iOS 13.3 mit neuen Funktionen

Seit beinahe einer Woche bietet Apple neue iPad Pro an, die bei ersten Bestellern auch schon angekommen sind, das Macbook Air ist ebenfalls leicht überarbeitet worden und der Mac Mini bekommt mehr Speicher für den gleichen Preis. Insbesondere beim iPad Pro wirbt Apple mit neuen Features, die ein Software-Update verlangen, etwa die Verbesserungen in Sachen AR dank Lidar. Neuheiten wie die Trackpad-Unterstützung kommen aber auch älteren Geräten zu Gute, ab iPadOS 13.4, das Apple am Abend des 24. März zeitgleich mit iOS 13.4 veröffentlicht hat.

Eine der in beiden Systemen (und auch in macOS 10.15.4) neuen Funktion, die Apple bereits in den letzten Wochen in den Betas testen ließ, war eigentlich noch für den Herbst versprochen gewesen – iCloud-Ordner-Sharing. Damit erlauben es iPhone, iPad und Mac, nicht nur einzelne Daten, sondern gleich komplette Ordner des iCloud Drive zu teilen. Das Feature fand sich in der Liste der Neuerungen für iOS 13, wegen Problemen bei der Entwicklung hat Apple die Sharing-Funktion zunächst für "später im Herbst" und dann "im Frühling" versprochen – immerhin, Frühling ist jetzt.

Auch schon länger angekündigt sind neue Emojis und Memoji-Sticker.

Was komplett neu ist, ist die Unterstützung für Trackpad unter iPadOS . Anders als auf einem Mac erscheint der Cursor nicht in der Form eines Pfeils oder einer vertikalen Linie (in den Textprogrammen), sondern ist in Form eines schwebenden Kreises implementiert. Das ist an sich für ein Touchscreendisplay sinnvoll, wird wohl der Nutzer noch eigene Finger als Bedienelement einsetzen. Apple liefert die benötigten APIs für die Trackpad-Unterstützung an Entwickler, mit gleichem Schwung werden auch die Apps Numbers, Pages und Keynote aktualisiert, sodass sie von Anfang an die neue Funktion unterstützen.

Neben diesen globalen Neuerungen werden mit iOS 13.4 neue Emojis kommen, der Entwickler will auch in Mail einige Bedienelemente anders anordnen: Bei iOS 13 befand sich der Papierkorb gleich neben dem Weiterleiten-Pfeil, was für viele unbeabsichtigt gelöschte Mails sorgte.

Zu den neuen Funktionen gehört ebenfalls eine bessere Integration von Shazam: Wir erinnern uns: Apple hat die Firma im Dezember 2018 gekauft. Mit iOS 13.4 brauchen die Nutzer die App nicht mal zu installieren, eine entsprechende Funktion findet sich in den Siri Kurzbefehlen. Zwar konnte Siri auch schon davor die Frage ziemlich genau beantworten, welches Lied nun gerade spielt, auch hier war Shazam hilfreich, direkt in Siri Kurzbefehlen kann man die Datenbank der App gleich in einem komplexen Ablauf der Handlungen nutzen.

Apropos, Siri. Diese wird jetzt ein bisschen stummer. Wird das iPhone von dem Nutzer nicht auf die Rückseite, sondern auf das Display abgelegt, reagiert die digitale Sprachassistentin nicht mehr auf Anfragen, selbst wenn das iPhone noch nicht deaktiviert wird. Kennt man diesen Trick, kann man Siri abhängig von der Situation oder ganz kurzfristig deaktivieren, mit dem nächsten Anheben des iPhones ist die Assistentin wieder einsatzbereit.

In den Einstellungen der TV-App gibt es nun zwei neue Optionen, damit kann man steuern, wie viel Daten die Video-Inhalte beim Streaming und beim Download verbrauchen werden. Diese Einstellung wird vor allem HDR-Filme betreffen: Schnelle Downloads und Streamings bevorzugen erstmals die Version ohne HDR, die mit mehr Datenvolumen werden die HDR-Version, falls verfügbar, wiedergeben. Ab sofort kann man im deutschen Store auch Inhalte mit Originalsynchronisation beziehen. Das war in den letzten Jahren der größte Kritikpunkt der Nutzer: Beim Kauf von "Game of Thrones" musste man beispielsweise höllisch aufpassen, ob man gerade die deutsche oder englische Version für 25 Euro bezieht. Nun kann man die Originalsprache und weitere verfügbaren Sprachen mit dem Download einbeziehen, die Datei wird logischerweise größer, aber man muss die Inhalte nicht zweimal kaufen, wenn man sich verwählt hat.

Bei den berichtigten Fehler ist die Liste ebenfalls lang: Apple hat vor allem wohl an der Synchronisation von Erinnerungen gearbeitet, die haben in der letzten Zeit eher schlecht als recht funktioniert. Das war vor allem bei den sich wiederholenden Erinnerungen der Fall. Umgekehrt, manche Erinnerungen erschienen im Sperrbildschirm, obwohl diese bereits als erledigt markiert worden waren.

Manchmal wurde der Bildschirm beim Start der Kamera-App schwarz, das Motiv vor dem Objektiv war nur dann wieder zu sehen, wenn die App einmal geschlossen war, nach Angaben von Apple ist dieser Fehler ebenfalls behoben.

Viele kleinere Fehler wurden in Safari behoben: In manchen Fällen hat der Browser bei Captcha die Bilder falsch dargestellt, bei manchen Webseiten funktionierte der Dark Mode nicht beim Smart Invert. Beim Kopieren vom Text in eine Webseite im Dark Mode wurde dieser einfach nicht dargestellt.