Praktischer Ladeständer - Magsafe nicht erforderlich

Akkus aufladen ohne Kabel, wie das im Prinzip funktioniert, zeigt Apple seit 2015 bei der Apple Watch, dem ersten Gerät aus Cupertino völlig ohne Buchse. Strom bekommt der Akku per Induktion, von einem Puck-förmigen Ladegerät, in das eine Spule eingebaut ist. Deren Wechselfeld induziert in einer in die Watch verbauten Spule einen Strom, der wiederum die Batterie der Uhr lädt.

Das Prinzip ist also bekannt, während die Konkurrenz derartige Techniken schon länger in seine Smartphones verbaut, bietet Apple erst seit 2017 mit den Modellen iPhone X und iPhone 8 (Plus) Laden per Induktion an. Erst musste die Rückseite  - wie früher bei den iPhones 4 und 5 - wieder aus Glas werden, die Aluminium-Rücken der 6er und 7er schirmen die Magnetfelder zu stark ab, um nennenswert Energie transferieren zu können.

Mit dem iPhone X (und den 8ern) im Jahr 2017 zeigte Apple aber auch stolz eine Lösung für das Laden nebenbei: Die Ladematte Airpower, die gleichzeitig Apple Watch, iPhone und die Ladeschachtel der Airpods (Pro) – die 2017 ebenfalls induktiv wurde – mit Energie zu versorgen. Die Idee dahinter: Egal, wo iPhone, Apple Watch und Airpods-Hülle platziert sind, sie bekommen jeweils die theoretisch maximale Ladeleistung von zunächst 7,5 Watt und später 10 Watt oder gar mehr. Die Sache hatte einen Haken: Offenbar bekam Apple die dafür komplexe Sensorik und Steuersoftware nicht in den Griff, denn um optimale Ergebnisse zu erzielen, müssen sich Sender- und Empfängerspule recht nahe kommen – die elektrische Feldstärke sinkt mit dem Quadrat des Abstandes. Auf diskrete Plätze für iPhone, Apple Watch und Ladeschachtel wollte Apple verzichten - und scheiterte. Im Jahr 2019 hatte Apple das für 2018  versprochene Produkt Airpower endgültig zu den Akten gelegt .

Magsafe hält gut fest - es geht aber auch anders

Mit der Magsafe-Technologie, die Apple zusammen mit den iPhones 12 im letzten Herbst präsentierte, kam ein Eingeständnis des Scheiterns: Denn nun lässt Apple eben die beiden Spulen so dicht und so sicher vor Verrutschen wie nur möglich platzieren, Magnete im iPhone-Rücken halten den Ladepuck (auch hier!) an der richtigen Stelle fest. Zusammen mit einem ausreichend dimensionierten Ladegerät (20 Watt über PD 3.0) sind bis zu 15 Watt Leistung beim Laden möglich - da braucht man an sich kein Ladekabel mehr.

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Anstatt einer Airpower bietet Apple nun selbst ein Magsafe-Duo-Ladegerät an, für einen stolzen Preis. Apple Watch und iPhone sind darauf bestens verstaut und laden so schnell wie möglich. Die Apple Watch lässt sich auch auf die Seite gestellt montieren, sie dient somit als Nachttischuhr. Aber wozu braucht man die vollen 15 Watt, wenn man ohnehin über Nacht lädt oder auch sonst Zeit keine Rolle beim Ladevorgang spielt? Immerhin: Auch ältere iPhones ab dem Modelljahr 2017 lassen sich an Apples Lösung, die  149 Euro kostet , aufladen. Sie sind dann aber nicht so sicher vor Verrutschen wie die Magsafe-Modelle.

iPhone 12 Pro im Test: Apples S-Klasse

Aber gegen Verrutschen gibt es auch eine andere Lösung, die Mophie mit seinen Ladedocks präsentiert. Wir haben als Besitzer von Airpods Pro, iPhone und Apple Watch das Mophie 3-in-1 Wireless Ladedock ausprobiert, das Apple exklusiv in seinem Store anbietet . Neben unserer Schlafstatt ersetzt das formschöne Dock (gibt es wahlweise in Schwarz oder Weiß)  ein bei Amazon billig erworbenes Gerät , das die Apple Watch aus nicht nachvollziehbaren Gründen nicht mehr lädt - und beim iPhone 11 von Anfang an Probleme hatte, es über Nacht mit Strom zu versorgen. Denn in der liegenden Anordnung muss man das Telefon eben sehr genau positionieren und dort exakt belassen.

Akkurate Ladung auf dem Nachttisch

Die Sorge, morgens einen leeren Akku vorzufinden, nimmt uns Mophie beim 3-in-1-, aber auch beim eng verwandten 2-in-1 Wireless Charging Stand .  Wie der Name schon sagt, steht das iPhone aufrecht, leicht schräg, von der Induktionsladefläche gestützt und von einer Gummimatte an der Unterseite gegen Verrutschen geschützt: Safe auch ohne Magnet. Die Apple Watch ist hier wie bei Apples Lösung und anders als bei der von uns zuvor benutzten im Nachttischmodus ausgerichtet, nebenan haben noch Induktionsladeschachteln in einer Mulde Platz.

Macht sich gut auf dem Nachttisch

© Macwelt

Strom bezieht die Lösung über das mitgelieferte 25-Watt-Netzteil. Mophie verspricht eine Ladeleistung von 7,5 Watt, was für diese Zwecke und vor allem ältere iPhones völlig ausreicht. Beim 2-in-1 ist eine USB-A-Buchse vorhanden, um die Airpods-Schachtel neben iPhone und Apple Watch auch noch laden zu können - eleganter ist natürlich die 3-in-1-Lösung, die Apple in seinem Store für 149 Euro verkauft.

Fazit

Für anständige Preise bekommt man von Mophie eine hochwertige und durchdachte Ladelösungen für iPhone, iPad und Apple Watch. Der Preis für die 3-in-1 Wireless Ladestation ist der gleich für Apples Magsafe-Lösung (149 Euro), lädt aber die Airpods gleich noch mit auf.  Etwas günstiger ist die 2-in-1-Variante ( 110 Euro im Mophie-Shop ), wer nur iPhone und Airpods-Ladeschachtel mit frischer Energie durch Auflegen versorgen möchte, kann zum Dual Wireless Ladekissen greifen, das ebenso 110 Euro bei Mophie kostet . Die Airpower vermissen wir überhaupt nicht.