iPhone 14

Was macht ein iPhone eigentlich aus? Die Hardware? Die Software? Oder vielleicht doch eher das Design? Die Antwort liegt wohl irgendwo in der Mitte und lautet: Das Zusammenspiel aus allen drei Punkten macht das iPhone zu einem einzigartigen Smartphone. Umso spannender wird es für uns Apple-Fans im nächsten Jahr werden, da Apple anscheinend bei allen drei Faktoren Veränderungen plant. Aktuellen Gerüchten zufolge wirft Apple das gesamte Line-Up der letzten zwei Jahre über den Haufen, streicht alte Features und fügt jede Menge neue hinzu. Das Endergebnis wird im Herbst 2022 unter dem Namen iPhone 14 zu bewundern sein – doch hat dieses Smartphone überhaupt noch etwas mit einem iPhone zu tun? 

Der nächste große Schritt 

In der Geschichte des iPhone war wohl 2017 das Jahr, in dem Apple den ersten großen Schritt der Veränderung wagte: Der Home-Button verschwand, die Notch war geboren. Schon vor vier Jahren hätte man sich demnach die Frage stellen können: Ist das überhaupt noch ein iPhone? Ein radikales – wenn auch modernes – Redesign eben jenes Geräts, das von Steve Jobs zehn Jahr zuvor vorgestellt wurde? Zum damaligen Zeitpunkt konnten sich viele iPhone-Fans nicht mit der Notch anfreunden. Bis heute gibt es einen Teil innerhalb der Apple-Community, welche die Notch als hässlich empfindet. Dass Apple die Einkerbung in diesem Jahr beim iPhone 13 um 20 Prozent verkleinerte, wird die Gemüter wohl nicht gerade besänftigt haben. Die kleinere Notch ist zwar ganz nett, doch stört sie im Zweifel genauso sehr wie die alte. 

Vielleicht hat dies auch Apple erkannt. Denn Gerüchten zufolge will das Unternehmen die Notch im iPhone 14 komplett streichen – zumindest in den Pro-Modellen. Stattdessen soll laut Apple-Leaker Jon Prosser dort eine Punchhole-Kamera zum Einsatz kommen. Ob dies unbedingt schöner ist als eine Notch, sei mal dahin gestellt. Fakt ist jedoch, dass – sollte Apple die Notch tatsächlich in Rente schicken – damit auch ein durchaus wichtiges Markenzeichen verloren ginge. Die Notch mag vielleicht nicht im klassischen Sinne schön sein und es gibt viele Hersteller, die bereits seit Jahren Alternativen zur Notch anbieten. Doch kann man dank Notch auch auf hundert Metern Entfernung erkennen, dass jemand ein iPhone in den Händen hält. Mit einem Punchhole-Design läuft Apple Gefahr, dass das iPhone 14 – von seinem Betriebssystem mal abgesehen – von vorne betrachtet auf den ersten Blick wie eines von vielen verschiedenen Android-Geräten ähnelt. 

Neben der Notch plant Cupertino noch weitere Veränderungen für das iPhone 14: Apple denkt angeblich über einen 48-Megapixel-Sensor für die Standard-Weitwinkelkamera nach, der bei schlechten Lichtverhältnissen die Lichtsammlung der Pixel in einem 2×2-Raster zusammenfasst (was ein 12-MP-Foto ergibt). Die Kamera wäre in der Lage, 8K-Videos aufzunehmen, zumindest bei den Pro-Modellen. Gerüchten zufolge soll den Pro-Modellen auch eine neue Periskop-Telekamera vorbehalten sein, die einen optischen Zoom von bis zu 10x ermöglichen würde. Ähnliche Kameras haben wir bereits bei anderen Smartphones gesehen, darunter das Samsung Galaxy S21 Ultra. 

Doch damit nicht genug: Einem Bericht von " The Elec " sollen mit der nächsten Generation alle Modelle ein Pro-Motion-Display mit 120 Hz erhalten. Und da wir gerade schon von den verschiedenen Modellen sprechen: Das Mini-iPhone wird nach zwei Jahren wohl auch wieder eingestellt werden. Stattdessen erwartet uns Gerüchten zufolge ein ganz neues iPhone: das iPhone 14 Max, welches zwar in größerer Form erscheint (6,7 Zoll), dafür aber keine Pro-Features erhält. Neben den zwei Pro-Modellen (ein 6,1 Zoll großes iPhone 14 Pro sowie das 6,7 Zoll große iPhone 14 Pro Max) wird es natürlich nach wie vor das reguläre 6,1 Zoll große iPhone 14 geben. 

Egal, ob Pro oder nicht Pro: Alle Modelle werden die neue Generation des Apple-Chips bekommen: Den A16, wie er wahrscheinlich heißen wird. Dieser könnte einer der ersten großen Prozessoren sein, der im 3-Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt wird, was die Leistung, Effizienz und Batterielaufzeit verbessern dürfte. Digitimes (via  Macrumors ) berichtete jedoch, dass nach einigen Rückschlägen TSMC erst mit der Testproduktion von Prozessoren mit dem 3-nm-Verfahren begonnen habe, die wahrscheinlich als die Grundlage für die M3- und A17-Chips dienen. Apples nächster iPhone-Chip dürfte daher ähnlich dem A15 eher auf einem weiter verbesserten 5-nm-Prozessor basieren, der Schritt zu 3 Nanometern erfolgt erst 2023.

So wird das iPhone 14 doch noch zum iPhone

Wie bereits am Anfang angesprochen: Auch wenn Apple mehrere Veränderungen für das Design, die Hardware und –  mit dem kommenden iOS 16  – auch für die Software plant, wird das iPhone 14 weiterhin ein iPhone sein, wie wir es kennen. Dafür wird allein schon iOS 16 sorgen, denn selbst mit Loch-Kamera auf der Frontseite wird das Betriebssystem dazu beitragen, dass das iPhone im neuen Gewand sich immer noch wie ein iPhone anfühlt. Die nächste Zeit bleibt spannend, aktuell kennen wir gerade mal die Spitze des Eisberges. Viele Gerüchte werden sich in den nächsten Monaten als falsch herausstellen, andere wiederum werden sich bewahrheiten. 2022 wird auf jeden Fall ein spannendes Jahr für Apple-Fans. Denn was man so hört , lässt darauf schließen, dass das iPhone noch nicht einmal das spannendste Apple-Produkt im nächsten Jahr wird.