Update vom 8. November:

  •         Behebt ein Problem, das dazu führen konnte, dass Apps unerwartet beendet wurden, wenn sie im Hintergrund ausgeführt wurden.

  •         Behebt ein Problem, bei dem das iPhone nach einem Anruf den Mobilfunkdienst vorübergehend verlieren kann.

  •         Behebt ein Problem, bei dem Mobilfunkdaten vorübergehend nicht verfügbar sein könnten.

  •         Behebt ein Problem, bei dem Antworten auf S/MIME-verschlüsselte E-Mail-Nachrichten zwischen Exchange-Konten nicht lesbar waren.

  •         Behebt ein Problem, bei dem die Verwendung des Kerberos Single Sign-On-Dienstes in Safari eine Authentifizierungsaufforderung darstellen kann.

  •         Behebt ein Problem, bei dem der Ladevorgang bei YubiKey Lightning-powered Zubehörteilen unterbrochen werden kann.

Die Release-Notes für iPadOS 13.2.2 enthalten die gleichen Einträge mit Ausnahme derjenigen, die sich auf Mobilfunk beziehen.

Update vom 29. Oktober:

iOS 13.2 ist da und damit ein weiteres Herbst-Update von Apple. Nachgezogen hat das System für die neuen iPhones die auf der Keynote Anfang September vorgestellte Funktion Deep Fusion. Aus mehreren Bildern unterschiedlicher Belichtungszeit zusammengesetzt sollen kontrastreiche Bilder mit hohem Dynamikumfang auch bei mäßigen Lichtverhältnissen in geschlossenen Räumen möglich werden. Es ist also an der Zeit, sich hässliche Pullover anzuziehen und Apples Versprechen zu überprüfen.

Homepod: Warnung vor Update!

Und schon wieder muss Apple seine Kunden vor einem Bug warnen, diesmal betrifft es Nutzer des Homepod, die auf ihrem smarten Lautsprecher iOS 13.2 aufgespielt haben. Dieses Update sollte ja einige neue Funktionen bringen, wie die Möglichkeit, mehrere Stimmen unterscheiden zu können oder die auf dem iPhone unterwegs abgespielte Musik im Wohnzimmer fortzusetzen, wenn man nach Hause gekommen ist. Offenbar funktioniert das aber nicht und auch andere Probleme können auftreten , weshalb man unbedingt das jahrelang geübte Troubleshooting vermeiden sollte. Also bitte nicht den Homepod aus der Home-App entfernen oder versuchen, ihn zurück zu setzen, denn danach könnte das Gerät ein formschöner, aber stummer Briefbeschwerer sein, den nur der Apple Support wieder zum Laufen brächte. Dabei ist unklar, ob man mit seinem Homepod in den nächsten Apple Store muss oder ob es andere Lösungen gäbe. Wir melden uns wieder, wenn die Gefahr vorüber ist, respektive Apple das 13.2-Update für den Homepod neu veröffentlicht hat.

Eine weitere vor Monaten versprochene Funktion hält nun Einzug in das iPhone-Betriebssystem: bessere Kontrollen für den Datenschutz mit Siri. Bei der Installation von iOS 13.2 hat man nun die Option, Audio-Sharing zu unterbinden, Apple sendet dann vom iPhone und der angeschlossenen Apple Watch oder dem verknüpften Homepod keine Gesprächsfetzen mehr zur Überprüfung, bei der Menschen zuhören, ob Siri richtig reagiert hat und ob der Assistent überhaupt gemeint war, als er seine Aufzeichnung begann. Diese Einstellung kann man auch noch nachträglich vornehmen, ebenso lässt sich in den Einstellungen "Siri & Suchen" Siri zusammen mit dem Verlauf der Diktate löschen.

Beim Einrichten hieß das noch "Audio-Sharing", was man erlauben oder unterbinden konnte.

Die im Sommer vorgestellten Emojis des Unicode-Standards 12 sind nun auch Teil des Systems, etwa ein Blindenhund, eine Knoblauchknolle, ein Banjo und zahlreiche weitere Optionen für das Paar-Emoji. Eine kosmetische Änderung besteht bei der Anordnung der Apps auf dem Homescreen, neu hinzugekommen ist ein neuer Eintrag in dem Menü, das bei längerem Druck auf ein App-Symbol erscheint: Eine App lässt sich so direkt löschen, bisher bestand nur die Möglichkeit, die Apps neu anzuordnen und dabei auch per Tipp auf das Kreuz-Symbol die App zu entfernen.

