Macbook Pro 16 Zoll M1 Max: A Beast of a Machine!

Schon beim Auspacken wird klar: Dieser Mac ist anders, in vielerlei Hinsicht anders. Im Vergleich zum gerade einmal zwei Jahre alten Intel-Macbook Pro mit 16-Zoll-Display fallen die äußerliche Veränderungen sofort auf.

Das Gehäuse fühlt sich dicker an, obwohl es sogar etwas dünner ist ( wenn man die Gummifüße nicht mitzählt ). Das Design wirkt weniger schlank, eher massiv und solide. Grund dafür ist, dass das neue Gehäuse an den Kanten nicht mehr spitz zuläuft sondern rechtwinklig bleibt. Hm, das erinnert uns doch an etwas? Richtig, schaut man sich die Macbooks aus dem Zeitalter vor dem Unibody-Design genauer an (vor Ende 2008) erkennt man die Ähnlichkeiten im Design. Apple wendet sich also nicht nur mit dem M1-iMac in der Zeit zurück (Farben, weiße Rahmen) sondern zieht das Retrodesign nun auch beim Macbook Pro durch. Früher war halt doch alles besser, naja fast jedenfalls.

Auffällig ist weiterhin, dass Apple auf den Schriftzug „Macbook Pro“ unterhalb des Displays verzichtet. Auch hier eine Parallele zum M1-iMac , bei dem das Apfel-Logo unterhalb des Displays ebenfalls abhanden gekommen ist. Apple scheint hier ein gewisses Understatement etablieren zu wollen. Den Apfel auf der Rückseite des Macbook-Displays gibt es freilich weiterhin, und der wurde sogar etwas größer. Soweit geht die neue Bescheidenheit dann doch nicht.

Doch der Schriftzug ist nicht ganz verschwunden, Apple hat ihn lediglich gut versteckt. Schaut man sich die Unterseite des Macbook Pro an, prangt dort „Macbook Pro“ in großen eingefrästen Lettern. 

Der Schriftzug „Macbook Pro“ wandert auf die Unterseite des Gehäuses. Das ist Apples neue Bescheidenheit.

Touchbar adé

Klappt man das Display auf, gibt es gleich die nächsten Überraschungen: Die Touchbar ist verschwunden. Das Experiment mit dem Multitouch-berührungsempfindlichen Displaystreifen, statt mechanischer Funktionstasten, dürfte damit endgültig zu Grabe getragen sein .

Ich persönlich finde die Touchbar durchaus sinnvoll, wenngleich ich sie in der Praxis tatsächlich nur selten einsetze. Die Zusatzinformationen, die hier je nach App immer mal wieder auftauchen sind mir willkommen. Nun gut, es geht auch ohne.

Die nächste Auffälligkeit: Der Untergrund der Tastatur ist schwarz und nicht mehr in der Gehäusefarbe. Das hat mich nun doch zunächst irritiert, denn die Tasten lassen sich optisch nicht mehr so recht voneinander abgrenzen. Spätestens wenn die Tastenbeleuchtung anspringt, ist das jedoch passé. Dennoch frage ich mich, was Apple zu diesem Schritt bewogen hat. Schaut man genauer hin, wird es klar: Bislang musste Apple das Aluminium der Gehäuseoberseite für jede einzelne Taste ausfräsen. Nun gibt es nur noch eine einzige große Ausfräsung und die Tastatur wird als Ganzes separat gefertigt und in die Gehäuseoberseite eingepasst. Das ist nicht nur billiger in der Fertigung, es geht auch deutlich schneller. Allerdings erscheint die Tastatur bei kräftigen Tastendrücken dadurch ein klein wenig wackeliger. Dennoch, Tastenanschlag und -hub sind genauso gut, wie beim Intel-16-Zöller von 2019. Im Alltagstest treten keine Probleme auf.

Die Notch

Nun kommt der Moment, in dem sich das Display aktiviert, und … oh weh, eine Notch! Ja, die Notch … darüber wurde im Netz schon viel diskutiert und natürlich auch gehöhnt. Ich persönlich stehe der Notch eher pragmatisch gegenüber. Sie hat mich beim iPhone nie wirklich gehört und sie stört mich auch hier nicht. Im Gegenteil: Ohne Notch wäre das Display vermutlich in der Höhe etwas kleiner ausgefallen, ich betrachte also nicht die Notch, sondern die zusätzliche Displayfläche links und rechts davon. Und die ist mir wahrlich willkommen.

