2,75 Prozent. So groß ist der Marktanteil von Apple auf dem indischen Smartphone-Markt. Zum Vergleich: Weltweit liegt der Marktanteil bei knapp 23 Prozent, in Deutschland sogar bei 28. Dabei ist Indien eines der Schwellenländer mit der am schnellsten wachsenden Wirtschafts- und Kaufkraft . Und mit 1,3 Milliarden Einwohnern nach China weltweit das Land mit den zweitmeisten Einwohnern. Warum also schafft es Apple nicht, in diesem riesigen Markt Fuß zu fassen.

Indien: Zwischen Skyline und Ghetto

In wenigen Ländern ist die Schere zwischen Arm und Reich so groß wie in Indien. Und es ist keine Besserung in Sicht. Auf der einen Seite nimmt die Zahl der Multimillionäre rasant zu, auf der anderen leben zwei Drittel der 1,3 Milliarden Menschen unter der Armutsgrenze. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf beträgt rund 2000 US-Dollar (Deutschland ca. 44.000 US-Dollar). Kein Wunder also, dass sich Smartphones, die auch mal über 1000 US-Dollar kosten, hier nicht so gut verkaufen. Stellen Sie sich vor, ein iPhone würde ihr halbes Jahreseinkommen kosten – da würden Sie auch nicht zuschlagen.

Asiatische Smartphones dominieren den Markt

Samsung, Xiaomi und Oppo. Diese drei Anbieter teilen sich mehr als 50 Prozent des indischen Smartphone-Markt. Samsung und Xiaomi liegen etwa gleich auf mit jeweils 22 Prozent, Oppo folgt mit knapp 10 Prozent. Die Anbieter sind wesentlich günstiger als Apple. Das liegt auch daran, dass Apple immer noch hohe Importzölle für die Einfuhr der Smartphones zahlen muss. Lediglich das iPhone 6S und das iPhone SE werden lokal produziert. Die anderen Hersteller haben mit großem Investitionsaufwand ihre Produktionen nach Indien verlegt, um die Importzölle zu umgehen. In Zukunft will auch Apple das Portfolio der lokal produzierten Geräte zumindest um das iPhone X erweitern. Das berichtet Businessinsider.