App direkt löschen - oder eben neu anordnen

In der Kamera-App der neuen iPhones kann man nun auch die Videoauflösung und Framerate ändern, ein Feature, das viele Anwender sich seit Jahren gewünscht haben. Kompatibel ist iOS 13.2 zudem mit den neuen Airpods Pro , die Apple gestern vorgestellt hat und die morgen in den Handel kommen. Für diese und die herkömmlichen Airpods gibt es eine neue Möglichkeit, sich eingehende Messages direkt vorlesen zu lassen, ohne das Siri noch extra zu befehlen. Und der Homepod versteht sich jetzt auch auf mehrere Stimmen und kann damit mehrere Accounts bedienen. Haken an der Sache: Das ist bis dato nur auf Englisch möglich, wenn auch in den Varianten für USA, Kanada, UK und Australien.

Sprache umstellen, damit mehrere etwas vom HomePod haben?

Zwar bietet einem das iPhone an, die Homepod-Sprache auf eine der englischen Varianten umzustellen, das lassen wir aber erst einmal und warten ab, bis man auch auf Deutsch unterschiedliche Konten verwalten kann. Andere Neuerungen von iOS 13.2 sind für den smarten Lautsprecher aber sofort nutzbar.

Mit Handoff Music ist der Homepod nun in der Lage, die Musik oder Podcasts, die auf dem iPhone laufen, weiterzuspielen, wenn man sich dem Gerät nähert. Musik lässt sich in HomeKit-Szenen einbinden, vielleicht ja ganz nützlich, wenn am Donnerstagabend die Halloween-Geister klingeln: Wenn eine Kamera eine Bewegung meldet, könnte ja schaurige Musik zu spielen beginnen. Umgekehrt lassen sich nun hochauflösende Ambient-Klänge abspielen und für diese oder beliebige Musik auch ein Sleep-Timer einstellen.

In der Nacht hat Apple allerdings die Aktualisierung für den Homepod zurückgezogen, den Berichten zufolge hat das Gerät nach dem Update nicht mehr reagiert.

Update vom 11. Oktober:

Zweite Beta: iOS 13.2 liegt seit gestern in einer zweiten Beta-Fassung vor, bisher nur für Entwickler. Das nächste Update zieht die Funktion Deep Fusion nach, die Apple bereits auf der iPhone-Keynote Anfang September gezeigt hatte: Kontrastreiche Bilder mit hohem Dynamikumfang sind dann auch bei mittleren Lichtverhältnissen mit iPhone 11 und iPhone 11 pro möglich. Doch die zweite Beta bringt weitere Neuerungen. So bekommt Siri nun die im Sommer versprochenen Einstellungen zur Privatsphäre, ein neuer Splash-Screen gibt den Anwendern die Möglichkeit, sich von der Qualitätskontrolle auszuschließen und keine Gesprächsfetzen, auch nicht randomisiert und anonymisiert, an Apple zu senden. Dies kann man auch nach der Installation noch in den Einstellungen bei den Datenschutz-Settings abstellen, ebenso lässt sich der Verlauf der Siri-Kommandos und -Diktate löschen. Die im Unicode-Standard 12 definierten neuen Emojis kommen nun auch auf das iPhone, erstmals tauchen sie in iOS 13.2 Beta 2 auf, etwa ein Blindenhund, ein Banjo oder eine Knoblauchknolle. Beim Löschen und Ausrichten von Apps ändert sich auch etwas: Drückt man lange auf ein App-Icon, erscheint im auftauchenden Menü nun gleich die Option diese bestimmte Anwendung zu Löschen, anstatt "Apps auf Home Screen neu ausrichten" heißt es in einem anderen Menüpunkt nun "Homescreen bearbeiten" – dies musste man bisher bemühen, um Apps zu löschen. Auf iPhone 11 und 11 Pro (Max) kann man nun in der Kamera-App die Auflösung und die Framerate von Videos ändern. Mit den Airpods ab der zweiten Generation und einigen Beats-Kopfhörern kann man sich einkommenden Nachrichten von Siri direkt vorlesen lassen, ohne diese aktivieren zu müssen, das ist nun über eine neue Einstellung möglich.

