Bisher gibt es drei Macs mit M1-SoC: Macbook Air, Macbook Pro und Mac Mini

Über Apples eigenes Silizium für den Mac, das  M1-SoC und seine gute Leistung haben (nicht nur wir) schon viel berichten können. Lesen Sie hier etwa unsere Tests der neuen Macs:

Macbook Air M1 im Test

Macbook Pro M1 im Test

Mac Mini M1 im Test

Wer auf ein neues Macbook mit diesem Prozessor setzt, muss aber einiges beachten. Schon bei der ersten Einrichtung ist es natürlich hilfreich, ist man nicht auf Apps oder Tools angewiesen, die für Intel-Prozessoren optimiert sind. Diese sind in der Regel jedoch mittels des "Übersetzers" Rosetta 2 nutzbar, der sich bei der ersten Nutzung eines Intel-Mac-Programms nachinstalliert

So bemerken Sie bei der Arbeit mit einem Mac mit M1-Prozessor normalerweise nichts von dem Prozessorunterschied. Immer mehr Software von  Drittherstellern liegt aber nun nativ für den  M1 und dessen ARM-Architektur vor.

Schnittstellen beim Anschließen von Hardware beachten

Macs Mini mit M1-Prozessoren bringen mehr Schnittstellen als Macbook Air und Pro mit M1, die jeweils nur zwei Thunderbolt-3-Anschlüsse eingebaut haben. Das hat auch der Mac Mini M1 zu bieten, dazu aber auch eine Ethernet-Schnittstelle und zwei Buchsen für USB-A. Auch eine 3,5-mm-Klinke für den Kopfhörer oder das Headset hat der Mac Mini (noch) eingebaut. Wer also mehr Peripherie anschließen will, ist mit dem kompakten Desktop besser versorgt. Für alle M1-Macs gilt aber nach wie vor wie bei den meisten Intel-Macs: Schon bei der Bestellung müssen Sie sich für den Umfang des Speichers entscheiden. Die SSD im Mac Mini lässt sich nicht austauschen, sie ist fest verlötet. Im Gegensatz zum unmittelbaren Vorgänger von 2018 gilt das auch für den Arbeitsspeicher. Dieser besteht in der Welt der M1-Macs nicht mehr aus austausch- oder erweiterbaren Riegeln, sondern ist als von GPU- und CPU-Kernen geteilter Speicher fester Bestandteil des SoC.

macOS auf Macbook Air M1 installieren und zurücksetzen

Grundsätzlich entspricht die generelle Einrichtung eines neuen Macbooks mit M1-Prozessor zunächst der Einrichtung eines Mac mit Intel-Prozessors. Ab Werk kommt der Rechner mit einem vorinstallierten macOS Big Sur, die erste finale Fassung trug im November 2020 die Versionsnummer 11.01. In einigen Fällen haben Käufer eines M1-Mac bei der Installation eines der in der Zwischenzeit erschienenen Updates schwere Probleme erlebt, die in der Regel in Platzmangel ihre Ursachen hatten. Was man dagegen unternehmen kann, haben wir hier und hier beschrieben.

Apple empfiehlt Anwendern auf dem Mac die neuste Version von Big Sur zu installieren, zuletzt erschien mit macOS 11.2.1 ein Update , das noch einige Fehler behob und Sicherheitslücken schloss. Mit einer älteren Version können M1-Macs Probleme beim Zurücksetzen und der Neuinstallation bekommen. Teilweise hilft es, wenn beim Starten der Power-Button gedrückt wird, bis das Bootmenü erscheint.

Wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist, und der Mac nicht mehr startet, soll laut Apple ein externes Laufwerk so konfigurieren, dass der Mac mit diesem startet. Danach kann macOS aktualisiert und unter Umständen neu installiert werden. Apple zeigt auf der Seite „ Personalisierungsfehler bei der Neuinstallation von macOS auf deinem Mac mit Apple M1-Chip “ wie ein solcher Datenträger erstellt werden kann. Nach der Durchführung dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung sollte sich macOS neu installieren lassen. Allerdings ist dazu einiges an Erfahrung mit macOS und dem Terminal notwendig.

Keine eGPUs mit Apple M1

Anwender von Grafik- oder Videschnittprogrammen oder auch Spieler nutzen am Mac für eine bessere Grafikleistung gerne „Externe Graphics Processing Units“ (eGPUs) . Auch beim Einsatz von Anwendungen für virtuelle Realität kommen solche externen Grafikkarten zum Einsatz. Erst eGPUs lassen Macs die Leistung von High-End-PCs erreichen – iMac Pro und Mac Pro mal ausgenommen, die bereits hervorragend ab Werk ausgestattet sind. Schlechte Nachrichten für Käufer von M1-Macs: Diese mögen mit ihren sieben oder acht GPU-Kernen zwar ungewohnt gute Ergebnisse im Benchmark und im richtigen Leben erreichen, an der Thunderbold-3-Schnittstelle keine eGPUs angeschlossen werden, obwohl die Geschwindigkeit dieser Schnittstelle das hergeben würde. Wer eine solche eGPU besitzt, kann sie zunächst nicht mehr weiterverwenden. Das könnte sich mit künftigen Apple-Silicon-Macs wieder ändern, die für Frühjahr oder Frühsommer zu erwarten sind.

