iPad-Tastaturen

Zugegeben, die Bildschirmtastatur am iPad ist gar nicht so schlecht, und auch die das Diktieren funktioniert ganz gut, nur Vielschreiber bevorzugen doch eine „richtige“ Tastatur. Da ist zum einen die Größe, die für eine richtige Tastatur spricht. So sind nicht nur die Tasten selbst in der Regel größer, sondern dadurch, dass der Bildschirm nicht zum Teil von der Display-Tastatur verdeckt wird, hat man auch mehr Platz auf dem Bildschirm.

Ein weiterer Plus-Punkt ist der Druckpunkt. Haptisches Feedback ist beim Schreiben sehr angenehm und gibt eine Sicherheit. Gerade für Schnellschreiber sehr wichtig. Wir haben unterschiedliche Lösungen vor allem daraufhon überprüft, wie gut sich damit Schreiben lässt.

Apple Magic Keyboard - das teure Original

Das Apple Magic Keyboard vereint Design mit einer sehr guten Tastatur inklusive Trackpad.

© Thomas Bergbold

Der Preis von Apples gut aussehender Tastatur für das iPad schreckt gleich mal ab: 339  Euro für die Version für iPad Pro 11 Zoll  und iPad Air sowie 399 Euro für das 12,9-Zoll-Tablett sind schon eine Hausnummer. Was man dafür bekommt, ist natürlich eine perfekt passende und gestaltete Tastatur. Das Magic Keyboard ist eine stabile Hülle mit echten Tasten. Wobei es keine klassische Hülle ist, das Magic Keyboard schützt nämlich nur die Vorder- und Rückseite des iPad Pro. Ein starker Magnet hält das iPad Pro sehr fest und drei Kontakte stellen die Verbindung zur Tastatur her. Das ist die Besonderheit der Apple-Tastaturen: Sie werden nicht über Bluetooth verbunden, sondern über die drei Kontakte des Smart Connectors.

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Der USB-C-Anschluss ist ein reiner Ladeport, der USB-C am iPad Pro bleibt somit für Laufwerke frei.

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Das hat mehrere Vorteile: Einfacher und schneller Einsatz, da man die Tastatur nicht erst koppeln muss und theoretisch ein geringerer Stromverbrauch. Ein noch größerer Vorteil liegt darin, dass die Tastatur keine eigene Stromversorgung benötigt, dadurch kann sie kompakter und leichter ausfallen – ein Geheimnis des schlanken Designs. Schaut man sich das Magic Keyboard von der Seite an, fällt einem der USB-C-Anschluss am Gelenk auf. Es handelt sich hier um einen Pass-Through-Anschluss, nur für das Laden. Somit bleibt der USB-C-Anschluss am iPad Pro frei, beispielsweise für einen USB-Stick oder ein Laufwerk. Neben dem Design ist sicher das Trackpad ein Highlight der Ausstattung. 10 × 4,5 cm groß bietet es nicht nur den Komfort der Gestensteuerung, sondern bietet auch einen Mauszeiger mit Klick.

Empfehlung

Über das Design braucht man nicht streiten, es überzeugt. Durch die stabile Konstruktion ist es entsprechend schwerer als das hauseigene Folio Keyboard. Die schöne Oberfläche sieht sehr empfindlich aus, das war sie aber bei uns im Test nicht. Staub zieht die Tastatur zwar magisch an, Kratzer gab es aber zum Glück nicht so schnell. Mit einem feuchten Lappen lässt sie sich auch leicht abwischen. An das Trackpad muss man sich erst noch gewöhnen, sind doch iPad-User es gewohnt, Wischgesten über das Display auszuführen. Da Apple aber auf Sondertasten, beispielsweise für den Home-Screen verzichtet hat, ist das Touchpad eine große Hilfe. Sondertasten vermissen wir aber trotzdem, nämlich für die Mediensteuerung. Die Maussteuerung ist ungewohnt und häufiger greift man zum Touchscreen des iPad, weil man hier schneller ist. Die Tasten selbst tippen sich angenehm, da bleibt als einziger Kritikpunkt die sehr kleinen Tasten für die deutschen Sonderzeichen „ß“, „ü“ und „ä“.

Apple Smart Keyboard Folio – auf das Wesentliche reduziert

Das Smart Keyboard Folio mit der Folientastatur gibt es nicht nur für das iPad Pro, sondern auch für andere iPads.