Beim Mac fällt die Notch zudem deutlich weniger auf, als beim iPhone, denn ganz oben am Rand befindet sich schließlich (fast) immer die Menüleiste. Apple hat die Notch hier clever Integriert, denn die Leiste ist in der macOS-Version Monterey etwas dicker geworden, sodass ihre Höhe der der Notch entspricht. Hier erkennt man wieder Apples Sinn für Details, denn bei anderen Macs bleibt die Menüleiste schlanker.

macOS Monterey sorgt automatisch dafür, dass Menüs nicht unter der Notch verschwinden. Voraussetzung ist allerdings, dass Entwickler sich an Apples Programmiervorgaben für Menüs in der Menüleiste halten und keine eigenen Wege gehen.

Was passiert, wenn man ein Programm benutzt, das so viele oder lange Menüs darstellt, dass sie in die Notch hineinrutschen? Nun, genau das probieren wir aus und schreiben kurzerhand eine kleine App in SwiftUI, die jede Menge lange Menüs beinhaltet. Keine Überraschung: macOS Monterey sorgt selbst dafür, dass kein Menü unter der Notch verschwindet. Allerdings muss man sich als Entwickler am Riemen reißen und keine Hacks in der Menüleiste verwenden. Hält man sich an Apples Vorgaben, geht alles glatt.

Der zweite Problemfall ist der Fullscreen-Modus. Beinahe jedes Programm lässt sich bildschirmfüllend betreiben, ein Klick auf das grüne Ampel-Icon im Fenster oben links genügt. Auch in diesem Fall verhält sich macOS clever. Der Fullscreen-Modus reicht hier nicht bis ganz nach oben an den Displayrand, er endet unterhalb der Notch. Erst wenn man mit der Maus ganz nach oben fährt erscheint die Menüleiste um die Notch herum. Auch hier also keine Abzüge in der B-Note, Apple hat seine Hausaufgaben gemacht.

Promotion-Display mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung

Nun zum Display an sich. Hier hat sich technisch richtig was getan, denn erstmals setzt Apple bei einem Mac Mini-LEDs als Hintergrundbeleuchtung ein. Tausende kleine weiße LEDs sitzen direkt hinter den LCD-Zellen und durchleuchten diese. Je nach Bildinhalt dimmt der Mac diese LEDs, zusammengefasst in so genannte Local Dimming Zones. Besondere bei dunklen Bildinhalten, beispielsweise bei Filmen oder Videos soll das zu einem tiefem, satten Schwarz führen, wie man es normalerweise nur von OLED-Displays her kennt. Das Resultat soll eine nie dagewesene Kontrastrate sein. Wir messen nach und ermitteln tatsächlich einen neuen Rekordwert von über 10.000 zu 1 beim Kontrastverhältnis.

Und auch in der Praxis fällt das Display positiv auf. Die Farben erscheinen knackig, mit wunderbar fein abgestuften Farbverläufen (intern arbeitet das Display mit 10 Bit pro Farbkanal), Schwarz ist wirklich Schwarz und nicht Grau, wie bei herkömmlichen LCD-Displays. Zwar lassen sich Farbverschiebungen mit dem Blickwinkel immer noch wahrnehmen, aber diese sind nicht dramatisch.

Auch die Helligkeit überzeugt, wir messen knapp 500 cd/qm. Im HDR-Modus kann das Display jedoch kurzzeitig deutlich heller leuchten.

Promotion ist per Default eingeschaltet, es lässt sich allerdings in der Systemeinstellung „Monitor“ deaktivieren. Die Bildrate kann man hier auf einen festen Wert einstellen. Das dürfte vor allem beim Bearbeiten von Videos nützlich sein.

