Der neuen Mac Mini basiert auf dem neuen M1-Chip.

Überraschend hat Apple auch einen neuen Mac Mini mit ARM-Chip vorgestellt, das Modell mit Intel-CPU bleibt in einer Variante mit 6-Core-i5 und 512 GB Speicher für 1.227 Euro aber im Angebot. Optisch wirkt der neue Mini fast unverändert, allerdings ist die Farbe des neuen Gehäuses ein Rückgriff auf die Modelle von vor 2018: Der neuen Mac Mini erhält wieder ein silberfarbenes Gehäuse statt eines in Spacegrau. Die Abmessungen sind identisch, allerdings ist der neue Mac mit einem Gewicht von 1,2 kg um hundert Gramm leichter als der Vorgänger.

Wichtigste Neuerung des neuen Macs ist der neue M1-Chip, auch hier setzt Apple offenbar die gleiche CPU wie im Air und Macbook Pro ein: Einen ARM-Chip mit 8-Kern-CPU, 8-Kern-Grafikkarte und einer Neural Engine mit 16 Kernen.

Preis

Der neue Mac Mini kostet ab 778,85 Euro und ist knapp hundert Euro günstiger als der Intel-Vorgänger. Die günstigste Version bietet 8 GB sogenannte Unified Memory (RAM) und 256 GB SSD. Es gibt noch eine zweite Version mit 512 GB SSD, die aber keine weiteren Unterschiede bietet. Über den Apple Store kann man den Arbeitsspeicher auf 16 GB aufrüsten (224,20 Euro), wahlweise stehen auch 1 TB SSD (448,40) und 2 TB SSD (896,80 Euro) zur Wahl. Eigenes Aufrüsten von RAM und SSD sind nicht möglich.

Hohe Performance

Der neue Chip soll eine deutlich bessere Performance bieten – sowohl in der CPU- als auch in der Grafikleistung. Bei der Angabe der Performance vergleicht Apple den neuen Mac Mini mit dem Vorgängermodell: Code in Xcode soll das neue Modell bis zu dreimal schneller kompilieren, ein Spiel wie „Shadow of the Tomb Raider“ soll dank neuer Grafik bis zu viermal höhere Bildraten bieten, Final Cut Pro eine Timeline bis zu sechsmal schneller rendern können. Dank neuer Engine werden außerdem ML Frameworks wie TensorFlow oder CreateML stark beschleunigt.

Auch die SSD ist schneller als beim Vorgänger, Transferraten von bis zu 3,4 GB/s sind möglich. Bei den Performance-Messungen nutzte Apple allerdings offenbar die Version mit 16 GB RAM, wir sind gespannt, wie die Version mit 8 GB abschneidet.

Der neue Mac Mini soll sich auch für aufwendige Spiele eignen.

© Apple

Leise

Dank eines „fortschrittlichen Wärmemanagements“ soll der Mac Mini auch bei höchster Beanspruchung leise bleiben, im Unterschied zum ARM-Macbook Air bietet er aber weiterhin einen Lüfter.

Sicherheit

Hohe Sicherheit soll eine integrierte Secure Enclave gewährleisten, die Bestandteil des M1 ist. Der bisher separate T2-Chip, den Apple neben den Intel-CPUs verwendete, kann in Rente gehen.

Anschlüsse

Eine Option für 10-Gbit-Ethernet gibt es nicht mehr, nur Gigabit-Ethernet. Zur Verfügung stehen außerdem zwei Thunderbolt/USB 4 und zwei USB-A-Schnittstellen. Für Monitore bietet der Mac einen HDMI-2.0- für Kopfhörer einen Miniklinken-Anschluss. Schade: Der Intel-Vorgänger von 2018 hat vier USB-C-Ports.

Monitore

Zwei Monitore können gleichzeitig angeschlossen werden: ein Monitor mit bis zu 6K per Thunderbolt, per HDMI ein Monitor mit bis zu 4K bei 60 Hz. Display-Port-Monitore werden außerdem nativ über die beiden USB-C-Schnittstellen unterstützt, für Thunderbolt 2, DVI und VGA verweist Apple auf Adapter.

WLAN

Wi-Fi 6 wird unterstützt, ebenso Bluetooth 5, Apple verspricht per WLAN eine Transferrrate von bis zu 1,2 Gbit/s.