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Nicht ganz so sexy, aber ebenso flach wie das Magic Keyboard kommt das Smart Keyboard Folio daher. Sowohl für das iPad Air  als für das iPad Pro 11'' ist es ab 199 Euro zu haben, die Variante für das iPad Pro 12,9'' kostet 219 Euro. Das iPad wird ebenso elegant über Magnete mit der Hülle verbunden und stellt die Verbindung zum iPad über die drei Kontakte auf der Rückseite her. Damit ist der coole Look im zusammengeklappten Zustand nahezu identisch zum Magic Keyboard. Die Montage über die Magnete geht ebenso leicht von der Hand, was gerade die erfreuen wird, die das Keyboard nicht permanent mit dem iPad verbunden haben, sondern meistens eine andere Schutzhülle nutzen. Für das Aufstellen gibt es zwei feste Winkel, durch einen Magneten sind sie sehr standsicher.

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Bei den Apple Tastaturen steht nicht der Schutz im Fokus, sondern eine besonders elegante und dünne Bauart.

© Thomas Bergbold

Die Tastatur selbst ist eine abwaschbare Folientastatur, wie man sie auch vom Smart Keyboard her kennt. Der Druckpunkt ist etwas undefiniert und nicht mit dem auf einer normalen Tastatur vergleichbar. Um Fehler zu vermeiden, wird man daher unweigerlich fester auf die Tasten drücken. Der Abstand der Tasten ist ebenso wie deren Größe sehr gut. Der Vorteil der Konstruktion ist ihre Robustheit. Flüssigkeit oder Krümel machen den Tasten nichts aus, da es keine Lücken gibt.

Dreimal Apple Tastaturen, dreimal schickes Design mit kompakten Abmessungen und sehr gute Tastaturen.

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Das Smart Keyboard Folio ist ebenso wie das Smart Keyboard eine sehr elegante Folientastatur, die sich perfekt an das iPad anpasst. Dank Magnete sind sie schnell montiert, wenn man sie mal benötigt, können aber auch einfach für den Fall der Fälle in der Tasche verstaut werden. Die einfache Reinigung spricht für die zwei Smart Keyboards, das Tastengefühl ist mit einer normalen Tastatur allerdings nicht vergleichbar. Viel- und Schnell-Tipper werden sich da umstellen müssen. Gelegenheitsnutzer wird es eventuell nicht stören.

 

Brydge 11 Zoll Pro - fast wie ein Notebook

Die Brydge Pro ist nicht einfach nur eine Tastatur, sondern macht aus dem iPad Pro ein Macbook Pro.

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Brydge verwandelt das iPad mit einer Tastatur in ein kompaktes Notebook. Das funktioniert extrem einfach, zwei Scharniere nehmen das iPad auf und schon hat man eine feste Verbindung zum Zuklappen. Gummis in den Scharnieren sorgen nicht nur dafür, dass das iPad sicher gehalten wird, sondern auch nicht beschädigt wird. Das elegante Aluminiumgehäuse wirkt auf den ersten Blick fast wie ein iPad Pro, nur ohne Display. Beim genaueren Hinsehen merkt man leider, dass die Farbe nicht ganz  übereinstimmt. Trotzdem könnte man die Kombination für ein neues kleines Macbook halten.

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Die Tastatur erfreut mit dem üblichen Notebook-Layout mit einheitlichen Größen für die Tasten. Der Druckpunkt ist sehr gut und der kurze Hub ist nahe an den Tastaturen von Apple. Sehr praktisch sind die umfangreichen Funktionstasten, die fast alle in der obersten Reihe angeordnet sind. Neben der Home-Taste ist das eine Taste für den Ruhezustand des iPad, die Steuerung der Hintergrundbeleuchtung der Tasten, Bildschirmhelligkeit des iPad, Einblenden der Bildschirmtastatur und Mediensteuerung inklusive Lautstärkeregelung. Ebenfalls Platz in der ersten Reihe finden Tasten für Akkustand, Bluetooth und Ein/Aus. Laut Hersteller soll der Akku Energie für bis zu 12 Monate haben.

Mit 1,3 cm ist die Brydge pro zusammen mit dem iPad Pro die dickste Kombination.

