Apple Watch Series 5 Keramik

Apple hat am Dienstag Abend die neue Apple Watch Series 5 vorgestellt, gleichzeitig ist die Series 4 aus dem Angebot verschwunden. Die Neuerungen der Series 5 waren eher kosmetischer Natur, so fragt sich manch potentieller Apple-Watch-Käufer: Lohnt sich der Aufpreis für die neuere Version oder kann die ältere noch herhalten?

Design

Zu den offensichtlichsten Neuerungen gehören zwei neue Varianten der Series 5 : Das Titan-Gehäuse kann man entweder in Schwarz oder Weiß auswählen, die Edition-Version aus Keramik erscheint nur in der weißen Varianten. Die restliche Auswahl ist identisch geblieben: Bei der GPS-Version steht nur die Aluminium-Variante mit drei Farben (Weiß, Schwarz, Gold) zur Verfügung, bei der LTE-Version kommt noch die Edelstahlvariante mit der gleichen Farbauswahl dazu. Die äußeren Abmessungen bleiben ebenfalls identisch, nur die Keramik-Version ist minimal dicker geworden – 11 mm statt 10,7 mm bei Edelstahl, Aluminium und Titan.

Bei den Hermès-Varianten gibt es übrigens eine neue in Space Grey

Display

Die größte Neuerung der Apple Watch Series 5 ist ein Allway-On Retina Display, heißt, der Bildschirm passt sich dem Umgebungslicht an und zeigt die ausgewählten Zifferblätter entsprechend hell oder abgedunkelt. Hebt der Nutzer die Hand an, leuchtet das Display heller auf. Technisch, bzw. auf dem Papier sind die beiden Display-Varianten identisch: Apple setzt auf LTPO OLED Display mit Force Touch, die Helligkeit beträgt bei den beiden Generationen 1000 Nits. Auch Pixeldichte und Anzeigebereich sind bei Series 5 und Series 4 identisch: Die 44-mm-Variante hat einen Bildschirm mit 368 x 448 Pixel und 977 mm2 Anzeigebereich, die 40-mm-Variante – 324 x 394 Pixel mit 759 mm2 Anzeigebereich.

Eingebaute Sensoren

Auch die Liste der eingebauten Sensoren liest sich fast identisch: Außer dem neuen Kompass hat Series 5 wie Series 4 einen Höhenmesser, einen elektrischen Herzsensor, einen optischen Herzsensor, den gleichen Beschleunigungssensor bis zu 32 g und Gyrosensor. Offenbar hat aber Apple einen etwas lauteren Lautsprecher eingebaut: Der neue Lautsprecher sollte im Vergleich zum Referenzgerät Apple Watch Series 3 50 Prozent lauter sein, auf der Series-4-Seite fehlt ein solcher Hinweis, wobei wir ausgehen, dass die Lautsprecher (mit Series 3) identisch waren. Etwas unbemerkt hat Apple dagegen die Kapazität der neuen Uhr verdoppelt: Hatte man bei Series 4 noch 16 GB Speicher in der Uhr, führt die Series 5 nun 32 GB Speicher bei beiden Varianten – LTE und GPS.

Chip

Auf der Bühne hat Apple den neuen Chip mit keinem Wort erwähnt, doch die Series 5 führt laut der Seite mit technischen Spezifikationen einen 64-Bit Dual-Core S5 Prozessor. Wir gehen davon aus, dass der neue S5-Chip genauso schnell ist wie der Vorgänger S4, beiden sollen laut Apple „bis zu zweimal schneller“ als die Referenz S3 sein. Der Co-Prozessor hat sich dagegen nicht geändert – Apple Wireless Chip W3 steckt auch in der Series 5.

Preise

Bei den Preisen hat Apple dagegen die untere Preisgrenze angehoben: Kostete die Series 4 in der GPS-Variante noch 429 Euro, muss man für die vergleichbare Series 5 449 Euro zahlen. Der gleiche Preisunterschied von 20 Euro besteht auch bei der LTE-Variante: 549 Euro gegen 529 Euro der Series 4. Die größere Variante der GPS-Modells mit 44mm-Display kostet statt 459 Euro nun 479 Euro. Gleiche 20 Euro mehr muss man für 44mm der LTE-Variante zahlen: statt 559 Euro – 579 Euro. Die Edelstahlvariante ist noch teurerer geworden. Diese gab es ursprünglich nur mit einem LTE-Chip: Die Series 5 40 mm kostet nun 749 Euro, Series 4 40mm hat noch 699 Euro gekostet. Die größere Uhr aus Edelstahl erweist das gleiche Preisschema: 799 Euro statt 749 Euro. Auch Apple Watch Hermes ist im Vergleich mit Vorjahr teurer geworden: Die billigste Variante, – wenn man das Wort „billig“ dabei überhaupt in den Mund nehmen darf, – kostet nun 1349 Euro statt 1299 Euro.

Fazit

Die Wahl zwischen Series 5 und Series 4 fällt äußerst schwer, hat doch der Nachfolger nur wenige tatsächlich neue Features und kostet zudem mehr. Das Always-On-Display kann sich in der Praxis als allerdings als gewichtiges Argument erweisen, dies müssen wir aber noch testen.