Am Mac Texte erstellen

Pages ist nicht nur eine funktionsreiche und zudem kostenlose Textverarbeitung, sondern lässt sich auch wie ein Layoutprogramm verwenden. Der wesentliche Unterschied zwischen Textverarbeitung und Layout besteht darin, dass man im Layout Texte, Bilder, Tabellen und andere Objekte frei auf den Seiten anordnet, während im Textmodus der Text automatisch von Seite zu Seite fließt und die Objekte innerhalb des Textes platziert werden, entweder mitfließend oder fest an eine Seitenposition gebunden. Mit wenigen Ausnahmen sind die Bearbeitungswerkzeuge für den Text und die Objekte im Textmodus und im Layout gleich. Im Layout gibt es jedoch keine Fußnoten, Lesezeichen und Abschnitte und es lässt sich auch kein Inhaltsverzeichnis im Dokument platzieren.

Vorlagen in Pages

Standardmäßig öffnet Pages beim Starten des Programms und beim Aufrufen des Befehls „Ablage > Neu“ das Fenster mit den Vorlagen. Die Vorlagen sind nach Themenbereichen wie „Berichte“, „Briefe“ und „Bücher“ gegliedert, so dass sich passende Vorlagen schnell finden lassen. Ob es sich bei einer Vorlage um ein Text- oder um ein Layoutdokument handelt, sieht man aber erst nach dem Öffnen. Am schnellsten lässt sich der Unterschied erkennen, wenn man rechts in der Symbolleiste auf „Dokument“ klickt. Blenden sich dann rechts im Infofenster mit den Formatierungswerkzeugen die Optionen „Dokument“, „Abschnitt“ und „Lesezeichen“ ein, ist es ein Textdokument. Erscheint nur „Dokument“, ist es eine Layoutvorlage. Zudem ist bei einem Layout anders als bei einem Textdokument unter „Dokument“ die Option „Dokumentinhalt“ nicht markiert.

Standardmäßig öffnet Pages für ein neues Dokument die Vorlagenauswahl.

© Thomas Armbrüster

Deaktiviert man in einem Textdokument „Dokumentinhalt“, wird es in ein Layoutdokument umgewandelt, wobei aber der gesamte Fließtext und die im Text mit der Einstellung „In Text eingebunden“ platzierten  Objekte verloren gehen. Es blendet sich zuvor ein entsprechender Warnhinweis ein. Wandelt man ein Layoutdokument in ein Textdokument um, indem man „Dokumentinhalt“ aktiviert, geht dies ohne Verluste.

Sind im Infofenster die Buttons „Dokument“, „Abschnitt“ und „Lesezeichen“ zu sehen, handelt es sich um ein Textdokument.

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Soll anstatt der Vorlagenauswahl immer eine bestimmte Vorlage geöffnet werden, wenn man Pages startet oder ein neues Dokument erstellt, markiert man in den Voreinstellungen von Pages unter „Allgemein“ die Option „Vorlage verwenden“ und wählt über „Vorlage ändern“ die gewünschte Vorlage aus. Um bei dieser Voreinstellung eine andere Vorlage für ein neues Dokument auszuwählen, hält man beim Öffnen des Menüs „Ablage“ die Alt-(⌥)-Taste gedrückt, woraufhin sich der Befehl „Neu“ in „Neu aus einer Vorlage“ verändert. Oder man nimmt die Tastenkombination Cmd(⌘)-Alt(⌥)-N, um die Vorlagenauswahl zu öffnen.

Soll immer eine bestimmte Vorlage für ein neues Dokument verwendet werden, legt man dies in den Voreinstellungen fest.

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Einen Platzhaltertext in einer Vorlage klickt man an und überschreibt ihn. Bei einem Text in einem Textrahmen muss man dazu zuerst den Rahmen und dann den Text per Mausklick aktivieren. Anstatt den Text zu überschreiben, kopiert man einen Text in einem anderen Dokument in die Zwischenablage, markiert den Platzhaltertext in Pages und fügt den Text aus der Zwischenablage ein. Damit der Text die Formatierung des Platzhalters übernimmt, setzt man ihn mit „Bearbeiten > Einsetzen und Stil anpassen“ ein (Cmd(⌘)-Alt(⌥)-Shift(⇧)-V). Ein Platzhalterbild ersetzt man per Drag-and-drop eines Bildes aus dem Finder oder aus der Medienpalette von Pages. Diese lässt sich mit einem Klick auf das rechts unten im Platzhalterbild eingeblendete Symbol öffnen. In der Palette hat man Zugriff auf alle Bilder und Filme aus der Systemfotomediathek von Fotos.

Um eine eigene Vorlage anzulegen, erstellt man ein neues Text- oder Layoutdokument, indem man eine (leere) Vorlage bearbeitet oder verändert. Um Texte beziehungsweise Bilder als Platzhalter zu definieren, markiert man sie und ruft „Format > Erweitert > Als Platzhaltertext festlegen“ beziehungsweise „Als Medienplatzhalter definieren“ auf. Anschließend speichert man mit „Ablage > Als Vorlage sichern“ das Dokument und klickt im sich einblendenden Fenster auf „Zur Vorlagenauswahl hinzufügen“. Es ist dann unter „Meine Vorlagen“ in der Vorlagenauswahl zu finden. Um eigene Vorlagen wieder zu löschen, klickt man sie in der Vorlagenauswahl mit der rechten Maustaste an und wählt „Löschen“ aus dem Kontextmenü aus.

Die Arbeitsumgebung

Das Fenster von Pages gliedert sich in drei Bereiche: In der Mitte das Dokument, rechts das Infofenster mit den Bearbeitungswerkzeugen und links die Seitenleiste mit den Seitenminiaturen beziehungsweise dem Inhaltsverzeichnis. Die Miniaturen und das Inhaltsverzeichnis lassen sich alternativ über das Symbol „Darstellung“ in der Symbolleiste einblenden. Wählt man „Nur Dokument“, verschwindet die Seitenleiste. Das Infofenster blendet Pages aus, wenn rechts in der Symbolleiste weder „Dokument“ noch „Format“ angeklickt ist. Außerdem gibt es Befehle zum Ein- und Ausblenden der Miniaturen, des Inhaltsverzeichnisses und des Infofensters im Menü „Darstellung“.

Das Fenster von Pages hat links eine Seitenleiste, rechts das Infofenster und in der Mitte den Dokumentbereich. Seitenleiste und Infofenster lassen sich auch ausblenden.

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Die Symbolleiste von Pages lässt sich wie in vielen anderen Anwendungen bearbeiten, den Befehl „Symbolleiste anpassen“ findet man sowohl im Kontextmenü der Symbolleiste, das man mit einem Sekundärklick (rechte Maustaste) in der Symbolleiste aufruft, oder im Menü „Darstellung“. Um Symbole aus der Leiste zu entfernen oder um sie hinzuzufügen, zieht man sie mit der Maus heraus beziehungsweise in die Leiste hinein.