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Die Brydge-Tastatur ist wunderschön anzusehen und hebt sich daher deutlich von allen Mitbewerbern ab. Das recht dicke Aluminiumgehäuse fordert aber auch seinen Tribut und so wiegt das Duo zusammen 1066 Gramm. Im Gegensatz zu früheren Versionen der Brydge sind die Gummis am Scharnier jetzt viel weicher und enger. Das sorgt für einen sehr guten Halt. Dadurch ist die Montage aber auch schwieriger geworden. Bei unserem Testmuster konnte das iPad Pro nicht weit genug in die Gummis geschoben werden, sodass es im zusammengeklappten Zustand weniger als einen Millimeter übersteht. Die unverbindlichen Preisempfehlungen haben 170 respektive 190 Euro bei Verkaufsstart im Jahr 2020 betragen, mittlerweile sind die Tastaturen für deutlich niedrigere Preise zu haben.

Logitech Slim Folio Pro - gutes Preis/Leistungsverhältnis

Der grau Business Look mag nicht schön sein, das Slim Folio Pro gefällt aber mit seiner sehr guten Verarbeitung.

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Die Slim Folio Pro ist daher ein Klassiker im Programm von Logitech. Das graue Business-Design ist schlicht und zweckmäßig, im Vordergrund steht hier eindeutig die Kombination aus Rundumschutz für das iPad und eine vollwertige Tastatur. Beides ist gelungen. Die Montage des iPads in die Hülle geht leicht von der Hand und die Gummiecken halten das iPad jederzeit sicher. Die Passform ist gut. Etwas schwammig ist der Druckpunkt für die Lautstärke und den Ein/Ausschalter am iPad, dafür sind sie mit einem Symbol gekennzeichnet. Das findet man nicht immer.

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Kennt man die Apple-Tastaturen, ist der Begriff Slim nicht ganz passend, da die Tastatur rund neun Millimeter dick ist. Wenn man aber bedenkt, dass die Tastatur wegen Bluetooth einen Akku benötigt und wir hier „richtige“ Tasten mit Druckpunkt haben, relativiert sich die Dicke. Typisch Logitech ist die Tastatur mit einem ordentlichen Scherenmechanismus ausgestattet, was einen geringen Hub mit einem guten Feedback bedeutet.

Konstruktionsbedingt hängt die Tastatur immer an der Hülle, dadurch ist ein Einsatz Freihand oder beim Zeichnen nicht so praktisch, wie bei den Mitbewerbern.

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Sehr praktisch an der Slim Folio Pro sind die iOS-Sondertasten in der obersten Reihe. Neben einem Home-Button ist hier eine Mediensteuerung inklusive Lautstärkeregelung zu finden. Zusätzlich noch die Suchfunktion, das Einblenden der iOS-Tastatur und das Sperren des Bildschirms. Der Akkustand wird nur über eine farbigen LED angezeigt, leider wird er nicht an das iOS übertragen.  Eine praktische Funktion ist die Tastaturbeleuchtung, die sich über zwei Tasten steuern lässt. Gerade in der Dämmerung oder Dunkelheit ein gutes Feature.

Die Tastatur ist mit der Hülle fest verbunden. Einsatzbereit wird die Tastatur, wenn man sie in die Schreibposition bringt. Dank eines Magnetstreifens ist der Halt vorbildlich. Die wichtigste Position einer iPad-Hülle mit Tastatur ist natürlich die zum Schreiben. Man kann die Slim Folio Pro aber auch zusammenklappen, damit die Tastatur entweder verschwindet oder auf der Rückseite ist. Ich habe die erste Variante bevorzugt, da dann die Tasten nicht stören, wenn man das iPad beispielsweise im Hochformat einsetzt. Komfortabel ist das aber nicht.

Logitech hat das Problem mit dem Apple Pencil auf zwei Arten gelöst. Zum einen gibt es, um den klassischen Platz zu verwenden, eine Aussparung in der Hülle, aber zusätzlich auch noch eine Schlaufe. Das hat folgenden Grund: Steckt man das iPad mit der Hülle in eine Tasche, kann der Magnet den Apple Pencil eventuell nicht mehr festhalten. Die Schlaufe ist hier die Sicherheitsnummer, die einen besseren Halt bietet. So lädt der Stift aber nicht.

