Photozoom Pro 8 jetzt auch mit Dunkelmodus

Photozoom Pro von Entwickler Benvista ist ein Tool, um Bilder wirkungsvoll zu vergrößern, insbesondere auf eine höhere Auflösung zu bringen, und dies bei möglichst geringem Verlust an Schärfe oder Details. Wir haben dieses Programm, das es sowohl eigenständig als auch als Plug-In  beispielsweise für Photoshop, Photoshop Elements oder Adobe Lightroom gibt, bereits in mehreren Versionen getestet, zuletzt Version 7 hier . Gegenüber der Vorgänger-Ausgabe in Version 6 konnten wir damals nicht allzu große Veränderungen außer leichten Optimierungen feststellen. Dies hat sich geändert, man erkennt in unseren Screenshots eine verbesserte Darstellung mit weniger Artefakten und etwas optimierter Schärfe.

Endlich ”dunkel“, feine Details

Die auffälligste Veränderung ist bei einer ansonsten unveränderten Benutzeroberfläche die Unterstützung für den Dark Mode, was auf jeden Fall recht schick aussieht. Wichtiger aber sind, wie der Entwickler verspricht, die hochwertigere Bildvergrößerung und auch -Verkleinerung für feine Details und optimierte Voreinstellungen, schnellere Bildvorschau und leistungsfähigere Patch-Verarbeitungsoptionen. Auch die Unterstützung für Raw-Dateien soll sich verbessert haben.

Im Vergleich zu Photozoom Pro 7 fällt uns auf Anhieb erst einmal wenig auf, was den Unterschied ausmacht. Doch in der Praxis bemerken wir bei der Vergrößerung eines Bildes von 70 auf 300 Pixel Auflösung spürbare Optimierungen. Dies erkennt man gut in unseren Screenshots, die einen direkten Vergleich erlauben. Allerdings sollte das Ausgangsbild in sich selbst einigermaßen scharf sein. Und bei der Vergrößerung wird man auch hier einen Kompromiss eingehen müssen zwischen pixeliger wirkender Schärfe (Unschärfemaskierung) oder einer gewissen Weichzeichnung – was sich etwa an Kanten oder besonders sichtbar bei Schrift auswirkt. Mitunter bringt der in der günstigeren ”Classic”-Variante des Tools enthaltene Filter S-Spline XL (gegenüber dem in der Pro-Version exklusiven S-Spline Max) sogar ein bisschen mehr Natürlichkeit und Realismus – das muss man ebenso wie die diversen anderen Filter einfach ausprobieren. Dass die Fotos  in Megabyte gemessen extrem groß werden können, muss man ebenfalls in Kauf nehmen. Hier hilft dann nur ein Optimierungsprogramm weiter.

Ein paar Probleme oder Ärgernisse bleiben. So folgt das Programm immer noch nicht allen Mac-typischen Tastaturkürzeln, die Darstellungsgröße (Zoomvorschau) lässt sich nicht einfach mit Gesten übers Trackpad variieren. Sie ist zudem nur in bestimmten Stufen möglich. Frei wählbare Stufen wären deutlich hilfreicher.

Systemvoraussetzungen und Verfügbarkeit

Photozoom Pro 8 läuft ab OS X 10.9 und ist als Plug-In kompatibel mit bekannten Bildbearbeitungen von Adobe und Corel, die komplette Liste findet man hier . Die Variante für Windows in gleicher Ausstattung setzt dort mindestens Windows 7 (mit Intel oder AMD-Prozessor) voraus. Der Festplattenbedarf mit 100 MB ist gering. In Deutschland wird das Programm für Mac und Windows von Franzis vertrieben, hier findet man die Vollversion zum Preis von 169 Euro , ein Upgrade von einer vorherigen Version schlägt mit 79 Euro zu Buche. Günstigere Varianten sind die ”Classic”-Ausgaben , bei denen man auf einige Tools und Optimierungen verzichten muss, ein Vergleich findet sich hier . Dafür kosten diese nur 59 Euro. Testversionen mit vollem Leistungsumfang sind verfügbar, diese blenden beim Speichern allerdings bis zur Freischaltung ein Wasserzeichen ein.

Fazit und Empfehlung

Photozoom Pro 8 ist nach wie vor ein zwar recht teures, aber effektives Tool, um digitale Fotos mit möglichst wenig Verlust bei der Qualität zu vergrößern oder zu verkleinern. Das Upgrade lohnt sich, wenn man auch auf feinste Details und Optimierungen nach der Bearbeitung achtet und noch mehr Optionen bis hin zum Dark Mode haben möchte. Nach wie vor gilt: Aus einer mangelhaften Vorlage lässt sich kein Meisterwerk zaubern – auch nicht in puncto Schärfe und Klarheit. Die Testversion macht es möglich, dass man sich zuvor ein Bild macht, ob man diese Funktionalität im Vergleich zu seiner normalen Bildbearbeitung braucht oder nicht. Das zumindest würden wir empfehlen.