Keine Kabel, keine Cloud: Die EufyCam E im Test.

Der erste Eindruck ist schon einmal positiv: Im Lieferumfang befindet sich alles, was man braucht, um direkt anfangen zu können: Neben zwei Überwachungskameras und der Zentrale liefert der Hersteller Anker darüber hinaus:

  • Montagematerial (zur Befestigung an der Hauswand o.ä.)

  • ein Netzwerkkabel (für den Anschluss an der Zentrale)

  • ein MicroUSB-Kabel (um die Kameras zu laden)

  • einen Warnaufkleber, welcher auf die Videoüberwachung des Grundstücks hinweist.

Außerdem hat der Hersteller für jede Kamera eine magnetische Befestigung für den Innenbereich und eine Schraubbefestigung für den Außenbereich mit in das Paket gelegt.

Die beiden Überwachungskameras sind kompakt und machen einen robusten und hochwertigen Eindruck. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass auch die Zentrale („Home Base“ genannt) vergleichsweise kompakt ist und somit neben dem Router, an welchen sie angeschlossen werden muss, nicht viel Platz beansprucht.

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EufyCam E

Hersteller

Eufy

Preis

400, -

Vorteile:

Kein Cloud-Abo

Nachteile:

keine schwerwiegende

Alternative:

Nest Cam Outdoor

Die HomeBase von EufyCam E

© Manuel Braun

Einrichtung der Kameras

Die Einrichtung der Überwachungskameras ist schnell erledigt, halten Sie sich einfach an folgende Schritte:

  1. Nachdem Sie die Smartphone App (Eufy Security) heruntergeladen haben, können Sie dies ganz leicht über die App einrichten. Anschließend müssen Sie noch die Zentrale an den Router anschließen und einschalten.

  2. Warten Sie einen kurzen Augenblick, bis die LED auf der Vorderseite der Home Base von der Farbe Rot zu Weiß wechselt.

  3. Halten Sie als nächstes die Sync-Taste auf der Home Base zwei Sekunden lang gedrückt bis die Ansage „Die Home Base kann eingerichtet werden“ zu hören ist.

  4. Drücken Sie nun die Sync-Taste auf der Kamera und warten Sie bis sich die Kamera mit der Home Base verbindet. Anschließend ordnen Sie die Kamera dem gewünschten Bereich (zum Beispiel Wohnzimmer, Garten etc.) zu.

In unserem Test hat die Einrichtung auf Anhieb funktioniert. Nach ungefähr 10-15 Minuten war die EufyCam E einsatzbereit.
Konfiguriert wird das Überwachungssystem mit der Smartphone-App des Herstellers, die für Android und iOS-Geräte verfügbar ist und sich intuitiv bedienen lässt.

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Tipps und Tricks für längere Akkulaufzeiten

Die Eufy Security App kann mit einer aufgeräumten Oberfläche und einer einfachen Bedienung überzeugen. Während die App auf unserem iPhone X schnell geöffnet wird, dauert es rund drei bis vier Sekunden, bis sie das Livebild der Kamera anzeigt. Die kleine Verzögerung ist so zu erklären, dass die Zentrale nicht permanent die Funkverbindung zur Kamera hält, sondern diese erst bei Bedarf herstellt (wenn eine Bewegung registriert oder das Livebild der Kamera abgerufen wird).

Dadurch wird auch der Kamera-Akku geschont. Um eine lange Akkulaufzeit zu erreichen, zeichnet die Kamera nicht permanent auf, sondern nur dann, wenn eine Bewegung registriert wird, wobei zwischen drei Betriebsmodi gewählt werden kann:
 
1. Optimale Akkulebensdauer : Die maximale Videolänge beträgt 20 Sekunden. Das System passt die Erkennungszeit automatisch an, um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, dass dasselbe Objekt in kurzer Zeit zweimal erkannt wird.
2. Optimale Überwachung : Der Videoclip kann bis zu 60 Sekunden lang sein. Das System versucht, jedes Ereignis möglichst genau aufzuzeichnen.
3. Individuelle Konfiguration : In diesem Modus können Sie die Videolänge und die Erkennungsdauer individuell anpassen, wobei Videos eine maximale Länge von 120 Sekunden haben können.
 