Die Symbolleiste lässt sich bearbeiten um festzulegen, welche Objekte in der Symbolleiste angezeigt werden sollen.

© Thomas Armbrüster

Unterhalb der Symbolleiste blendet Pages über „Darstellung > Tableiste einblenden“ die Tab-Leiste ein. Um ein neues Dokument in einem neuen Tab zu öffnen, klickt man rechts in der Tableiste auf das Plus-Symbol. Je nach Voreinstellung öffnet sich dann entweder die Vorlagenauswahl oder die in den Vorgaben als Standard eingestellte Vorlage. Sind mehrere Dokumente in Tabs geöffnet, wechselt man zwischen ihnen wie im Browser durch einen Klick auf den jeweiligen Tab oder nimmt das Tastenkürzel Ctrl-Tabulator. Ist nur ein Dokument geöffnet, lässt sich die Tableiste über das Menü „Darstellung“ auch ausblenden. Sollen neue Dokumente in Pages automatisch in einem neuen Tab geöffnet werden, legt man dies generell für alle Anwendungen in der Systemeinstellung „Dock“ fest und stellt dort „Immer“ im Aufklappmenü bei „Beim Öffnen von Dokumente Tabs bevorzugen“ ein.

Mehrere Dokumente lassen sich in Tabs öffnen. Und für jedes Dokument kann man Lineale und Kopf- und Fußzeilen einblenden.

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Oberhalb des Dokumentbereichs blendet man mit „Darstellung > Lineale einblenden“ oder mit Cmd(⌘)-R das Lineal ein. Bei einem Layoutdokument gibt es auch ein senkrechtes Lineal. Soll letzteres auch in einem Textdokument zu sehen sein, aktiviert man in den Vorgaben von Pages unter „Lineale“ die Option „Beim Einblenden von Linealen das vertikale Lineal anzeigen“. Aus den Linealen lassen sich mit gedrückter Maustaste Hilfslinien herausziehen, um an diesen Objekte wie Formen, Textrahmen oder Bilder auszurichten. Die Hilfslinien sind magnetisch, die Objekte richten sich automatisch an ihnen aus, wenn man sie in die Nähe einer Hilfslinie zieht. In einem Textdokument muss man die Hilfslinien im waagerechten Lineal links oder rechts von den Symbolen für den Seitenrand herausziehen, denn andernfalls setzt man per Mausklick einen Tabstopp. Hilfslinien lassen sich über das Menü „Darstellung > Hilfslinien“ ein- und ausblenden. Dort ist im Untermenü auch der Befehl zu finden, um alle Hilfslinien auf einer Seite zu löschen.

Mit dem Befehl „Layout einblenden“ im Menü „Darstellung“ blendet man für ein Dokument die Begrenzungen der Kopf- und Fußzeilen ein, sofern diese in den Dokumenteinstellungen nicht ausgeschaltet sind. Im Textdokument sind zudem die Dokumentränder zu sehen, welche den Bereich für den Fließtext bestimmen. Sofern nicht deaktiviert blenden sich Kopf- und Fußzeilen zudem automatisch ein, wenn man den Mauszeiger an den oberen oder unteren Seitenrand bewegt.

Die Darstellung des Dokumentinhalts lässt sich vergrößern und verkleinern. Das geht am schnellsten mit den Tastenkürzeln Cmd(⌘)-Alt(⌥)-Plus (+) und Cmd(⌘)-Alt(⌥)-Minus (-). Die Ansicht verändert sich dabei stufenweise von 25% bis 400%. Um schnell zur Originalgröße (100%) zu wechseln, nimmt man Cmd(⌘)-0 (Null). Über das Symbol „Zoomen“ in der Symbolleiste kann man eine der Vergrößerungsstufen direkt auswählen. Dort sind außerdem Befehle zu finden, um die Seite horizontal oder vertikal in das Fenster einzupassen und um Doppelseiten nebeneinander darzustellen. Ist im Dokument ein Objekt markiert (Bild, Textrahmen, Form, Tabelle), kann man mit dem Tastenkürzel Cmd(⌘)-Shift(⇧)-0 (null) direkt auf dieses zoomen. Ist das Objekt jedoch mit der Option „In Text eingebunden“ im Fließtext positioniert, funktioniert das Tastenkürzel nicht.

Die Zoomstufen wählt man entweder über die Symbolleiste aus oder zoomt mithilfe von Tastenkürzeln.

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Dokumenteinstellungen

Erstellt man ein neues Dokument auf der Basis einer leeren Vorlage, legt man als erstes die Dokumenteinstellungen fest und klickt dazu rechts in der Symbolleiste auf „Dokument“. Zu den Einstellungen gehören bei einem Textdokument die Papiergröße, die Ausrichtung (Hoch- oder Querformat), die Ränder des Fließtextes zum Papierrand (Dokumentränder), der Abstand von Kopf-und Fußzeile zum Papierrand oben und unten (der seitliche Abstand wird durch die Dokumentränder festgelegt) sowie die Einstellung, ob Doppelseiten verwendet werden sollen. Auch die Silbentrennung und das Verwenden von Ligaturen gehören zu den Dokumentvorgaben. Beides lässt sich für einen oder mehrere markierte Absätze unter „Format > Text > Mehr“ aber auch ausschalten. Für ein einzelnes Wort lässt sich die Silbentrennung dagegen nicht deaktivieren.

In den Dokumenteinstellungen legt man Seitengröße, Ausrichtung und Dokumentränder fest und aktiviert außerdem die Silbentrennung.

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Tipp: Um manuell ein weiches Trennzeichen (Soft-Hyphen) einzufügen (weiche Trennzeichen verschwinden automatisch, wenn das Wort nicht mehr am Zeilenende getrennt werden kann), muss man die Zeichenübersicht (Bearbeiten > Emoji & Symbole) bemühen. Man blendet dort mit einem Klick auf das Symbol rechts oben im Fenster die Seitenleiste ein, wählt die Kategorie „Satzzeichen“ aus und findet dann in der fünften Zeile an vorletzter Stelle das weiche Trennzeichen (es hat kein Symbol). Mit einem Doppelklick wird es an der Texteinfügemarke im Text eingefügt. Braucht man das weiche Trennzeichen häufiger, nimmt man es in die Favoriten der Zeichenübersicht auf.

Über die Zeichenübersicht lässt sich ein weiches Trennzeichen manuell in den Text einsetzen.

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Bei einem Layoutdokument gibt es keine Einstellungen für die Dokumentränder, sondern nur für die Ränder der Kopf- und Fußzeilen. Die anderen Objekte wie Textrahmen, Bilder und Tabellen werden frei platziert. Die Option „Linke/rechte Seite verschieden“ legt bei einem doppelseitigen Dokument fest, dass es unterschiedliche Kopf- und Fußzeilen auf den rechten und linken Seiten haben kann. Bei einem Textdokument findet man diese Einstellung für doppelseitige Dokumente unter „Dokument > Abschnitt“. Jedes Textdokument hat mindestens einen Abschnitt, für den man hier die Einstellungen vornimmt, wozu die Vorgaben für die Kopf- und Fußzeilen und die Art der Seitennummerierung gehören. Unterteilt man ein Textdokument in mehrere Abschnitte, können diese jeweils unterschiedliche Kopf- und Fußzeilen, Spaltenzahlen und Seitennummerierungen haben.

