iPad Mini 6

Das hatten nur wenige auf dem Schirm. Auf dem Apple Event "Californie Streaming" am 14. September 2021 stellte Apple ein neues iPad Mini vor. Eigentlich hatten Auguren es für einen späteren Event im Jahr vorausgesagt.

Nach eigenen Angaben stellt das neue iPad Mini das größte Update dar, seitdem das Mini-Format existiert (2012). Und das scheint nicht mal übertrieben, denn bereits der erste Blick enthüllt: Hier ist nichts mehr so, wie es einmal war.

Das zeigt sich schon bei er Optik: Das Display füllt nun fast die gesamte Vorderseite aus. Apple nennt es Liquid Retina Display, eine Technologie, die ursprünglich für das iPhone XR entwickelt wurde. Die True Tone Funktion passt die Farbdarstellung an das Umgebungslicht an, und eine aufwändigere Entspiegelung soll für weniger Reflexionen auf der Oberfläche sorgen. Helligkeit und Farbraum bleiben gegenüber dem Vorgängermodell unverändert (500 cd/qm und P3-Farbraum). Die Bilddiagonale wächst allerdings von 7,9 auf 8,3 Zoll. Damit erhöht sich auch die Anzahl der Pixel (2266 mal 1488), was für mehr Platz für Icons und andere Elemente auf dem Bildschirm sorgen dürfte.

Der Homebuttton ist verschwunden, der Fingerabdruckscanner wandert in den Screenlock-Button an die obere Kante des Gehäuses. Ja, „Kante“, denn das Gehäuse ist jetzt nicht mehr abgerundet, sondern folgt der eckigen iPad-Formsprache, die Apple mit den Pro-Modellen eingeführt und inzwischen auch auf das Air-Modell ausgedehnt hat. Das Gehäuse besteht laut Apple nun aus 100 Prozent recyceltem Aluminium und man hat die Wahl zwischen vier Gehäusefarben: Space Grau, Rosé, Violett und Polarstern (eine Art Beige). Bei allen Farben ist die Bildschirmumrandung an der Vorderseite nun schwarz. Eine Variante mit weißem Rand gibt es nicht mehr.

Schnellster mobiler Apple-Prozessor im iPad Mini

Der brandneue Apple A15 Bionic Chip aus den iPhone-13-Modellen arbeitet auch im neuen iPad Mini.

© Apple

Überraschend ist, dass Apple dem iPad Mini den neuesten und damit auch schnellsten mobilen Prozessor spendiert, den A15 Bionic, der ebenfalls in den iPhone-13-Modellen eingesetzt wird. Er soll 80 Prozent schnellere Grafikleistung und 40 Prozent schnellere CPU-Leistung bringen. Eine 16-Core Neural-Engine und neue ML Beschleuniger in der CPU kümmern sich um maschinelles Lernen, das damit doppelt so schnell sein soll, wie beim Vorgängermodell.

Mit an Bord ist nun auch die schnelle 5G-Mobilfunktechnik, allerdings wie immer nur bei den etwa 170 Euro teureren Cellular-Modellen. Die WiFi-Varianten (ohne 5G) bekommen allerdings auch mehr Speed, hier werkelt nun ein WLAN-Chip mit WiFi-6-Technologie.

Schade: Beim SSD-Speicher hat man nur die Wahl zwischen 64 und 256 GB (170 Euro Aufpreis). Dem Basismodell hätte Apple inzwischen ruhig 128 GB spendieren können.

Die Welt von USB-C

Ebenfalls von den Pro-Modellen übernommen: der USB-C-Anschluss. Damit hat Lightning nun auch im iPad Mini ausgedient. Die Übertragungsgeschwindigkeit von USB C ist deutlich höher (bis zu 5 GBit/s) und die Anschlussmöglichkeiten wesentlich flexibler. Apple demonstrierte dies beispielsweise mit einem Ultraschall-Sensor, den man direkt ans iPad Mini anschließen kann. Externe Monitore (bis 4k-Auflösung), Kameras, USB-Sticks, Netzwerk-Komponenten etc. sollten sich damit also direkt am neuen iPad Mini nutzen lassen. Ein USB-C-Ladegerät mit 20 Watt Leistung liegt bei.

Auch beim Sound hat sich etwas getan, Apple baut nun zwei Lautsprecher ins iPad Mini ein, die im Querformat ein echtes Stereoklangbild erzeugen sollen.

Zwei Lautsprecher sorgen nun für echten Stereosound, zumindest dann, wenn man das iPad Mini im Querformat hält.

© Apple

Neue Kameras mit Centerstage und Blitz

Das neue iPad Mini bekommt eine Ultra-Weitwinkelkamera auf der Vorderseite, mit der man die Centerstage-Funktion nutzen kann.

© Apple

Auch die Kameras wurden überarbeitet. Auf der Rückseite kommt eine 12-Megapixel-Kamera zum Einsatz (bisher 8 Megapixel), der ein True-Tone-LED-Blitz zu Seite steht. Das ist ein First fürs iPad Mini, einen Blitz gab es hier bislang nicht.

Die Frontkamera bekommt eine Ultrawide-Linse (ebenfalls mit 12 Megapixel, vorher 7 Megapixel), mit der Apples „Centerstage“ Technik möglich wird. Dabei folgt der Bildausschnitt bei Videokonferenzen automatisch den Gesichtern der Teilnehmer und ändert gegebenenfalls auch den Zoom-Faktor, um mehrere Personen abzubilden, wenn diese den Kamerabereich betreten.

Ebenfalls neu: Das iPad Mini unterstützt nun den Apple Pencil der zweiten Generation, der mehr Möglichkeiten bietet. Er kostet 135 Euro extra.

Ein neues Smart Folio gibt es ebenfalls, in fünf verschiedenen Farben.

Preise und Verfügbarkeit

Folgende Modelle bietet Apple an:

  • Basismodell (WiFi) 64 GB: 549 Euro

  • Basismodell (WiFi) 256 GB: 719 Euro

  • Wifi+Cellularmodell (5G): 64 GB: 719 Euro

  • Wifi+Cellularmodell (5G): 256 GB: 889 Euro

  • Smart Folio: 65 Euro

  • Apple Pencil (2.Generation): 135 Euro

Alle neuen iPad-Mini-Modelle lassen sich ab sofort vorbestellen, sie werden ab dem 24.9.2021 ausgeliefert.

Zeitgleich hat Apple auch ein neues iPad vorgestellt, es handelt sich bei der Einsteigerversion um die mittlerweile neunte Generation