Die Vorschau kann ihre Fotos anzeigen - aber auch noch viel mehr.

1. Mehrere Bilder als Kontaktbogen anzeigen

Um schnell einige Bilder anzuschauen, ohne sie zuvor in eine Bildverwaltung zu importieren, ist Vorschau ein praktisches Werkzeug. Am einfachsten ist es, die Bilder im Finder auf das Symbol von Vorschau im Dock zu ziehen. In den Voreinstellungen von Vorschau darf unter „Bilder“ die Option „Jede Datei in einem eigenen Fenster öffnen“ aber nicht ausgewählt sein. Über das Menü „Darstellung“ oder das Aufklappmenü links in der Symbolleiste von Vorschau wählt man nun den Eintrag „Kontaktbogen“ aus oder nimmt die Tastenkombination Command (⌘)-Option (⌥)-6. Mit Command (⌘)-plus oder Command (⌘)-minus ändert man die Größe der Bilder. Am besten wechselt man zudem in den Vollbildmodus, dann hat man einen dunklen Hintergrund. Mit einem Doppelklick auf ein Bild wird es Bildschirm füllend angezeigt, und man kann per Wischgeste auf dem Trackpad oder der Magic Mouse beziehungsweise mit den Pfeiltasten auf der Tastatur zwischen den einzelnen Bildern blättern.

In der Kontaktbogenansicht bekommt man schnell einen Überblick über alle in Vorschau geöffneten Fotos.

Mit Command (⌘)-plus oder Command (⌘)-minus lässt sich auch in dieser Darstellung die Bildgröße ändern. Vorschau bietet zudem noch ein weiteres Extra zur Bildbetrachtung: Aktiviert man im Menü „Werkzeuge > Lupe einblenden“, lassen sich einzelne Bereiche eines Bildes in einer starken Vergrößerung betrachten. Man kann die Lupe auch der Symbolleiste von Vorschau hinzufügen oder sie mit Shift (⇧)-Akzenttaste ein- und ausblenden.

Um Details in Fotos besser zu erkennen, aktiviert man die Lupe von Vorschau.

2. Bilder konvertieren

Vorschau konvertiert ein Bild oder auch mehrere Fotos gleichzeitig in ein anderes Bildformat. Dazu wählt man über „Ablage > Öffnen“ die Bilder aus oder zieht die Bilder im Finder auf das Programmsymbol im Dock. Um mehrere Bilder zu konvertieren, blendet man entweder mit Command (⌘)-Option (⌥)-2 die Miniaturen ein oder wechselt mit Command (⌘)-Option (⌥)-6 in die Kontaktbogenansicht. Nun markiert man alle Bilder mit Command (⌘)-A und ruft „Ablage > Exportieren“ beziehungsweise „Ablage > Ausgewählte Bilder exportieren“ auf. Im Dialogfenster klickt man auf „Optionen“ und stellt im Aufklappmenü bei „Format“ das Zielformat ein. Braucht man exotischere Formate als die im Menü verfügbaren Standardvorgaben, hält man die Optionstaste (⌥) gedrückt und öffnet dann erst das Menü. Nun kann man unter anderem auch Photoshop oder GIF als Format auswählen.

Mit Vorschau lassen sich mehrere Bilder gleichzeitig in ein anderes Dateiformat konvertieren.

3. Bildgröße ändern

Sind Bilder für den gedachten Zweck zu groß, beispielsweise zum Hochladen auf eine Webseite, lassen sie sich in Vorschau über „Werkzeuge > Größenkorrektur“ oder das entsprechende Symbol in der Werkzeugleiste verkleinern. Im oberen Aufklappmenü des sich einblendenden Fensters gibt es einige vorgegebene Bildgrößen. Ansonsten ändert man die Breite und die Höhe manuell und wählt dazu im rechten Aufklappmenü eine Maßeinheit aus. Nimmt man „Prozent“, kann man einen Prozentwert angeben anstatt eines exakten Maßes. Wichtig ist, dass „Größe proportional anpassen“ ausgewählt ist, wenn man möchte, dass nach der Angabe eines Maßes das andere automatisch dazu passend berechnet wird. Auch sollte „Bild neu berechnen“ aktiviert sein, denn sonst bleibt die Dateigröße gleich, denn es wird automatisch die Auflösung erhöht, wenn man die Maße verringert. Außerdem kann man nur die Auflösung verändern und die Bildmaße beibehalten, wenn man zum Beispiel für eine Webseite nur eine Bildschirmauflösung benötigt.

Sind Bilder zu groß, um sie beispielsweise auf eine Webseite zu übertragen, lässt sich die Größe mit Vorschau verändern.

4. Bildinformationen anzeigen

Vorschau öffnet viele Bildformate, darunter auch die RAW-Formate vieler Digitalkameras. Für diese greift das Programm auf dieselbe Digital-RAW-Systemkomponente zu wie beispielsweise Fotos. Um die Informationen einzublenden öffnet man entweder über das Menü „Werkzeuge“ oder mit Command (⌘)-I das Informationsfenster, klickt dort auf das linke Symbol in der Symbolleiste und bekommt nun die grundlegenden Infos wie Dateiart, Bildgröße und Bildauflösung angezeigt. Wesentlich mehr Informationen listet Vorschau auf, wenn man auf das zweite Symbol mit dem „I“ klickt und „EXIF“ auswählt. Hier sind alle verfügbaren Angaben zum jeweiligen Bild zu finden, angefangen vom Aufnahmezeitpunkt über die Belichtungszeit und die Blende bis hin zur Brennweite und den ISO-Einstellungen. Die Anzahl der Einträge ist abhängig von der Kamera, mit der man die Bilder aufgenommen hat, sowie vom Dateiformat. Sind im Bild die Standortinformationen abgelegt, wie in der Regel bei Aufnahmen mit dem iPhone, findet man diese zusammen mit einem Kartenausschnitt unter „GPS“. Die Ortsinformationen lassen sich auch entfernen, wenn man diese bei Bilder, die man ins Web hochlädt, nicht haben möchte. Dazu klickt man unten im Fenster auf den Button „Ortsdaten entfernen“. Anschließend muss man das Bild noch sichern.