Der integrierte Akku der Kameras soll laut Hersteller bei einer üblichen Nutzung mit dem Modus „optimale Akkulebensdauer“ rund ein Jahr lang durchhalten. Ob die Kameras diesen Wert im Alltag tatsächlich erreichen, wird der Langzeittest zeigen. Falls der Akku doch einmal leer sein sollte und geladen werden muss, so kann dies über ein mitgeliefertes USB Kabel auf der Rückseite der Kamera geschehen.

Auf der Rückseite befindet sich der Anschluss zum Aufladen.

© Manuel Braun

Funktionsübersicht

Die Kamera bietet alle Funktionen, die sich auch bei den Konkurrenten finden. Das System informiert mit einer Push-Nachricht auf dem Smartphone, sobald eine der Kameras eine Bewegung registriert. Die Bewegung wird auf der SD-Karte in der Home Base gespeichert und kann über die App angesehen werden.

Damit man nicht permanent über Bewegungen informiert wird, obwohl man sich Zuhause aufhält, unterstützt das System die zwei Modi "Zuhause" und "Abwesend". Jeder Modus kann entsprechend konfiguriert werden. In der App lässt sich zudem ein Plan hinterlegen, damit die Kamera zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Tagen automatisch in den entsprechenden Modus wechselt. Der Betriebsmodus der Kamera kann darüber hinaus mit einem Zeitplan gewechselt werden.

Eine Neuerung ist, dass das System mit einer Sirene ausgestattet ist, die manuell oder Automatisch aktiviert werden kann. Bei der automatischen Aktivierung der Sirene sollte man allerdings bedenken, dass es immer mal wieder zu einem Fehlalarm kommen kann, zum Beispiel dann, wenn Sie Haustiere besitzen. Deshalb ergibt es durchaus Sinn, die automatische Aktivierung der Sirene nur im Innenbereich zu verwenden. Die Überwachungskameras sind zudem mit Amazon Alexa kompatibel.

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Fazit

Im Gegensatz zu vielen Konkurrenzprodukten funktioniert die Kamera ganz ohne Cloud-Abo, da die Videos auf der Speicherkarte in der Home Base abgelegt werden. Ein Nachteil des lokalen Speichers ist allerdings, dass Sie im Falle eines Defekts der Home Base nicht mehr auf die Videos zugreifen können (wenn beispielsweise die Home Base bei einem Einbruch zerstört wird). Die Home Base des Systems sollte dementsprechend im Haus versteckt oder zusätzlich gesichert werden.

Die EufyCam E liefern mit einer Auflösung von 1080p eine für Überwachungskameras ausreichende Auflösung und ein scharfes, kontrastreiches Bild. Personen lassen sich sowohl bei Tag als auch bei Nacht gut erkennen und dank des Sichtfelds von 140 Grad lässt sich auch ein relativ großer Bereich mit einer Kamera abdecken. Über die Zwei-Wege-Audiofunktion lässt sich zum Beispiel mit Personen vor der Kamera unterhalten. Die Sprachqualität ist nicht herausragend, reicht aber für kurze Gespräche absolut aus.
 
Alles in Allem lässt sich für die EufyCam E Überwachungskameras eine klare Empfehlung aussprechen, da sie unter anderem die Videos lokal speichert und somit keine Folgekosten für ein Cloud-Abo entstehen. Des Weiteren benötigen Sie kein zusätzliches Kabel für den Strom, die Kameras lassen sich somit so gut wie überall problemlos anbringen. Das Set, bestehend aus zwei Kameras und einer Homebase, ist für rund 400€ auf Amazon erhältlich. Jede weitere Kamera kostet ca. 150€.   

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