Da man in einem Layout Texte und Bilder frei platziert, gibt es für diese keine Einstellungen für Seitenränder.

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Absatzstile und deren Möglichkeiten

Jedem Text ist immer ein Absatzstil zugeordnet, unabhängig davon, ob es sich um den Fließtext in einem Textdokument oder um einen Text in einem Textrahmen im Layout handelt. Je nach der verwendeten Dokumentvorlage sind unterschiedliche Absatzstile in einem Dokument vorgegeben. Absatzstile wirken sich immer auf einen kompletten Absatz aus, also jeweils bis zur nächsten Zeilenschaltung. Wobei der Absatz auch nur aus einer einzigen Zeile bestehen kann, beispielsweise bei einer Überschrift. Ein Absatzstil umfasst die Schrift, die Schriftgröße, den Zeilenabstand, den Abstand zwischen den Absätzen, die Textausrichtung (linksbündig, rechtsbündig, zentriert oder Blocksatz) sowie die Einzüge, die Tabstopps und die Absatzlinien. Zudem kann man auch festlegen, dass keine Einzelzeilen eines Absatzes unten oder oben auf einer Seite oder in einem Textrahmen stehen dürfen oder dass ein Absatz immer mit dem nachfolgenden Absatz gekoppelt bleibt, sinnvoll beispielsweise bei Überschriften.

Ein Absatzstil umfasst unter anderem die Schrift, die Schriftgröße, die Ausrichtung, den Zeilenabstand und die Absatzabstände.

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Absatzstile sorgen zum einen dafür, dass alle Absätze, die mit derselben Stilvorlage formatiert werden, identisch aussehen. Zum anderen machen sie Änderungen einfach, vor allem in langen Dokumenten. Denn sobald man eine Stilvorlage ändert, wirkt sich das automatisch auf alle anderen Absätze aus, die dieselbe Stilvorlage verwenden. Auch Inhaltsverzeichnisse werden auf der Basis von Absatzstilen erstellt. Um einem Text eine Absatzstilvorlage zuzuweisen genügt es, wenn sich die Texteinfügemarke im Absatz befindet. Dann wählt man oben in der Infopalette „Format > Text“ nach einem Klick in das Feld mit den Absatzstilen einen Stil aus. Um eine Absatzstilvorlage zu ändern, markiert man einen ganzen Absatz mit einem Dreifachklick und nimmt dann die Änderungen vor. Die Einstellungen für die Schrift, die Ausrichtung und die Abstände sind unter „Stil“ zu finden, diejenigen für die Einzüge, die Tabstopps und die Absatzlinien unter „Layout“. Und unter „Mehr“ findet man die Einstellungen für den Absatzumbruch und die absatzbasierte Silbentrennung. Hat man etwas geändert, blendet sich rechts neben dem Namen der Stilvorlage der Button „Aktualisieren“ ein. Man klickt ihn an, um die Änderungen in die Stilvorlage zu übernehmen.

Ändert man die Einstellungen für einen Absatzstil, lässt er sich mit einem Mausklick ändern.

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Möchte man die Stilvorlage nicht ändern, sondern eine neue erstellen, klickt man stattdessen auf das nach unten weisende Dreieck und dann rechts oben im Menü „Absatzstile“ auf das Plussymbol. Die neue Stilvorlage wird dem Menü hinzugefügt, der Name ist aktiviert und lässt sich überschreiben. Häufig benötigten Absatzstilen lässt sich auch eine Funktionstaste (F1 bis F8) zuweisen, sodass man sie schnell und bequem auf den markierten Text anwenden kann. Dazu öffnet man das Menü „Absatzstile“ mit einem Klick auf das Dreieck, bewegt den Mauszeiger über den Absatzstil, klickt auf das sich rechts einblendende Pfeilsymbol und wählt unter „Kurzbefehl“ eine der Funktionstasten aus. Nicht benötigte Absatzstile lassen sich löschen. Dazu klickt man ebenfalls auf das Pfeilsymbol und wählt im Menü „Stil löschen“ aus. Wird der Stil noch im Dokument verwendet, erscheint ein Fenster mit einem Hinweis, und man muss einen anderen Stil als Ersatz auswählen.

Nicht benötigte Absatzstile lassen sich löschen, häufig verwendeten Stilen kann man eine Funktionstaste zuordnen.

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Zeichenstile

Neben den Absatzstilen gibt es die Zeichenstile. Diese betreffen die Schrift, die Schriftgröße, das Schriftformat wie fett oder kursiv, die Schriftfarbe sowie Einstellungen für den Zeichenabstand, die Schriftlinie und die Großschreibung. Letztere sind über den Button mit dem Zahnradsymbol in der Infopalette „Text > Stil“ zu finden. Ein Zeichenstil muss nicht alle Merkmale umfassen, sondern kann beispielsweise nur die Eigenschaft „fett“ oder „kursiv“ oder eine Farbe beinhalten. Ein Zeichenstil wirkt sich nur auf den jeweils markierten Text aus beziehungsweise das Wort, in dem sich momentan die Texteinfügemarke befindet. Man verwendet Zeichenstile dazu, um einen Text von seiner Umgebung abzuheben. Hervorhebungen lassen sich zwar auch über das Menü mit den Schriftstilen oder die Buttons für fett und kursiv einem markierten Text zuweisen. Bei diesem Vorgehen muss man dann aber alle Textstellen manuell bearbeiten, wenn man die Auszeichnungen ändern möchte. Nimmt man dagegen einen Zeichenstil so genügt es, diesen zu ändern, um auch alle anderen mit diesem Stil versehenen Textstellen zu ändern.

Zeichenstile dienen unter anderem der Hervorhebung von einzelnen Textstellen und erleichtern nachträgliche Stiländerungen.

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Um einen der voreingestellten Zeichenstile zu verwenden, markiert man den Text und wählt einen Stil aus dem Menü aus. Um einen Zeichenstil zu ändern, wendet man ihn auf einen Text an und nimmt dann die Änderungen vor. Anschließend klickt man im Menü „Zeichenstile“ auf den Button „Aktualisieren“, der neben dem Stilnamen erscheint. Um einen neuen Zeichenstil anzulegen, klickt man rechts oben im Menü auf das Plussymbol und benennt den Stil. Wie bei den Absatzstilen lässt sich auch einem Zeichenstil eine Funktionstaste zuweisen, wozu man wie dort auf das Pfeilsymbol neben dem Stilnamen klickt und „Kurzbefehl“ im Menü auswählt. Zeichenstile werden beibehalten, wenn man auf einen Text einen Absatzstil anwendet. Um alle Zeichenstile und manuelle Schriftänderungen in einem Absatz zu entfernen, wendet man den aktuell zugewiesenen Absatzstil erneut an.