Nicht nur bei der Hintergrundbeleuchtung, auch bei der Bildfrequenz greift das neue Display massiv ein. „Promotion“ nennt Apple die Technik, die die Bildfrequenz je nach Anforderung anpasst. Im Betrieb bedeutet das, dass die Bildwechselfrequenz bei statischen Inhalten, wenn sich also nichts auf dem Bildschirm bewegt, massiv absinkt. Apple sagt nicht genau wie weit, aber vermutlich auf unter 10 Hertz. Das spart vor allem Akkukapazität. Auf der anderen Seite kann sie aber bis auf 120 Hertz wachsen, vor allem dann, wenn man schnell in langen Dokumenten oder Webseiten hoch- oder herunterscrollt.

Promotion lässt sich in der Praxis durchaus optisch erkennen. Scrolling läuft unsagbar flüssig, glatt und ruckelfrei. Auch bei Spielen kann das Promotion-Display Vorteile bringen und für eine bessere Reaktionszeit der Spieler sorgen.

Falls man dennoch einmal eine feste Bildrate benötigt, beispielsweise beim Videoschnitt, lässt sich diese in der Systemeinstellung „Monitor“ festlegen.

Mehr Anschlüsse

Es gibt wieder mehr Schnittstellen! Apple besinnt sich auf gute alte Werte und führt diverse bekannte Ports wieder ein. Allen voran der Magsafe-3-Anschluss. Er kommt nun in einem noch flacheren Stecker, ist also nicht kompatibel zu Magsafe 2 oder 1. Dafür gibt es nun einen Schnelllademodus, den wir auch gleich ausprobieren. Das beiliegende 140-Watt-Netzteil hat demnach durchaus seine Berechtigung. Ist der Akku komplett entladen, zieht das Netzteil beim Ladevorgang in den ersten Minuten über 130 Watt aus der Steckdose und nach etwa einer Stunde und 45 Minuten ist der Akku wieder auf 100 Prozent. Eine tolle Sache!

Auch prima: Weiterhin kann man das Macbook auch über USB-C aufladen. Alte Ladegeräte muss man also nicht entsorgen. Das beiliegende Netzteil geht da mit gutem Beispiel voran, denn das Magsafe-Kabel ist nicht fest, sondern über eine USB-C-Buchse angeschlossen. So kann man sowohl das Kabel an anderen Ladegeräten, als auch das Netzteil an anderen Notebooks zum Laden verwenden. Ja, das wurde Zeit!

Außerdem gibt es einen HDMI-Port und einen SD-Karten-Slot. Beides sind Schnittstellen, die man beim Vorgänger schmerzlich vermisst hatte und mühsam durch externe Adapter nachrüsten musste.

Der HDMI-Port arbeitet nach dem Standard 2.0 und unterstützt 4k-Displays mit maximal 60 Hz. Apple greift hier leider nicht auf den moderneren HDMI-Standard 2.1 zurück, der bis zu 120 Hz an 4k leistet. Das klingt wie eine Einschränkung, in der Praxis dürfte das aber nur geringe Bedeutung haben. 4k-Auflösungen in 120 Hz werden überwiegend bei eSports, also Spielen angewendet. Selbst Profis im Videoschnitt kommen in der Regel mit 60 Hz aus.

Nicht vergessen sollte man die drei Thunderbolt-4-Anschlüsse. Das ist zwar einer weniger als beim Intel-Vorgänger aber dank zusätzlichem Magsafe-Ladeanschluss bleibt ein USB-C-Port ja frei.

Verbesserter Audio-Ausgang

Was Apple bislang gar nicht groß kommuniziert hat: Auch der Kopfhörer-Ausgang wurde verbessert und an professionelle Ansprüche hin angepasst. Er kann nun den Anschlusswiderstand (Impedanz) des angeschlossenen Geräts erkennen und passt den Pegel für Kopfhörer mit niedriger oder hoher Impedanz sowie für Audiogeräte mit Line-Pegel an. Bei Kopfhörern mit einer Impedanz von weniger als 150 Ohm liefert der Ausgang nun bis zu 1,25 Volt Spannung. Bei Kopfhörern mit einer Impedanz von 150 Ohm bis ein Kilo-Ohm steigt die Spannung auf 3 Volt.

Ein Test mit einem Sennheiser HD 820 (300 Ohm Impedanz) zeigt die Wirkung deutlich. Die Lautstärke steigt im Vergleich zu anderen Macs deutlich vernehmbar an. Der Klang bleibt kraftvoll, knackig und reicht tief in den Bassbereich hinab.

