Welche Folgen der App-Store-Prozess für Apple haben kann

Peter Müller |
Der Prozess gegen Apple wegen App Store wird womöglich Jahre dauern. Die Entscheidung wird aber für die ganze IT-Branche wichtig sein.
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Die Entscheidung des Obersten Gerichts in den USA, die Sammelklage gegen die unterstellte Monopolstellung des App Store hat zwar auf den Kurs der Apple-Aktie unmittelbare Auswirkungen, auf das Business Apples erst einmal nicht, legt " The Verge " in einem längeren "Was wäre, wenn?"-Stück dar. Zunächst geht der Fall wieder an untere Instanzen zurück, die sich seit 2011 damit beschäftigen. Wird die Klage verhandelt, werden Kläger und Apples Anwälte jeweils ihre Argumente schärfen und Beweise dafür finden müssen, welche letztendlich Gerichte gegeneinander abwägen.

Apple könnte irgendwann einen Vergleich schließen und den Prozess ohne Urteil beenden und dabei App-Käufer (in den USA) entschädigen. Bei einer Niederlage vor Gericht würde das einen Präzedenzfall ergeben, dem sich künftige Klagen gegen Plattformen anschließen würden. Es ist aber überhaupt noch nicht abzusehen, wie weit diese Präzedenz ginge, den schließlich betreibe nur Apple seine Geschäfte so wie Apple.

Dass der zuletzt neu berufene konservative Richter Bratt Kavanaugh sich aber der Meinung von vier liberalen Kollegen des Gremiums angeschlossen hat, könne darauf hindeuten, dass auch die republikanische Seite eine Regulierung des Technologiesektors in Erwägung zieht. Wobei die konkrete Klage von vor acht Jahren relativ wenig mit der aktuellen Diskussion zu tun hat, was Technologiefirmen dürfen und wo ihre Grenzen sind.