Zur WWDC wurden viele neue Technologien in Videos vorgestellt, hier unsere Auswahl

Bei der Berichterstattung zur WWDC 2022 werden auch von uns oft einige "Randthemen" in der Berichterstattung vernachlässigt. Dabei hat Apple über 200 Vortrags-Videos zu den unterschiedlichsten Themen veröffentlicht, die auch für interessierte Nicht-Entwickler empfehlenswert sind. So erläutern die Referenten hier neue Funktionen, die während der Keynote oft nur kurz erwähnt wurden. Die Videos sind englischsprachig, ein durchsuchbares Transkript des Inhalts ist aber ebenfalls verfügbar. Wir haben hier einige der interessantesten Videos für Sie ausgewählt.

Einfache Anmeldung: Meet passkeys

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Eine der wichtigsten Neuerungen von Ventura ist wohl die Einführung von Passkeys, einem Anmeldesystem, das Passwörter ersetzen wird. Die Technologie basiert auf der Technologie FIDO und soll einen einfachen Datenaustausch zwischen Plattformen wie iOS, Android, macOS und Windows ermöglichen. Die Hintergründe werden in einem kurzen Video erläutert.

Warum Augemented Reality nützlich ist

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Um Argumente Reality ist es in den letzten Monaten etwas ruhig geworden, auch in der diesjährigen WWDC ist es aber ein wichtiges Thema für Entwickler. Offenbar besteht noch immer Erklärungsbedarf, wozu AR nützlich ist. In einem der Videos geht es deshalb vor allem um den praktischen Einsatz der neuen Technologie. Ein Beispiel ist etwa die Möglichkeit, wenn man Schülern mit Augmented Reality Größenverhältnisse zeigen will. So ist es weit eindrücklich, wenn man im Kamerabild einen sich bewegenden 5 m großen Dinosaurier einblendet, als einfach nur zu erzählen, dass dieser 5 m groß war.

Apples Wetterdienst: Weather Kit

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Apples Wetter-App ist eine der beliebtesten, aber auch unzuverlässigsten Wetter-Apps – zumindest in Deutschland. Schuld ist daran, dass Apple bisher auf US-Wetterdienste zugreift, für die europäische Daten zweitrangig sind. Anders bei der neuen ins System integrierten Wetter-Funktion, für die Apple offenbar einen komplett eigenständigen globalen Dienst aufgebaut hat  – namens Apple Weather Services. Für Deutschland nutzt Apple etwa Daten des Deutschen Wetterdienstes, jedem App-Entwickler stehen die Daten und Vorhersagen zur Verfügung.

PDFs bearbeiten: PDF Kit

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Live-Text ist ab iOS 16 und macOS Ventura erstmals auch in die PDF-Funktion des Systems integriert. Öffnet man ein PDF, kann man im Prinzip auf einen per OCR erzeugten Text zugreifen. Auch ein Export des Textes ist möglich. Weitere Neuheiten sind das automatische Erkennen von Formularfeldern und die Möglichkeit, aus Bilddateien PDF-Dokumenten zu erstellen. Verbessert wurde außerdem die Option, auf PDFs mit dem Pencil zu zeichnen.

Linux X86-Apps in virtuellen Maschinen

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Interessant für Linux-Anwender: Virtuelle Maschinen können unter Ventura auf Rosetta zugreifen: Das bedeutet: Eigentlich kann man auf einem ARM-Mac nur ARM-Linux-Systeme mit ARM-Apps nutzen. Unter Ventura können aber auch für Intel-CPUs geschriebene X86-64-Apps genutzt werden. Schade: Bei der Nutzung von Windows-Systemen auf dem ARM-Mac ist man weiter auf ARM-Versionen von Windows angewiesen.