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In der grauen Farbe ist die Slim Folio Pro eher eine graue Maus als ein leuchtender Schwan. Wer aber eine Tastatur mit Schutzhülle sucht, die einfach nur gut zum Schreiben ist, der liegt hier genau richtig. Die Slim Folio Pro kostet für das 11 Zoll iPad Pro 100,- Euro und für das 12,9 Zoll iPad Pro 120,- Euro. Damit hat sie ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Durch den größeren Abstand der Tasten, ist die 12,9-Zoll-Version besser für Vielschreiber geeignet.

Zagg Slim Book Go

Die Slim Book Go für das iPad Pro ist eine Kombination aus einer robusten Schutzhülle und einer abnehmbaren Tastatur. Mit einem Gewicht von 615 Gramm hinterlässt die große Schutzhülle einen massiven Eindruck.

Die Tastatur wird über Magnete mit der Hülle verbunden. Das Layout der Tastatur entspricht üblichen kompakten Tastaturen. Der Druckpunkt ist gut und dadurch, dass die Tasten ausreichend groß sind, kann man sie auch sicher treffen. Schnelles Schreiben ist somit problemlos möglich.

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In der obersten Reihe befinden sich diverse Sondertasten: Zwei Tasten zum Umschalten zwischen zwei Geräten, beispielsweise für ein iPad und ein iPhone, die Home-Taste, für den Sleep-Mode um das iPad in den Ruhemodus zu versetzen, eine App-Taste für die Übersicht aller aktiven Apps, eine Weltkugel, um zwischen Emoji und einer Tastatursprache umzuschalten, Mediensteuerung und Lautstärke. Die letzte Taste der Reihe ist der Ein-Ausschalter für die Tastatur. Wenn man die Tastatur zuklappt, geht sie automatisch in den Ruhezustand.

Eine Hintergrundbeleuchtung macht das Schreiben auch bei wenig Licht einfacher. Es stehen sieben Hintergrundfarben zur Auswahl und die Helligkeit lässt sich in drei Stufen regeln. Etwas unkonventionell ist die Konstruktion des Ständers an der Hülle. Eine große Kunststoffplatte ist einfach an zwei Gelenken mit der Hülle verbunden. Auf eine Rasterung zur Verstellung der Neigung wurde verzichtet, ein entsprechend hoher Widerstand sorgt dafür, dass die Neigung in beliebiger Position stabil hält. Das ist ungewohnt, da man relativ viel Kraft aufwenden muss. Bleibt nur die Hoffnung, dass die Konstruktion nicht mit der Zeit ausleiert.

Für den Apple Pencil gibt es ein kompaktes Fach, in dem er gut geschützt ist. Automatisch geladen wird er in diesem Fach nicht. Dazu muss er in die entsprechende Aussparung der Schutzhülle gelegt werden. Das klingt erst ein wenig kompliziert, hat aber den Vorteil, dass der Apple Pencil auch bei einem Sturz des iPads in seinem Fach geschützt aufbewahrt ist.

Der eingebaute Akku soll laut Zagg bis zu einem Jahr halten, was wir im Test natürlich nicht nachvollziehen können. Wir haben das Vorgängermodell in der Redaktion, bei dem das auch fast geklappt hat. Dies ist natürlich abhängig von der Nutzung und der Hintergrundbeleuchtung. Geladen wird ganz modern über einen USB-C Anschluss.

Fazit

Mit der Slim Book Go hat Zagg einen guten Job gemacht. Das Schreibgefühl ist wie mit einer richtigen Tastatur am Mac. Nur mit dem Unterschied, dass die Slim Book Go kleiner ist. Die Zusatztasten in der ersten Reihe für Mediensteuerung und iOS-Steuerung möchten man nach kurzer Zeit nicht mehr missen.

Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann ist es die für Fingerabdrücke empfindliche Oberfläche der Schutzhülle. Das hohe Gewicht ist der robusten Bauweise geschuldet und wer eine so robuste Schutzhülle benötigt, wird dies gerne in Kauf nehmen.

Die Slim Book Go trägt einen UVP von 99 Euro, ist aber bei Amazon deutlich günstiger zu haben

Zagg TriFold 2019 und Flex - Auslaufmodelle im Abverkauf

Was muss für unterwegs nicht immer eine Tastatur mit Hülle sein, manchmal ist auch eine kompakte Tastatur wie die Flex oder Trifold von Zagg die praktischere Wahl.