Außerdem wandelt der interne DAC nun mit bis zu 96 kHz, was das verlustloses Abhören von HiRes-Aufnahmen ermöglicht. Letztlich kann dieser verbesserte Kopfhörerausgang die Anschaffung eines externen DAC mit Kopfhörerverstärker durchaus überflüssig machen. Man spart also Geld.

Neue Kamera - aber kein Center Stage

Die Kamera hat Apple endlich verbessert, das war lange überfällig. Videokonferenzen in Facetime, Zoom, WebEx, Microsoft Teams oder anderen Tools, sehen jetzt deutlich besser aus. Aber leider hat Apple die Gunst der Stunde verpasst und Center Stage nicht integriert. Diese Funktionen, die auf einer Ultra-Weitwinkelkamera basiert und im iPad Pro und iPad Mini 6 zum Einsatz kommt, erleichtert Videokonferenzen enorm, denn man muss sich nicht mehr um den korrekten Bildausschnitt kümmern. Schade, das hätten wir uns wirklich im Mac gewünscht.

CPU- und GPU-Leistung

Kommen wir nun zum Highlight im Inneren des Macbook Pro, dem Prozessor M1 Max. Apple hat hier wahrlich nicht gekleckert, sondern ordentlich geklotzt. Über seine Fähigkeiten wurde in der Theorie schon ausführlich berichtet – wir rücken dem Chip nun in der Praxis auf den Leib.

Zehn CPU-Kerne, acht davon Firestorm-Versionen mit hoher Leistung, das muss sich natürlich bemerkbar machen. In Multicore-Benchmarks wie Geekbench 5 oder Cinebench 23 erreicht der Chip dann auch neue Rekordwerte – hier die Ergebnisse im Detail:

In der täglichen Arbeit fällt vor allem eins auf: Das Macbook Pro ist schnell, sauschnell! Um diesen gefühlten Eindruck zu erhalten, geht es um Sekundenbruchteile. Beim Start von Programmen, beim Klick auf Buttons, beim Auslösen von Funktionen in Menüs, nie hat man den Eindruck, dass hier was hängt. Stets reagiert das Macbook prompt, quasi instantan. Der berüchtigte „Beachball“ erschien während der zwei Wochen nicht ein einziges Mal.

Wir greifen uns ein paar spezielle Szenarien heraus, die wir genauer betrachten wollen: Im Bereich Videoschnitt soll der Hardware-ProRes-Video-Codec Unterstützung bieten. Dazu exportieren wir ein knapp fünf Minuten langes-HD-Video ins Format ProRes 422. Das 5-Gigabyte große Resultat schreibt das Macbook Pro M1 Max in 19 Sekunden auf die SSD. Der Intel-Vorgänger benötigt dazu mit 42 Sekunden mehr als doppelt so lang. Unfassbar!

Um die  Fähigkeiten der 32-Kern-GPU auszuloten, setzen wir Gaston 4 von Richard Kurz ein. Freundlicherweise stellt uns Richard den Quellcode der neuen Version zur Verfügung und wir kompilieren diesen mit Xcode 13 für den M1-Max-Chip.

Gaston berechnet einen Ausschnitt der Mandelbrot-Menge auf vielen verschiedenen Wegen (CPU, GPU, Swift, C, Open CL, Grandcentral Dispatch, Metal etc). Einen davon greifen wir heraus. Wir nutzen im Test Apples Metal-API (also alle verfügbar GPUs) und lassen den Ausschnitt mit einer Auflösung von 8192 mal 8192 Pixeln berechnen. Schon der M1 aus dem Mac Mini von 2020 reicht an das Intel-Modell heran, doch das Ergebnis von über 2000 Gflops übertrifft die Leistung der diskreten AMD-CPU des Intel-Macbook-Pro von 2019 um das Dreifache. Ein beeindruckendes Ergebnis für eine integrierte GPU.