Wichtigste Texteinstellungen

Eine grundlegende Einstellung für den Text ist neben der Schrift der Zeilenabstand. In der Infopalette sind unter „Text > Stil“ im Menü neben „Abstand“ vier Optionen verfügbar, vom einzeiligen bis zum doppelzeiligen Abstand. Der Abstand passt sich proportional an die Schriftgröße an. Klickt man auf das Dreieck vor „Abstand“, gibt es weitere Optionen: Mit „Linien“ legt man ebenfalls einen proportionalen Zeilenabstand fest. Eine „1“ bedeutet einen einzeiligen Abstand, eine „2“ einen doppelzeiligen. Nimmt man die Option „Mindestens“, wird der Abstand in Punkt festgelegt. Auch dieser Abstand verändert sich automatisch, wenn man die Schrift größer macht. Anders sieht es bei „Genau“ aus. Dieser Abstand bleibt immer gleich, unabhängig von der Schriftgröße. Vergrößert man die Schrift, können sich deshalb die Textzeilen überschneiden. Das passiert dagegen nicht bei der Einstellung „Zwischen“. Hier legt man einen festen Abstand zwischen den Textzeilen fest.

Um den Zeilenabstand festzulegen, bietet Pages vier verschiedene Optionen an.

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Anstatt Leerzeilen zwischen Absätzen einzufügen, beispielsweise zwischen einer Überschrift und dem anschließenden Text oder zwischen dem Fließtext und einer neuen Überschrift, ist man mit Absatzabständen wesentlich flexibler. So kann man den Überschriften sowohl einen Abstand nach oben als auch nach unten über einen Absatzstil verpassen. Gefallen dann später die Abstände nicht, braucht man nur die Stilvorlage zu ändern und alle Überschriften im Dokument werden automatisch angepasst. Leerzeilen müsste man dagegen jeweils manuell löschen oder hinzufügen.

Anstatt Leerzeilen in den Text einzufügen, lassen sich den Absätzen Abstände zuweisen, was wesentlich flexibler ist.

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Ein weiteres Gestaltungsmerkmal ist die Ausrichtung des Textes, die man über die vier Symbole unter „Ausrichtung“ festlegt. Ein Text wird normalerweise linksbündig mit Flatterkante auf der rechten Seite oder im Blocksatz gesetzt. Beim Blocksatz sollte zudem die Silbentrennung eingeschaltet sein, da sich sonst im Text zwischen einzelnen Wörtern unschöne Lücken ergeben können. Rechtsbündig gesetzten Text wird man eher selten brauchen, mittig gesetzten hin und wieder in Überschriften.

Mit dem rechten Symbol unterhalb der Ausrichtung verschiebt man die linke Kante des Textes nach rechts, pro Klick um 1,4 cm. Zurück geht es mit dem linken Symbol. Ausgangspunkt ist bei Fließtext der Dokumentrand, bei einem Textrahmen die Rahmenkante. Genauer lässt sich der Texteinzug unter „Layout“ einstellen. Hier kann man für den linken Rand einen beliebigen Wert einstellen, sowie auch einen Einzug für den rechten Rand festlegen. Darüber hinaus lässt sich hier ein Einzug für die erste Zeile eines Absatzes definieren. Dieser wird häufig dazu verwendet, um den Beginn eines neuen Absatzes hervorzuheben.

Ein neuer Absatz lässt sich durch den Einzug der ersten Zeile hervorheben.

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Absätze lassen sich auch durch Linien und Rahmen kennzeichnen. Linien stehen oberhalb und/oder unterhalb von Absätzen, Rahmen umranden den kompletten Absatz. Die Einstellungen „Rahmen & Linien“ findet man unter „Text > Layout“. Dort legt man Art, Stärke und Farbe der Linien fest sowie über die vier Symbole ihre Position. Über „Versatz“ bestimmt man den Abstand des Textes zur Linie. Um eine Absatzlinie zu entfernen, stellt man „Ohne“ im Aufklappmenü ein. Absatzlinien sind Bestandteil der zugrunde liegenden Absatzstilvorlage.

Vor- und nach einem Absatz kann man Linien in den Text einfügen.

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Listenstile

Um Aufzählungen (Listen) zu formatieren oder um Absätze zu nummerieren gibt es eigene Stilvorlagen, die man unter „Stil > Listen & Zeichen“ findet. Damit fügt man am Anfang eines Absatzes, der ein- oder mehrzeilig sein kann, entweder ein Symbol oder eine Nummerierung hinzu. Entweder schreibt man zuerst die Liste beziehungsweise den Text und wendet dann auf diese einen Listenstil an. Oder man stellt zuerst einen Stil ein und schreibt anschließend den Text. Nach jeder Zeilenschaltung wird dann wieder ein Symbol vor den Text gestellt oder es wird die Nummerierung fortgesetzt. Listenstile sind unabhängig vom jeweiligen Absatzstil. Man kann also den Absatzstil ändern, ohne den auf den Absatz angewendeten Listenstil zu beeinflussen.

Einige Listenstile sind in Pages vordefiniert und lassen sich im Menü „Listen & Zeichen“ auswählen. Benötigt man mehr oder andere Einstellungen, klickt man auf das Dreieck vor „Listen & Zeichen“. Zuerst wählt man aus, welche Art von Aufzählungszeichen man verwenden möchte. Die Einstellungen für Textzeichen und Bilder sind weitgehend gleich. Zuerst wählt man im Menü „Zeichen“ beziehungsweise „Aktuelles Bild“ das gewünschte Symbol aus. Bei Bildern lässt sich über „Eigenes Bild“ auch ein eigenes Symbol verwenden, bei Textzeichen kann man eine Farbe festlegen. Über die beiden untersten Eingabefelder wird die Größe und die vertikale Position des Aufzählungszeichens bestimmt. Die Felder bei „Einzug“ bestimmen den Abstand des Zeichens vom Dokumentrand oder dem Textrahmen sowie den Abstand des Textes von der linken Kante des Aufzählungszeichens.

Eine einfache Liste lässt sich schnell mit einem Listenstil formatieren.

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Bei „Zahlen“ hat man die Auswahl zwischen Ziffern und Buchstaben. Für diese lässt sich der Einzug des Zeichens, des Textes, die Größe und eine Farbe festlegen. Beginnend mit dem ersten Absatz werden jeweils alle folgenden Absätze automatisch durchnummeriert, also 1, 2, 3 oder A, B, C, wenn bei allen Absätzen „Bei vorheriger fortfahren“ markiert ist. Über das Feld „Beginnen bei“ lässt sich alternativ festlegen, mit welcher Zahl beziehungsweise welchem Buchstaben der erste Eintrag der Aufzählung beginnen soll. Dazu setzt man die Texteinfügemarke in den ersten Absatz, der nummeriert werden soll, und gibt einen Wert an. Listen lassen sich manuell sortieren. Dazu klickt man auf das Aufzählungszeichen (Symbol oder Nummer), um die Zeile zu markieren und kann sie dann per Maus nach oben oder unten innerhalb der Liste verschieben. Die Nummerierung passt sich automatisch an.