Mehr Monitore an Macbook M1 anschließen

An Macbook Air und Pro M1 lässt sich nur ein externer Monitor anschließen, am Mac Mini M1 dagegen zwei – dieser hat ja keinen internen Bildschirm. Bei den Auflösungen unterstützen die neuen M1-Macs bis zu 6k für externe Monitore (6016 × 3384 Pixel) bei 69 Hz.

Mit gewissen Adaptern und Treibern können auch mehrere Monitore angeschlossen werden, wie etwa der Youtuber Ruslan Tulupov mit einem USB-Adapter von Star Tech vorführt . Bei älteren Monitoren kann es passieren, dass M1-Macbooks nicht mit dem ECO-Modus und der automatischen Abschaltung von Monitoren zurechtkommt. Schalten sich die Monitore ab, kann das Macbook diese teilweise nicht mehr aufwecken. Hier kann es helfen diese Funktionen in den Monitoren zu deaktivieren. Unter Umständen beheben neue Versionen von macOS das Problem. Weitere Adapter und Docks zum Anschluss mehrere Monitore finden Sie im letzten Abschnitt dieses Artikels.

Intel-Programme mit M1-Prozessoren nutzen – Apple Rosetta

Installieren Sie erstmals eine neue App, die noch nicht an die neue Architektur angepasst sind, erscheint der Hinweis, dass Sie das Apple-Framework „Rosetta“ installieren müssen. Beim Starten einer Intel-basierten App auf M1-Macs läuft Rosetta im Hintergrund und übersetzt gewissermaßen die Befehle der Software so, damit sie der M1 versteht.

Hier sollten Sie natürlich darauf achten, ob das jeweilige Intel-Programm auf einem M1-Mac auch mit ausreichender Geschwindigkeit läuft. ( In unserer Praxis nutzen wir etwa die nicht-native Fassung von Photoshop und Indesign und stellen keinerlei Geschwindigkeitseinbußen fest, wir vergleichen jedoch auch mit einem vier Jahre alten Macbook Pro , Anm. d. Red.) . Unter Umständen hat der Hersteller aber schon eine Universal-App im Angebot, also eine, die mit Binaries für Intel-Macs und M1-Macs zur Auslieferung kommt, aktualisieren lohnt sich dann. Microsoft war mit der Office-Suite im November mit als erster bei den Umstellungen dabei, weitere Hersteller sind gefolgt.

Für den Einsatz von Intel-Programmen muss auf Macs mit M1-Prozessor das Apple-Framework Rosetta installiert sein.

Welche Anwendungen M1-Prozessoren unterstützen

Viele Anwendungen funktionieren auf M1-Macs ohne die Unterstützung von Rosetta. Ob eine Anwendung nativ Apple M1 unterstützt kann relativ leicht überprüft werden. Klicken Sie im Finder die App an und rufen Sie über „Ablage“ die „Informationen“ auf.

Anzeigen von Eigenschaften einer App.

Steht bei „Allgemein\Art“ die Information „Programm (Universal)“, unterstützt die App Intel-Prozessoren und M1-Prozessoren gleichermaßen, es kommt immer nur die angepasste der beiden im Paket enthaltenen Binaries zur Ausführung. Allerdings kann ma  auch universale Apps via Rosetta ausführen, falls Probleme bei der Ausführung auf M1-Macs auftreten. Dazu wird die Option „Mit Rosetta öffnen“ in den Informationen ausgewählt. So lässt sich prüfen, ob eine App mit oder ohne Rosetta auf einem M1-Mac besser funktioniert.

Universal-Apps in macOS

Anwendungen mit der Art „Programm (Intel)“ funktionieren in den meisten Fällen ebenfalls problemlos auf M1-Macs, zumindest wenn sie in einer aktuellen Version vorliegen. Hier wird die Unterstützung von Rosetta benötigt.

Wenn eine Anwendung Probleme macht bei der Ausführung auf einem Mac mit M1-Prozessor, sollte zunächst überprüft werden, ob diese Universal ist oder Intel-basiert.

Starten von Apps mit Apple Rosetta

802.11ax: WLAN 6 in neuen Macs

Die neuen Macs mit M1-Prozessor unterstützen den Standard WLAN 6 (802.11ax). Der Standard 802.11ax bietet deutlich mehr Leistung. Damit diese Vorteile genutzt werden können, macht es Sinn, dass auch der WLAN-Router im Netzwerk WLAN 6 unterstützt. Grundsätzlich unterstützt WLAN 6 eine Geschwindigkeit von bis zu 4,8 Gbit/s. Seine Vorteile spielt das neue WLAN auch aus, wenn im Netzwerk zahlreiche Geräte betrieben werden. Bei Videoübertragungen in den Bereichen 4K oder 8K ergibt es Sinn, auf dieses neue WLAN zu setzen, vor allem im professionellen Einsatz.