High-Power-Modus

Doch es soll noch schneller gehen: Ausschließlich dem 16-Zoll-Modell ist der so genannte „High-Power-Modus“ (im Deutschen „Hohe-Leistung“ genannt) vorbehalten. Man aktiviert ihn in der Systemeinstellung Batterie. Wir führen sämtliche Leistungstests einmal im High-Power-Modus und einmal in der Einstellung „Automatisch“ durch. Signifikante Änderungen stellen wir allerdings nicht fest. Der High-Power-Modus beeinflusst offensichtlich lediglich die Lüftersteuerung. Bei extrem hoher Last der CPU und gleichzeitig der GPU springen die Lüfter früher an und sollen die Rechenleistung länger hoch halten.

In der Systemeinstellung „Batterie“ lässt sich ein High-Power-Modus aktivieren. Der bringt im Test aber nur bei extremer Dauerlast der GPU wirklich einen Unterschied, da die Lüfter hier früher anlaufen.

Ein spezieller Long-Term-Load-Test mit dem Benchmark-Tool „ APSI Bench “ ergibt ebenfalls keine messbaren Änderungen. Die CPU bleibt selbst nach 20 Minuten Höchstlast bei etwa 90 Prozent ihrer Leistungsfähigkeit. Das Intel-Macbook von 2019 hingegen bricht nach etwa fünf Minuten auf nur noch 49 Prozent der Leistungsfähigkeit zusammen.

Im High-Power-Modus ändert sich am Verhalten des M1 Max auch hier nichts.

Wärmeentwicklung

Erstaunlich ist die Effektivität des M1 Max. Wo der Intel-Mac bereits nach wenigen Sekunden hörbar die Lüfter hochdreht, bleibt der M1 Max standhaft cool. Nach zwei Wochen Betrieb mit teilweise irrer CPU- und GPU-Belastung war mir nicht wirklich klar, ob das Macbook überhaupt einen Lüfter hat. Erst ein extremer Belastungstest mit dem auf Apple-Silicon-Chips hin optimierten Benchmark-Tool 3D Mark Wild Life Extreme in einer Dauerschleife fördert ein vernehmbares Lüftergeräusch zutage, das aber eher moderat bleibt.

Das bedeutet: In der Praxis werden Sie dieses Macbook nicht hören! Das ist besonders in geräuschempfindlichen Umgebungen wie beispielsweise in Tonstudios ein unschätzbarer Vorteil.

Akkulaufzeit

Zum Schluss lassen wir noch unserer Standard-Akku-Laufzeit-Tests auf das Rechenmonster los. Was sich schon in den Leistung- und Geräuschtests ankündigte, setzt sich hier konsequent fort. In beiden Tests, sowohl beim Worst-Case-Szenario (MP4-Video abspielen bei 100 Prozent Display-Helligkeit) als auch im praxisnahen Surftest erzielt das Macbook Pro neue Rekorde. Fast 16 Stunden läuft es im Surftest und der Videotest ergibt unglaubliche 10 Stunden und 30 Minuten. Das ist mehr als Doppel so lange wie beim Intel-Macbook. Bravo Apple!

Fazit und Ausblick

Apple treibt den Paradigmenwechsel mit Riesenschritten voran. Erst der M1, der Maßstäbe bei den Einstiegs-Macs setzt und nun das Macbook Pro mit M1-Max-CPU. Unsere Test zeigen, dass das Konzept, das Apple hier gewählt hat nicht nur aufgeht, es wird den Markt der mobilen Computer revolutionieren. Intel und AMD müssen reagieren, wenn sie hier mithalten wollen. Man kann davon ausgehen, dass sich beide Chip-Riesen ebenfalls dem SoC-Design mit ARM-Kernen zuwenden werden. Eine ARM-Version von Microsoft Windows gibt es ja bereits, zumindest als Beta .

Spannend bleibt jedoch, was Apple mit einem großen iMac und letztlich mit dem Mac Pro vorhat. Im iMac dürfte die gleiche M1-Max-CPU sicher zunächst für ausreichende Leistung sorgen, evtl. mit noch besserer Kühlung und weiter an die Grenzen gehenden Taktfrequenzen.

Beim Mac Pro jedoch muss sich Apple jedoch noch etwas mehr einfallen lassen, vor allem, was die Aufrüstbarkeit angeht. Doch das dürfte ein Thema für 2022 werden.