Nummeriert man Listen, kann man für den ersten Eintrag festlegen, bei welcher Zahl er beginnen soll.

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Zusätzlich zur einfachen Nummerierung gibt es die abgestufte Nummerierung. Mit dieser lassen sich bis zu fünf Ebenen anlegen. Dazu verschiebt man einen Absatz per Tabulatortaste oder über das Einzugssymbol unter „Ausrichtung“ eine Stufe weiter nach rechts und aktiviert „Abgestufte Nummerierung“. Dann erscheint auf der ersten Ebene beispielsweise eine „1“ und auf der zweiten Ebene eine „1.1“. Das geht dann bis „1.1.1.1.1“. Für jede Ebene muss die abgestufte Nummerierung aktiviert sein. Zudem kann man für jede Ebene ein anderes Zahlenformat auswählen. Das ist vor allem bei Buchstaben sinnvoll, denn sonst werden die Ebenen beispielsweise mit A, A.A und A.A.A bezeichnet. Wählt man für untere Ebenen ein anderes Format, lassen sich auch Nummerierungen im Format A, A.1 und A.1.a) erstellen.

Benötigt man andere Stilvorlagen für eine Liste als die vordefinierten, lassen sich eigene Vorlagen erstellen. Dazu wendet man zuerst einen Listenstil auf den Text an und nimmt die Einstellungen vor. Hinter dem Namen des Stils im Aufklappmenü blendet sich dann ein Sternsymbol ein. Nun klickt man auf das Aufklappmenü und kann jetzt entweder den zuvor gewählten Stil mit einem Klick auf „Aktualisieren“ neben dem Stilnamen ändern, oder man klickt auf das Plussymbol. Pages legt dann eine neue Stilvorlage an, die man benennt. Es lassen sich auch Stilvorlagen für abgestufte Nummerierungen mit unterschiedlichen Einstellungen für die einzelnen Ebenen erstellen. Dazu erstellt man zuerst die Stilvorlage für die erste Ebene und wendet sie an. Anschließend wendet man diese auch auf den Text der zweiten Ebene an, nimmt die abweichenden Einstellungen vor, aktiviert „Abgestufte Nummerierung“ und aktualisiert die Stilvorlage. Dasselbe macht man nacheinander für alle weiteren Ebenen. Dann hat man eine Stilvorlage, mit der man mehrere Listenebenen unterschiedlich formatieren kann.

Bei einer abgestuften Nummerierung kann man für jede Ebene ein anderes Zahlenformat wählen.

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Mithilfe eines Listenstil lassen sich auch Überschriften nummerieren. Dazu weist man jeder Überschrift einen Listenstil mit einer Nummerierung zu und aktiviert die Option „Bei vorheriger fortfahren“. Das muss man bei jeder einzelnen Überschrift machen, da man den Listenstil nicht in die Stilvorlage für die Überschrift integrieren kann. Die Nummerierung passt sich automatisch an, wenn man eine neue Überschrift in den Text einfügt oder eine Überschrift löscht. Man darf denselben Listenstil aber nicht noch für andere Aufzählungen verwenden. Die Nummerierung der Überschriften wird berücksichtigt, wenn man auf der Basis der Überschriften ein Inhaltsverzeichnis erstellt und im Dokument platziert.

Auch Überschriften lassen sich mithilfe eines Listenstils nummerieren.

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Textflußkontrolle

In einem Textdokument fließt der Text automatisch auf die nächste Seite, wenn er das Ende einer Seite erreicht hat. Richtet man Spalten ein, fließt der Text von der ersten in die nächste Spalte und dann von der letzten Spalte in die erste Spalte der folgenden Seite. Die Anzahl der Spalten legt man unter „Format > Text > Layout“ fest. Standardmäßig haben alle Spalten die gleiche Breite. Um andere Einstellungen vorzunehmen, klickt man auf das Dreieck vor „Spalten“. Deaktiviert man „Gleiche Spaltenbreite“, lässt sich die Breite für eine Spalte nach einem Doppelklick auf ihren Wert ändern, der andere Wert passt sich automatisch an. Außerdem kann man die Breite des Stegs bestimmen, ebenfalls nach einem Doppelklick auf den Wert. Ändert man eine Spaltenbreite, wenn „Gleiche Spaltenbreite“ markiert ist, werden automatisch die Stegbreite und die andere Spaltenbreite angepasst. Ändert man die Stegbreite, passen sich die Spaltenbreiten an. Spalten sollten nicht zu schmal sein, wenn man Blocksatz verwendet, denn sonst kann sich der Text nicht mehr einpassen, ohne unschöne Lücken zwischen den Wörtern einzufügen. Auf jeden Fall sollte in Spalten die Silbentrennung aktiviert sein, wenn man Blocksatz verwendet.

Setzt man den Text in Spalten, fließt dieser automatisch von einer Spalte in die nächste.

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Soll ein Text ab einer bestimmten Stelle auf der nächsten Seite oder in der nächsten Spalte beginnen, fügt man über das Menü „Einfügen“ oder das gleich lautende Symbol in der Symbolleiste einen Seiten- beziehungsweise einen Spaltenumbruch in den Text ein. Auch wenn man einen Abschnittsumbruch in einen Text einfügt, beginnt der nachfolgende Text auf einer neuen Seite. Bei einem neuen Abschnitt hat man dann die Möglichkeit, eine andere Spaltenzahl, andere Kopf- und Fußzeilen und eine andere Seitennummerierung zu verwenden. Die letzte Option bei den Umbrüchen ist der Zeilenumbruch. Dieser verschiebt den nachfolgenden Text in eine neue Zeile, ohne jedoch einen neuen Absatz zu beginnen. Das gelingt auch mit der Tastenkombination Shift(⇧)-Zeilenschaltung. Der Zeilenumbruch ist der einzige Umbruch, der auch in Layoutdokumenten verfügbar ist. Um in den Text eingefügten Umbrüche wieder zu entfernen, blendet man über das Menü „Darstellung“ die Steuerzeichen ein. Seiten-, Spalten- und Absatzumbrüche sind dann gut an der langen blauen Linie zu erkennen die man per Doppelklick markiert und mit der Rückschritttaste oder der Entfernentaste löscht. Zeilenumbrüche sind mit einem nach links weisenden Pfeil markiert. Man markiert und löscht sie. Sind die Steuerzeichen eingeblendet, sieht man auch die Symbole für die Zeilenschaltungen, die sich wie die Zeilenumbrüche markieren und löschen lassen.

Damit der Text ab einer bestimmten Stelle in einer neuen Spalte beginnt, fügt man einen Spaltenumbruch ein.