Ursprüngliche Meldung vom 4. Oktober:

Update über Update: Apple hat gestern die erste Public Beta von iOS 13.2 veröffentlicht, nur kurz nachdem die erste Entwickler-Beta herausgekommen war. Die wesentliche Neuerung betrifft die Generation iPhone 11, respektive deren Kamera-App. Der auf der Keynote am 10. September angekündigte Modus Deep Fusion wird nun freigegeben. Deep Fusion ist ein neuer Algorithmus, der Fotos aus mehreren Einzelbildern berechnet und dabei vor allem in Räumen bei mittleren Lichtverhältnissen zum Einsatz kommt. Deep Fusion verspricht dabei auch bei schwieriger Beleuchtung einen hohen Dynamikumfang. Anders als der Nachtmodus arbeitet Deep Fusion komplett im Hintergrund und lässt sich an- oder abstellen. Die Kameras nutzen die Techniken in unterschiedlicher Weise:

  • Das Standard-Weitwinkelobjektiv verwendet Smart HDR für helle bis mittlere Lichtszenen, Deep Fusion für mittlere bis niedrige Lichtverhältnisse und den Nachtmodus für dunkle Szenen.

  • Das Teleobjektiv verwendet normalerweise Deep Fusion, wobei Smart HDR nur bei sehr hellen Szenen und der Nachtmodus bei sehr dunklen Szenen verwendet wird.

  • Das Ultraweitwinkelobjektiv verwendet immer Smart HDR, es unterstützt weder Deep Fusion noch Night Mode.

Smart HDR hatte Apple mit der iPhone-Generation von 2018 eingeführt, iPhone XS (Max) und iPhone XR. Auch hier komponiert vor allem die Neural Engine des Prozessor – im letzten Jahr A12 Bionic – ein Bild mit hohem Dynamikumfang aus vielen Einzelaufnahmen.

Eine weitere Neuerung in iOS 13.2: Siri liest auf Wunsch eingehende Nachrichten direkt vor, ohne jedes Mal aktiviert werden zu müssen. Dies ist aber bisher auf die Airpods der zweiten Generation hinsichtlich der Ausgabe beschränkt.

Airpods 2 mit mehr Bass und ANC?

Neue Betas lösen stets Spekulationen über neue Produkte aus, so auch iOS 13.2. Die Kollegen von Macrumors und 9to5Mac haben nun ein neues Airpod-Logo gefunden, die auf ein echtes Upgrade der True-Wireless-Hörer hinweisen. Die aktuell verkauften Hörer bieten eine längere Akku-Laufzeit, unterstützen "Hey Siri!" und sind sonst mit den Originalen identisch, eine zweite Generation würde bedeutende Änderungen bringen.

So deutet das Logo, das im Ordner mit den Einstellungen für die Bedienungshilfen aufgetaucht ist, ein neues Design an, mit Schaumstoff- oder Silikonkappen auf den Lautsprechern, mit denen man sich die Airpods 2 fester in die Gehörgänge stecken kann. Dies dient nicht nur dem besseren Halt, sondern soll vor allem stärkeren Bass gewährleisten. An einer anderen Stelle des Codes seien Hinweise auf drei unterschiedliche Hörmodi der Geräte zu finden, die mit der neuen Modellnummer B298 referenziert sind. Darunter sei eine "focus mode" genannte Unterdrückung der Umgebungsgeräusche. Neben einem "normalen" Modus dürfte es dann bei entsprechender Abschirmung durch die festen Ohrstöpsel noch eine Art "Talk through" geben, in dem das Mikrofon die Akustik des Außenbereichs an die Lautsprecher durchreicht.

iOS 13.2 könnte in finaler Version noch im Oktober erscheinen, ob es dann auch schon neue Airpods gibt, bleibt fraglich. Bei derartigen Änderungen und Ergänzungen würde es wenig wundern, blieben die aktuellen Airpods weiter im Handel. Für die Premiere neuer Airpods würde sich durchaus noch ein weiteres Apple Event anbieten, es stehen auch noch einige Ankündigungen rund um den Mac aus und seit einem guten Jahr kursieren auch Spekulationen über einen OverEar-Kopfhörer von Apple, die sich zuletzt aber nicht weiter konkretisiert hatten. Für eine Veranstaltung Ende Oktober gibt es derzeit aber allenfalls vage Spekulationen und keine vertrauenswürdigen Hinweise.