Immer mehr Geschäfte unterstützen Apple Pay

In Deutschland nimmt Apple Pay gerade erst Fahrt auf, international ist Apples Bezahlsystem aber schon längst angekommen. Fünf Prozent aller Kartenzahlungen werden inzwischen über Apple Pay abgewickelt, bis 2025 könnten es sogar zehn Prozent werden. Das berichtet Quartz Membership. Für Apple könnte diese Branche ein ganz wichtiger Geschäftszweig werden, schließlich ist der Ausbau von Services ein erklärtes Ziel des Unternehmens. Das iPhone, jahrelang Haupteinnahmequelle mit stetigem Wachstum, konnte in jüngster Zeit keinen großen Anstieg in den Verkaufszahlen mehr vorweisen. Experten gehen davon aus, dass zumindest in Europa und Nordamerika der Markt weitestgehend gesättigt ist.

Apple Pay hat zweifelsohne das Potential, sich zu einem von Apples wichtigsten Standbeinen zu entwickeln. Alleine in den letzten drei Monaten von 2019 betrug der Umsatz 12,7 Milliarden US-Dollar, eine Steigerung von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Im gesamten letzten Geschäftsjahr verdoppelte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr. Für Kreditkartenunternehmen wie Mastercard und Visa ist dieses schnelle Wachstum kein Problem, schließlich ist Apple auf deren Kartennetzwerk angewiesen. Der Online-Bezahldienst Paypal hingegen wird die Entwicklung von Apple Pay wahrscheinlich genau im Auge behalten. Die Funktionsweisen der Dienste ähneln sich und je größer Apples Fokus auf den Online-Markt wird, desto größer wird die Schnittmenge im potentiellen Kundenkreis.

In Deutschland haben es neue Zahlungsmethoden traditionell schwer. In kaum einem Land wird noch so viel in bar bezahlt, gerade bei kleinen Beträgen. Laut einer Studie der deutschen Bundesbank wurden 2017 Beträge bis fünf Euro noch zu 96 Prozent in Bar gezahlt. Dennoch befindet sich die Kartenzahlung auf dem Vormarsch, 2018 wurde erstmals mehr mit Karte als mit Bargeld bezahlt. An den Möglichkeiten zur Kartenzahlung mangelt es jedenfalls nicht, in 90 Prozent der Einzelhandelsgeschäfte ist Kartenzahlung möglich. Andere europäische Länder sind in dieser Entwicklung schon wesentlich weiter. In Norwegen werden nur noch elf Prozent aller Zahlvorgänge mit Bargeld abgewickelt.