Mehr Optionen für die Foto-Auswahl

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Schon seit langen Zeiten gibt es für App-Entwickler den sogenannten Photo Picker. Über diese Systemfunktion kann ein Entwickler den Anwender aus seiner App auf die Fotobibliothek des iPhones und iPads zugreifen lassen. Erstmals wird dieser nun auch für macOS und watchOS verfügbar. Er bekam eine neue Oberfläche und eine neue Seitenleiste. Entwickler können vorgeben, dass ihre App gezielt auf bestimmte Medienarten zugreifen kann. Unterstützt wird nun auch das Sortieren nach verschiedenen Medienarten, so kann man jetzt gezielt auf Screenshots, Zeitlupenvideos und Bildschirmvideos zugreifen.

Räume einscannen: RoomPlan

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Eine faszinierende neue Entwicklungsbibliothek, die sich vor allem an Inneneinrichter und Architekten richtet, ist Room Plan. Kamera und LiDAR-Scanner eines iPad Pro oder iPhone Pro können damit für den 3D-Scan eines Raums verwendet werden. Ein solches Modell kann dann später in ein 3D-Programm wie Cinema 4D oder Auto CAD importiert werden.

Medien gemeinsam nutzen: Share play

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Die Funktion SharePlay ist wohl immer noch etwas erklärungsbedürftig. Gedacht ist sie vor allem für Spiele und Video, die man mit entfernten Freunden teilen und gemeinsam nutzen will.

Safari-Pushnachrichten: Web push

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Benachrichtigungen durch Webseiten sind nicht neu, mit WebPush gibt es aber eine neue Methode einen Nutzer zu benachrichtigen – etwa über einen neuen Artikel oder ein Update. Durch die Nutzung von Webstandards wird erstmals auch kein Developer-Account mehr benötigt, um die Benachrichtigungen zu versenden. Ventura wird über Safari unterstützt, iPad und iPhone folgen aber erst nächstes Jahr.

Walkie-Talkie: Das Push To Talk Framework

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Das neue PushsToTalk Framework soll Audio-Gespräche im Walkie-Talkie-Stil ermöglichen – etwa kurze Ansagen in einer Arbeitsgruppe. Ein Vorteil des neuen Frameworks ist der niedrige Energieverbrauch. Auch der Sperrbildschirm wird unterstützt.

Neu Schriftstile für San Francisco

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Die Systemschrift für alle Systeme heißt San Francisco und bietet jetzt neue Stile wie Condensed, Compressed, and Expanded. Es gibt aber auch einige Erweiterungen für das Arabische, die hier ausführlich erläutert werden.

iPhones verwalten: Device Management

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Der neue Dienst Apple Business Essentials ist ein neues Firmenangebot von Apple. Kleine Unternehmen erhalten hier eine Möglichkeit, ihre iOS- und macOS-Geräte zentral zu verwalten. Welche Verwaltungsmöglichkeiten möglich sind, wird in einem Video ausführlicher erklärt. Sehr praktisch ist etwa, dass man mit dem Apple Configurator for iPhone jetzt auch iPhones und iPads in eine Organisation aufnehmen kann – das war vorher nur per USB möglich.

SMS Filtern

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In vielen Ländern sind SMS noch immer stark verbreitet, für Indien hat Apple deshalb einen speziellen SMS-Filter entwickelt. Dieser sortiert SMS automatisch in Ordner wie Finanzen oder Werbung. Unter iOS 16 können Entwickler aber eigene SMS-Filter entwickeln und nach zwölf Kategorien sortieren. Hier sind einige interessante Apps zu erwarten.

Sprachbedienung: Web Accessibility

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Sehr viele Nutzer haben eine körperliche Einschränkung, oft ist hier Sprachsteuerung die beste Lösung. In Safari wurde diese Funktion weiter ausgebaut, so kann man etwa bei der Erstellung von Webanwendungen erstmals auf SSML zugreifen, einem Webstandard. Dieser bietet neue Optionen für die Regelung der Aussprache. Ebenfalls neu ist die Unterstützung des "dialog"-Patterns, für die einfachere Erstellung von Dialog-Fenstern.