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Der Hersteller Zagg hat zum Stand der Aktualisierung dieses Artikels im April 2022 noch zwei interessante Kombinationen aus Tastatur und Hülle im Programm: das faltbare TriFold 2019 und die Flex in der Breite eines 11 Zoll iPad Pro. Beide sind deutlich im Preis reduziert, der Abverkauf ist offenbar eingeleitet. Die Konzepte sind jedoch interessant, Dritte haben sich davon "inspirieren" lassen.

So unterschiedlich die zwei Tastaturen auf den ersten Blick aussehen, so haben sie doch einige Gemeinsamkeiten. Zum einen können sie praktischerweise mit zwei Geräten gekoppelt werden. Das werden vor allem iPhone-Nutzer zu schätzen wissen. Nachrichten mit einer richtigen Tastatur tippen fällt nun mal leichter als mit der Bildschirmtastatur. Das Layout entspricht dem üblichen Notebook-Design und die Pfeiltasten liegen unterhalb der rechten Shift-Taste. Des Weiteren gibt es eine Reihe von Funktionstasten, die speziell für iOS gedacht sind. Neben der Home-Taste ist das eine Taste für die Übersicht der aktiven Apps, eine, um das iOS-Gerät in den Ruhezustand zu schicken und der Mediensteuerung inklusive Lautstärke.

Sehr praktisch an der Flex ist der integrierte Ständer.

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Bei der TriFold sind die Tasten für die Buchstaben „ü“ und „ä“ etwas schmaler als die übrigen Tasten. Ein weiterer Unterschied ist bei den Funktionstasten zu finden, die liegen nämlich bei der TriFold als dritte Funktion auf den Tasten für die Zahlen. Das bedeutet, man muss immer die Zahlen zusammen mit der „Fn“-Taste drücken. Sehr viel besser gelöst ist das bei der Flex, die über eine eigene Reihe für die Funktionstasten verfügt. Im Gegensatz zur TriFold funktionieren alle Tasten auch wie gewohnt, die TriFold führt nämlich, statt die Übersicht der aktiven Apps anzuzeigen, einen Tabulator-Klick aus.

Die Tasten selbst machen bei beiden einen robusten Eindruck, der Druckpunkt ist nicht so sanft wie bei der Slim Book Go von Zagg oder eines Magic Keyboard von Apple. Dabei verfügt die Flex über einen recht langen Hub, die TriFold über einen vom Mac gewohnten kurzen Hub. Da die Tasten recht groß sind, trifft man sie sehr zielsicher. Sehr angenehm beim Arbeiten ist die Hintergrundbeleuchtung der Tasten bei der Flex. Zwischen sieben Farben und drei Helligkeitsstufen lässt sich wählen.

Was die beiden Lösungen so mobil macht: Die TriFold lasst sich auf Geldbeutelgröße zusammenklappen und die Flex bringt eine abnehmbare Hülle mit, die gleichzeitig eine Halterung für das iPad oder das iPhone ist.

Die Flex ist derzeit mit 34,99 Euro ebenso ein Schnäppchen, wie die TriFold 2019 für 29,99 Euro.

Kompakter geht es nicht, als mit der Trifold 2019 von Zagg. Leider funktioniert das Trackpad am iPad nicht wie erwartet.

© Thomas Bergbold

Empfehlung

Das Trackpad der TriFold 2019 funktioiert nicht wie erwartet: zwei extra Maustasten simulieren Klicks und iOS-Gesten versteht es nicht.  Zu guter Letzt ist das Scrollen verzögert und in umgekehrter iOS-Richtung. Letzteres lässt sich aber in den Systemeinstellungen ändern. Die Tasten haben einen guten kurzen Hub, klackern aber sehr stark. Positiv muss man der TriFold attestieren, dass das Faltdesign ebenso seinen Charme hat, wie die geteilte Tastatur. Gerade das Faltdesign macht die TriFold konkurrenzlos kompakt.

Was die Tastenbelegung betrifft, ist die Flex für iOS Nutzer besser geeignet. Das liegt auch an den häufig genutzten Funktionstasten, für die man keine zusätzliche Taste drücken muss. Der große Tastenhub ist gewöhnungsbedürftig, ebenso die lauten Tasten.

Das Tolle an dem eingebauten iPad-Ständer ist, das man die meisten Hüllen nicht vom iPad entfernen muss. Und dass man die Tastatur auch von der Halterung trennen kann, ist ein zusätzliches Plus.