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Sollen bestimmte Überschriften stets oben auf einer neuen Seite stehen, kann man diese Eigenschaft ihrer Absatzstilvorlage hinzufügen. Die Einstellung „Absatz beginnt auf einer neuen Seite“ ist unter „Text > Mehr“ zu finden. Um zu vermeiden, dass eine Überschrift vom nachfolgenden Text getrennt wird, fügt man ihrer Stilvorlage die Einstellung „Mit nächstem Absatz koppeln“ hinzu. Und damit in keinem Fall die letzte Zeile eines Absatzes oben auf einer Seite beziehungsweise die erste Zeile eines Absatzes unten auf einer Seite steht, fügt man der Absatzstilvorlage die Einstellung „Alleinstehende Zeilen verhindern“ hinzu. Damit ein Absatz immer komplett auf einer Seite steht, nimmt man die Einstellung „Seitenumbruch im Absatz vermeiden“.

Soll eine Überschrift nicht vom nachfolgenden Text getrennt werden, koppelt man sie mit dem nächsten Absatz.

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Texte korrigieren

Tippfehler sind lästig. Für häufig falsch geschriebene Wörter bietet sich die automatische Ersetzung an. Dazu trägt man in den Vorgaben von Pages unter „Automatische Korrektur“ in die Tabelle „Ersetzung“ jeweils links das falsch geschriebene und rechts das richtig geschriebene Wort ein und markiert „Symbol- und Textersetzung“. Das Eingabefeld für die Begriffe lässt sich mit einem Doppelklick in die Tabelle oder mit einem Klick auf das Plussymbol aktivieren. Mit dem Minussymbol entfernt man Listeneinträge. Außerdem greift Pages auf die Liste der Ersetzungen in der Systemeinstellung „Tastatur > Text“ zu. Sobald man ein falsch geschriebenes Wort aus diesen beiden Listen und anschließend ein Leerzeichen eingetippt hat, ersetzt es Pages automatisch durch die korrekte Schreibweise. Hat man das Leerzeichen noch nicht eingetippt, blendet sich unterhalb des Textes der Korrekturvorschlag ein. Mit der Leertaste übernimmt man die Korrektur, mit "esc" verwirft man sie.

Häufig falsch geschriebene Wörter nimmt man in den Vorgaben in die Liste für die Textersetzung auf.

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Aktiviert man im Menü „Bearbeiten“ unter „Rechtschreibung und Grammatik“ die beiden Einträge „Während der Texteingabe prüfen“ und „Rechtschreibung automatisch korrigieren“, macht Pages auch Korrekturvorschläge auf Basis des in das System integrierten Wörterbuchs. Auch in diesem Fall kann man den unter dem falsch geschriebenen Wort eingeblendeten Vorschlag durch Drücken der Leertaste übernehmen, das Wort wird dann kurzzeitig blau unterstrichen, oder man kann den Vorschlag mit der Taste "esc" verwerfen und anschließend weiterschreiben. Hält Pages das Wort trotzdem für falsch geschrieben, wird es rot unterstrichen. Das passiert auch bei allen Wörtern, für die Pages keinen Korrekturvorschlag gemacht hat, die aber nach Ansicht des Programms falsch geschrieben sind. Lässt man „Rechtschreibung automatisch korrigieren“ deaktiviert, wird ein falsch geschriebenes Wort nur rot unterstrichen, aber kein Korrekturvorschlag eingeblendet. Auch in schon geschriebenen Texten werden die von Pages als falsch geschrieben angesehenen Wörter rot unterstrichen, wenn „Während der Texteingabe prüfen“ aktiviert ist.

Kennt Pages die richtige Schreibweise, blendet das Programm ein Fenster mit dem Korrekturvorschlag ein.

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Um die von Pages als Fehler angesehene Wörter im Text zu korrigieren, gibt es mehrere Möglichkeiten. Sind die Wörter im Text rot unterstrichen, macht man einen Sekundärklick (rechte Maustaste) auf das Wort. Im Kontextmenü blenden sich dann die Korrekturvorschläge ein, sofern Pages welche findet, und man wählt den passenden Begriff aus.

Im Kontextmenü kann man sich für von Pages gekennzeichnete Fehler die richtige Schreibweise anzeigen lassen.

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Ist das Wort richtig geschrieben und Pages nur nicht bekannt, kann man das Wort entweder mit „Schreibweise lernen“ in das Anwenderwörterbuch des Systems übernehmen, oder mit „Schreibweise ignorieren“ einer Ausnahmeliste von Pages hinzufügen. Letztere findet man in den Voreinstellungen von Pages, wenn man unter „Automatische Korrektur“ auf „Ignorierte Wörter“ klickt. Hier lassen sich Wörter auch wieder aus der Ignorierliste entfernen.

Korrekt geschriebene Wörter lassen sich mit „Lernen“ ins Benutzerwörterbuch aufnehmen.

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Sollen falsch geschriebene Wörter nicht im Text markiert werden, deaktiviert man „Während der Texteingabe prüfen“ und nimmt die Rechtschreibkontrolle über das Fenster „Rechtschreibung und Grammatik“ vor. Man aktiviert es am schnellsten mit Cmd(⌘)-Shift(⇧)-Punkt, oder ruft es über das Menü „Bearbeiten > Rechtschreibung und Grammatik > Rechtschreibung und Grammatik einblenden“ auf. Im Fenster wird das erste falsch geschriebene oder unbekannte Wort nach der aktuellen Position der Texteinfügemarke angezeigt. Findet Pages im Wörterbuch die richtige Schreibweise, wird diese im Fenster eingeblendet und man übernimmt sie mit einem Doppelklick auf den Begriff, oder markiert ihn und klickt auf „Ändern“. Findet Pages keine Vorschläge, kann man das Wort ignorieren oder mit „Lernen“ in das Benutzerwörterbuch aufnehmen. Es wird dann zukünftig nicht mehr als falsch angezeigt. Alternativ korrigiert man das Wort im oberen Textfeld und klickt auf „Ändern“. In allen Fällen sucht Pages dann automatisch weiter im Text nach Fehlern. Will man ein Wort weder in das Lexikon noch in die Ignorierliste aufnehmen, klickt man auf „Weitersuchen (vorwärts)“. Mit einem Klick auf „Nachschlagen“ öffnet sich das Lexikon und es wird dort nach dem Begriff gesucht. Auch bei der Korrektur über das Kontextmenü lassen sich Begriffe im Lexikon nachschlagen. Pages prüft auch die Grammatik, aber mit wenig Erfolg beispielsweise im Vergleich zu Word, weshalb man darauf auch verzichten kann. Aktiviert wird die Grammatikprüfung entweder im Fenster „Rechtschreibung und Grammatik“ oder über „Bearbeiten > Rechtschreibung und Grammatik > Rechtschreib- und Grammatikprüfung“.

Über das Korrekturfenster lässt sich ein Text bequem nach Schreibfehlern durchsuchen.

© Thomas Armbrüster

Es gibt noch eine weitere Korrekturoption. Mit der Tastenkombination Cmd(⌘)-Shift(⇧)-Komma oder über „Bearbeiten > Rechtschreibung und Grammatik > Dokument jetzt prüfen“ wird das erste falsch geschriebenen oder unbekannte Wort im Text markiert. Man kann dann über das Kontextmenü die Korrektur vornehmen und anschließend mit derselben Tastenkombination zur nächsten Fundstelle wechseln.