Vorschau listet zu jedem geöffneten Bild viele Informationen auf und zeigt, sofern vorhanden, auch den Aufnahmeort an.

5. In Vorschau geöffnete Bilder sortieren

Öffnet man mehrere Bilder in Vorschau, lassen sich diese in der Miniaturansicht und in der Kontaktbogenansicht nach verschiedenen Kriterien sortieren. Dazu klickt man in der Seitenleiste mit den Miniaturen beziehungsweise im Kontaktbogen mit der rechten Maustaste in einen freien Bereich. Im Kontextmenü „Sortieren nach“ lässt sich nun eine der Optionen auswählen. Vorschau sortiert die Bilder unter anderem nach Name, Dokumententyp, Dateigröße oder Datum.

Mehrere Bilder lassen sie sich in den Miniaturen und im Kontaktbogen nach verschiedenen Kriterien sortieren.

6. Bilder bearbeiten

Für schnelle und einfache Bildkorrekturen verfügt Vorschau über einige Werkzeuge. Dazu ruft man „Werkzeuge > Farbkorrektur“ im Menü auf oder klickt auf das Symbol „Farbkorrektur“ in der Werkzeugleiste. Nicht bearbeiten lassen sich Bilder im RAW-Format. Sehr hilfreich ist das Histogramm. Dort sieht man schnell, ob es Bildbereiche gibt, in denen keine Zeichnung mehr vorhanden ist. Man kann dann entweder auf „Automatisch anpassen“ klicken oder die Schieberegler rechts und links bis zu den Positionen bewegen, an denen das Histogramm die ersten Werte anzeigt. Der mittlere Regler verändert zusätzlich die Mitteltöne im Bild. Mit den vier oberen Einstellungen lassen sich Belichtung und Kontrast verändern sowie die Glanzlichter abdunkeln und die Schattenbereiche aufhellen. Den Kontrastregler sollte man aber nur mit großer Vorsicht verwenden, denn man kann mit ihm ein Bild schnell verunstalten. Um einen Farbstich zu entfernen, nimmt man die Pipette und klickt mit ihr in einen Bildbereich, der neutral weiß oder grau sein soll. Die unteren vier Schieberegler dienen dazu, die Sättigung, den Farbton und die Farbtemperatur zu ändern oder um ein Sepia-Bild zu erzeugen. Zieht man den Schieberegler „Sättigung“ ganz nach links, bekommt man ein Graustufenbild. Die letzte Option ist für das Schärfen des Bildes zuständig. Auch diesen Regler sollte man maßvoll einsetzen und in der Vergrößerung oder mithilfe der Lupe das Resultat kontrollieren. Bei Nichtgefallen lassen sich alle Einstellungen mit einem Klick zurücksetzen.

Vorschau bietet einige einfache Werkzeuge, um schnell ein paar Bildkorrekturen vorzunehmen.

7. Anmerkungen hinzufügen

Es stehen etliche Werkzeuge zur Verfügung, um einem Bild Text, Formen oder Objekte wie Sprechblasen und Pfeile hinzuzufügen. Am besten blendet man mit einem Klick auf das Kreissymbol mit dem Stift in der Symbolleiste die Werkzeugleiste ein. Mit dem Werkzeug „Skizze“ zeichnet man eine Form. Wird diese als Standardform erkannt, etwa ein Dreieck oder eine Wolke, wird die Zeichnung automatisch in diese Standardform umgewandelt. Mit dem Werkzeug „Zeichnen“ gibt es dagegen keine Erkennung von Standardformen. Bei den „Formen“ hat man die Auswahl zwischen Linie, Pfeil, Rechteck (ohne und mit abgerundeten Ecken), Kreis, Stern, Polygon und Sprechblase. Linienstärke sowie die Farbe für den Rand und die Füllung wählt man über drei separate Werkzeuge in der Werkzeugleiste aus. Eine Besonderheit bei den Formen sind die Hervorhebung und die Lupe. Mit der rechteckigen Hervorhebung wird dieser Bereich normal, und der Rest des Bildes abgeschwächt dargestellt. Der Bereich innerhalb der Lupe wird vergrößert. Über den Aktivpunkt rechts unten auf dem Kreis legt man die Größe der Lupe fest, der kleine Punkt oben am Kreis bestimmt die Zoomstufe. Man zieht den Punkt dazu nach rechts auf dem Kreis entlang. Wie bei den anderen Formen lässt sich der Lupe auch ein Randstil zuweisen. Ein weiteres Werkzeug dient dazu, Text in das Bild einzufügen. Über das Symbol „Aa“ legt man dann Schriftart, Größe und Farbe der Schrift fest.

Mit den Anmerkungswerkzeugen fügt man einem Bild Objekte hinzu und kann auch Bereiche hervorheben.