren Sie, wo sie sich gerade befindet ). Für jeden der folgenden Tipps gilt: Probieren sie diese vorher aus, damit Sie die passenden Einstellungen finden.

DSLR-Kamera und Langzeitbelichtung: Bei einer Langzeitbelichtung von etwa fünf Minuten erscheinen die Sterne aufgrund der Erdrotation als Lichtspuren, auch Light Trail genannt. Möchten Sie diesen Effekt, dann gehen Sie folgendermaßen vor: Platzieren Sie die Kamera auf das Stativ. Wählen Sie den M-Modus, ISO 100 und schließen die Blende, soweit es geht (bzw. F22). Wählen Sie den BULB-Modus, hier belichtet die Kamera so lange, wie der Auslöser betätigt ist. Ideal ist ein Fernauslöser, an dem man die Zeit einstellen kann. Empfehlenswert ist beispielsweise der Rollei-Kabelfernauslöser, den es für verschiedene Kameratypen gibt ( Angebot auf Amazon ).

DSLR-Kamera und Sterne als Punkte: Möchten Sie die Sterne als leuchtende Punkte und nur die Sternschnuppen als Lichtspuren festhalten, dann belichten Sie das Bild maximal 30 Sekunden lang. Dies ist bei den meisten Kameras auch die maximal einstellbare Belichtungszeit, darüber hinaus muss man den BULB-Modus verwenden. Belichten Sie so, wie im ersten Beispiel beschrieben. Nehmen Sie mehrere Aufnahmen auf, ohne die Kameraposition zu verändern. Diese Aufnahmen können Sie später beispielsweise mit Photoshop oder Affinity Photo übereinander legen.

Smartphone-Fotos von Sternschnuppen: Auch beim Smartphone gilt: Verwenden Sie ein Stativ. Handyhalterungen für herkömmliche Fotostative sind bereits günstig zu haben. Im Pro-Modus der Android-Kamera-Apps können Sie eine längere Belichtungszeit wählen, ab einer Sekunde aufwärts ist empfehlenswert. iPhone-Nutzer müssen hier auf eine andere Kamera-App, beispielsweise ProCam . Lösen Sie das Smartphone mit einer Fernbedienung oder dem Selbstauslöser der Kamera-App aus, um Verwackler zu vermeiden. Die einfache Möglichkeit der Fernbedienung bietet der mitgelieferte Kopfhörer: Dessen Kabelfernbedienung lässt sich auch zum Auslösen der Kamera verwenden. Eine Besonderheit bietet die Kamera-App von Huawei: Unter „Lichtmalerei“ lassen sich mehrere Modi für Langzeitbelichtungen verwenden, darunter auch eine für Sternschnuppen.