Apple hat keine Möglichkeit vorgesehen, das Anwenderwörterbuch zu editieren, in das man mit der Option „Lernen“ Wörter aufgenommen hat. In Pages kann man ein solches Wort nur im Text markieren und dann im Kontextmenü „Schreibweise verlernen“ aufrufen. Dazu muss man aber wissen, dass sich das Wort im Anwenderwörterbuch befindet. Über einen wenig eleganten Umweg kommt man aber doch zum Ziel. Dazu öffnet man im Finder den Ordner „Library > Spelling“ im Benutzerordner. Der Ordner „Library“ wird im Finder im Menü „Gehe zu“ angezeigt, wenn man die Alt- (⌥)-Taste gedrückt hält. Im Ordner „Spelling“ ist dann die Datei „LocalDictionary“ zu finden, die mit einem Doppelklick in TextEdit geöffnet wird. Dann kann man aus der Liste einzelne Wörter löschen und die Datei speichern. In diesem Ordner können sich auch noch weitere Wörterbücher für einzelne Sprachen befinden, das für Deutsch hat die Bezeichnung „de“. Auch diese lassen sich in TextEdit öffnen und bearbeiten. Wörterbücher für einzelne Sprachen werden angelegt, wenn man in Pages im Fenster „Rechtschreibung und Grammatik“ im Aufklappmenü anstatt „Automatisch nach Sprache“ eine der Sprachen aus der Liste auswählt. Die Wörterbücher werden auch von anderen Programmen verwendet, beispielsweise von TextEdit und Numbers.

Um das Anwenderlexikon zu bearbeiten muss man einen wenig eleganten Umweg in den Ordner „Library“ nehmen.

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Um Wörter im Text durch andere zu ersetzen, klickt man in der Symbolleiste von Pages auf „Darstellung“ und wählt „Suchen & Ersetzen einblenden“ aus oder drückt cmd(⌘)-F. Zuerst klickt man links im Suchfenster auf das Zahnradsymbol und wählt im Menü „Suchen & Ersetzen“ aus, um das Eingabefeld für das Ersetzen einzublenden. Im Menü kann man zudem festlegen, ob nur nach ganzen Wörtern und nicht auch nach Wortbestandteilen gesucht und ob die Groß- und Kleinschreibung berücksichtigt werden soll. Dann tippt man den zu suchenden Begriff und die Ersetzung ein. Letzteres Feld kann man auch leer lassen, wenn man den Suchbegriff nicht ersetzen, sondern löschen möchte. Rechts neben dem Suchbegriff blendet Pages die Anzahl der Fundstellen ein und markiert im Text gelb die erste Fundstelle nach der aktuellen Position der Texteinfügemarke. Andere Fundstellen sind hellblau hinterlegt. Mit einem Klick auf „Alles ersetzen“ werden alle Stellen im Text ersetzt. Mit „Ersetzen & Suchen“ wird die erste Fundstelle ersetzt und dann die zweite gelb markiert. Und mit „Ersetzen“ wird nur die aktuell gelb markierte Fundstelle ersetzt, aber nicht zur nächsten Fundstelle gesprungen. Über die beiden Pfeilsymbole kann man von Fundstelle zu Fundstelle springen, ohne etwas zu ersetzen. Die aktuelle Stelle wird dabei ebenfalls gelb hervorgehoben. Worauf sich Pages leider nicht versteht ist das Suchen nach Steuerzeichen wie einer Zeilenschaltung oder einem Tab.

Pages berücksichtigt beim Suchen und Ersetzen auch die Groß- und Kleinschreibung, wenn man dies aktiviert.

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Um zu sehen, wie lang ein Text geworden ist, lässt sich am unteren Fensterrand ein Fenster einblenden, in dem man sich die Anzahl der Zeichen (mit und ohne Leerzeichen), der Wörter, der Absätze und der Seiten anzeigen lassen kann. Den Befehl „Zeichenanzahl einblenden“ findet man unter „Darstellung“ in der Symbolleiste und im Menü. In einem Layoutdokument berücksichtigt Pages dabei auch den Text, der momentan noch nicht in einem Textrahmen dargestellt wird.

Kopf- und Fußzeilen, Abschnitte, Fußnoten

Alles, was man in Kopf- und Fußzeilen einfügt, erscheint automatisch auch auf allen anderen Seiten eines Textdokuments, sofern man keine weiteren Abschnitte einfügt. Aktiviert man Doppelseiten unter „Dokument“, lässt sich unter „Abschnitt“ einstellen, dass sich Kopf- und Fußzeilen auf den rechten und linken Seiten unterscheiden. Dann kann man beispielsweise die Seitenzahlen auf den linken Seiten unten links und auf den rechten Seiten unten rechts einfügen. Zudem lässt sich die Anzeige der Kopf- und Fußzeile für die erste Seite eines Textdokuments oder Abschnitts ausschalten. Bei einem Layoutdokument gibt es letztere Einstellung nicht, Doppelseite und unterschiedliche Kopf- und Fußzeilen für rechte und linke Seiten aktiviert man dort unter „Dokument“.

Kopf- und Fußzeilen können bei Doppelseiten für linke und rechte Seiten unterschiedlich sein.

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Sobald man in eine Kopf- oder Fußzeile klickt, egal ob in die linke, die rechte oder in die mittlere Abteilung, blendet sich ein Button „Seitenzahl einfügen“ ein, sofern dort noch kein Text enthalten ist. Klickt man den Button an, kann man zwischen vier Versionen für die Seitenzahldarstellung wählen. Vor der Seitenzahl lässt sich dann noch weiterer Text einfügen. Die Seitenzahl und die Seitenanzahl kann man außerdem über das Symbol „Einfügen“ in der Symbolleiste oder das Menü „Einfügen“ in Kopf- oder Fußzeile einsetzen. Welches Zahlenformat die Seitenzahlen verwenden, bestimmt man über das Aufklappmenü „Format“ unter „Abschnitt“. In einem Layoutdokument findet man diese Einstellung unter „Format“, wenn im Dokument kein Objekt markiert ist. Außer den Seitenzahlen lässt sich in die Kopf- und Fußzeile auch jeder beliebige Text einfügen. Kopf- und Fußzeilen verwenden automatisch immer die Absatzstilvorlage „Kopf- und Fußzeilen“, die sich je nach verwendeter Dokumentvorlage aber unterscheidet. Man kann die Stilvorlage bearbeiten oder weitere, unterschiedliche Stilvorlagen für die Kopf- und für die Fußzeile anlegen.

Pages bietet vier Varianten für die Seitenzahlen an, wenn man in eine leere Kopf- oder Fußzeile klickt.