Zubehör für Macbooks und Mac Mini

Augen auf beim Kauf von Adapter und Docks, unter Umständen spart man hier an der falschen Stelle: Denn preiswerte Docks haben den Nachteil, dass man das Macbook nicht über sie aufladen kann. Eine der USB-C-Buchsen muss dafür also stets freibleiben.

USB-C-Hub mit Festplattengehäuse für Mac Mini

Dock von Agptek

© agptek

Mit dem AGPTEK USB-C-Hub mit Festplattengehäuse (für 84 Euro bei Amazon) gibt es einen Hub für den Mac Mini, der genau unter das Gehäuse passt, und damit wie ein Teil des Gerätes aussieht. In den Hub lässt sich eine SSD zur Erweiterung des Speichers am Mac einbauen – das ist am besten für größere Dateien geeignet und solche, die man eher selten braucht, da externe Lösungen immer langsamer sind als die internen Speicher. Die Verbindung zum Mac Mini erfolgt über eine USB-C. Zusätzlich gibt es 2x USB 3, 2x USB 2.0 und einen SD-Karten-Leser. Alle Anschlüsse sind vorne erreichbar. Nachteil: Der Hersteller hat seinen Hub noch nicht auf das Weiß des Mac Mini M1 umgestellt.

Mac-Dock von Satechi

© Satechi

Einen ähnlichen Hub, optional aber auch in Weiß, stellt SATECHI (für 75 Euro bei Amazon) bereit. Dieser bietet allerdings keine Einbauoption für eine SSD-Karte, dafür über 3x USB 3, SD-Karten-Leser und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse. Auch hier erfolgt die Verbindung zum Mac Mini via USB-C. Der Hub bietet eine integrierte Lüftung, wenn die Zusatzgeräte zum Beispiel mehr Wärme beim Mac verursachen.

Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock

Adapter von Elgato

© Elgato

Das Elgato Thunderbolt 3 Pro Dock (350 Euro bei Amazon) hat natürlich ebenfalls einen USB-C-Anschluss (mit Thunderbolt-Geschwindigkeit) für Macs – und kann zwei UHD-Displays ansteuern. Auflösungen bis hin zu 4096 × 2160 Pixel sind möglich. Wer seine Geräte an Thunderbolt anschließt, kann mit dem Dock 5120 × 2880 Pixel betreiben. Das Gerät bietet 2x Thunderbolt 3 (inklusive Displayport), 2x USB-C 3.1), 1x USB-C zum Laden, 2x USB-A 3.0, 1x Gigabit-Ethernet und 2 Klinkenanschlüsse. An der Front des Docks sind zwei USB-C-Anschlüsse und ein SD-Kartenleser

Belkin Thunderbolt-Dock

Viele Anwender sind natürlich auf der Suche nach weiteren Thunderbolt-Anschlüssen für M1-Macs. Wenn nur zwei Thunderbolt-Anschlüsse am Mac vorhanden sind, gehen diese schnell aus, wenn Monitor und Dockstation verbunden sind.

Adapter von Belkin

© Belkin

Mit dem Belkin Thunderbolt 3 Dock Pro (350 Euro bei Amazon) lassen sich unter anderem zwei Monitore mit 4K UHD angeschlossen werden. Auch das Laden von Macs ist über die Anschlüsse des Docks möglich.  Enthalten sind 2x Thunderbolt 3, 1x USB-C 3.1, 1d Displayport 1.3, 1x USB-A 3.1, 4x USB 3.0, 1x SD-Kartenleser und 1x Gigabit-Ethernet.

All-In-One-Adapter – Günstige Alternative zu Docks

Docks haben den Nachteil, ziemlich teuer zu sein. Daher greifen viele Anwender zu All-in-One-Adaptern. Diese sind leichter zu transportieren und gleichzeitig billiger. Allerdings lassen sich mit diesen Adaptern die Macs nicht mit Strom versorgen.

Anker Power-Expand Direct 8-in-2 USB-C Adapter

Der Anker Power-Expand Direct 8-in-2 USB-C Adapter (66 Euro bei Amazon) bietet einen USB-C-Port, einen USB-C-Datenport, 2x USBA-Ports, HDMI und einen SD-Kartenleser.

Adapter von Anker

© Anker

ICY BOX USB-C Dock

Eine gute Alternative zu Anker ist das ICY BOX USB-C Dock (80 Euro bei Amazon) . Er bietet 2x HDMI, 1x DisplayPort, 2x USB 3.0, 2x USB 2.0. Natürlich bietet auch dieser Adapter wieder einen USB-C-Anschluss. Allerdings ist das Kabel fest verbunden und kann direkt in den Mac gesteckt werden.

Adapter von IcyBox

© IcyBox

Tastaturen: Apple Magic Keyboard

Wer eine externe Tastatur sucht, kann sich das originale Apple Magic Keyboard kaufen, oder günstige Alternativen wie  die Tastatur vob Jelly Comb (37 Euro bei Amazon) . Wir haben im Beitrag „ Alternative Tastaturen für den Mac: Es muss nicht immer Magic sein " einige weitere Alternativen aufgelistet.

Jellycomb-Tastatur

© Jellycomb