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Abschnitte verwendet man in Textdokumenten, wenn man für einzelne Teile eines Dokuments andere Kopf- und Fußzeilen und eine andere Seitennummerierung benötigt oder die Anzahl der Spalten ändern möchte. So kann man beispielsweise ein Vorwort mit römischen Seitenzahlen und die Textseiten mit arabischen Zahlen nummerieren. Oder man legt für jedes Kapitel einen eigenen Abschnitt an und fügt dann in der Kopfzeile jeweils den Namen des Kapitels ein. Um einen neuen Abschnitt zu beginnen, klickt man in den Text an die dafür vorgesehene Stelle und ruft „Einfügen > Abschnittsumbruch“ über die Symbolleiste oder das Menü auf. Soll der neue Abschnitt eine andere Kopf- und Fußzeile haben als der vorhergehende, deaktiviert man unter „Abschnitt“ die Option „Wie im vorherigen Abschnitt“. Dann kann man einen anderen Text eintippen. Fügt man im neuen Abschnitt eine Seitennummerierung ein, lässt sich für diese ein anderes Format wählen und auch bestimmen, mit welchem Wert diese beginnt. Soll die Nummerierung nach dem vorhergehenden Abschnitt weitergeführt werden, markiert man „Fortlaufend“.

Für jeden Abschnitt lassen sich unterschiedliche Kopf- und Fußzeilen und verschiedene Spaltenzahlen verwenden.

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Fußnoten können in einem Textdokument unten auf jeder Seite, am Textende des Dokuments (Dokumentendnoten) oder am Textende jedes Abschnitts (Abschnittsendnoten) stehen. In Layouts lassen sich keine Fußnoten einfügen. Um eine Fußnotenmarkierung im Text einzufügen, klickt man hinter die betreffende Textstelle und ruft „Einfügen > Fußnote“ über die Symbolleiste oder das Menü auf. Die Fußnotenziffer fügt Pages unten auf der Seite ein, vom Text getrennt durch einen Strich. Die Texteinfügemarke ist aktiviert und man kann sofort lostippen. Für die Fußnoten verwendet Pages automatisch die Stilvorlage „Fußnote“, die sich wie jede andere Absatzstilvorlage über „Text > Stil“ bearbeiten lässt. Die Einstellungen für die Fußnoten sind unter „Format > Fußnoten“ zu finden, wenn eine Fußnote markiert ist. Im obersten Menü wählt man zwischen Fußnoten, Dokument- oder Abschnittsendnoten aus. Das gilt immer für das gesamte Dokument. Im Menü „Format“ hat man die Wahl zwischen drei Fußnotenmarkierungen. Unter „Nummerierung“ lässt sich festlegen, ob die Fußnoten fortlaufend gekennzeichnet werden, ob bei jeder Seite neu begonnen werden soll oder nach jedem Abschnittswechsel. Auf Dokumentendnoten wirken sich diese Einstellungen nicht aus, sie werden immer fortlaufend nummeriert. Bei Abschnittsendnoten wird mit den beiden Optionen „…neu beginnen“ für jeden Abschnitt neu gezählt. Der Wert für den Fußnotenabstand legt den Zwischenraum zwischen den einzelnen Fußnoten fest.

Fußnoten können unten auf den einzelnen Seiten, am Ende der Abschnitte oder am Dokumentende stehen.

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Inhaltsverzeichnis

Das Inhaltsverzeichnis erfüllt zwei Zwecke. Zum einen lässt es sich links in der Seitenleiste anzeigen und dient dazu, in einem längeren Dokument schnell zur betreffenden Stelle im Dokument zu springen. Das funktioniert sowohl in einem Text- als auch in einem Layoutdokument. Zum anderen kann man in einem Textdokument das Inhaltsverzeichnis an der gewünschten Stelle im Dokument platzieren. Das interaktive Inhaltsverzeichnis bleibt auch erhalten, wenn man das Dokument als PDF oder im EPUB-Format exportiert.

Das interaktive Inhaltsverzeichnis wird links in der Seitenleiste erstellt. Es bleibt auch beim Export als PDF erhalten.

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Grundlage für das Inhaltsverzeichnis sind Absatzstilvorlagen. Hat das Inhaltsverzeichnis nur eine Ebene, muss jede Überschrift mit derselben Stilvorlage formatiert sein. Gibt es mehrere Ebenen, verwendet man für jede Ebene eine eigene Vorlage. Um das Inhaltsverzeichnis zu generieren, blendet man es über das Symbol „Darstellung“ links in der Seitenleiste ein und klickt auf „Bearbeiten“. Nun werden alle im Dokument vorhandenen Stilvorlagen eingeblendet. Man markiert diejenigen Stilvorlagen, die man für das Inhaltsverzeichnis verwenden möchte. Um die Ebenen festzulegen, rückt man Unterüberschriften mit einem Klick auf das Einzugssymbol nach rechts. Es sind drei Ebenen möglich.

Platziert man das Inhaltsverzeichnis in einem Textdokument, lassen sich Füllzeichen zwischen Text und Seitenzahl einfügen.

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Um ein Inhaltsverzeichnis in ein Textdokument einzufügen, setzt man die Texteinfügemarke an die gewünschte Stelle und klickt auf „Inhaltsverzeichnis einfügen“ unten in der Seitenleiste. Dabei wird das Inhaltsverzeichnis für das gesamte Dokument platziert. Möchte man getrennte Inhaltsverzeichnisse für einzelne Abschnitte, setzt man die Texteinfügemarke innerhalb des betreffenden Abschnitts und ruft „Einfügen > Inhaltsverzeichnis > Abschnitt“ im Menü auf.

Um den Text des platzierten Inhaltsverzeichnisses zu formatieren, klickt man ihn an. Dabei werden jeweils alle Einträge der Ebene markiert, die man angeklickt hat. Hält man die Umschalttaste gedrückt, lassen sich auch mehrere Ebenen markieren, um sie gemeinsam zu bearbeiten. In der Symbolleiste klickt man auf „Format“ und hat dann unter „Text“ die Werkzeuge für die Formatierung des Inhaltsverzeichnisses zur Verfügung. Neben der Schrift, der Ausrichtung und den Zeilen- und Absatzabständen sind hier auch die Einzüge und die Füllzeichen zu finden. Mit letzteren verbindet man den links stehenden Text mit der rechts stehenden Seitenzahl. Um eine Unterebene des Inhaltsverzeichnisses nach rechts zu rücken, markiert man sie und gibt dann einen Wert im Feld „1. Zeile“ unter „Einzüge“ ein. Wo die rechts stehenden Seitenzahlen positioniert sind, bestimmt man über den Wert unter „Tabs“, die Ausrichtung des Tabs ist dabei „Rechts“. Als Füllzeichen stehen vier Varianten zur Verfügung: gestrichelte und gepunktete Linie, durchgezogene Linie und eine Linie mit Pfeilsymbolen, was jedoch etwas merkwürdig aussieht. Man wählt sie rechts unter „Füllzeichen“ aus. Unter „Inhaltsverzeichnis“ lässt sich für das platzierte Inhaltsverzeichnis zudem separat festlegen, welche Absatzstile im Verzeichnis erscheinen sollen.

Jede Ebene eines platzierten Inhaltsverzeichnisses lässt sich separat aktivieren und bearbeiten.

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