US-Zoll: Oneplus Buds verletzen Apples Markenrechte

Update vom 15. Septmeber 2020: Wie es aussieht will die US-Zollbehörde die Oneplus-Buds nicht wieder herausrücken und hält diese weiterhin für „gefälschte Airpods“. Das gaben die Behörden in einer Erklärung gegenüber The Verge bekannt.

Die US-Behörden gaben demnach an, dass es sich bei den beschlagnahmten Buds um keinen Fauxpas handelte. Unklar bleibt dabei, warum die Oneplus Buds so genau unter die Lupe genommen wurden – diese sind bereits seit Wochen in den USA im Handel, und der Markt mit Airpods-ähnlichen Produkten boomt dabei auch in den USA. Egal ob bei Best Buy, Walmart oder Amazon – deutlich dreistere Produkt-Kopien sind in den USA quasi überall erhältlich.

Oneplus Buds verletzen angeblich Apples Markenrechte

Gegenüber The Verge gaben die Behörden zudem an: „Bei der Untersuchung der fraglichen Sendung stellte ein Importspezialist des CBP fest, dass die Ohrstöpsel des Subjekts anscheinend Apples Konfigurationsmuster verletzten. Apple hat Konfigurationsmuster auf seinen Airpods und hat diese beim CBP registriert“, sagte der Sprecher. Konfigurationsmuster decken dabei das allgemeine Erscheinungsbild eines Produkts ab. „Aufgrund dieser Feststellung haben CBP-Beamte am JFK-Flughafen die Sendung beschlagnahmt“.

So wird es in dem Fall zu einem Gerichtsverfahren kommen in dem Oneplus einen Beweis erbringen muss, dass ihr Produkt keinerlei Markenverletzungen aufweist. Weiterhin bleibt anzumerken, dass Apple selbst keine rechtlichen Schritte gegen Oneplus und dessen Buds unternommen hatte. Zudem gibt es die Oneplus Buds weiterhin im US-Handel zu kaufen.

News vom 14. September 2020 - US-Zoll hält Oneplus-Buds für Airpods-Fälschungen: Die US-Zollbehörden leisteten sich kürzlich einen üblen Fauxpas. Vor zwei Wochen ging den Behörden der CBP (US Customs and Boarder Protection) ein vermeintlich dicker Fisch ins Netz. Die Behörden gaben an, rund 2000 gefälschte Apple Airpods am John-F.-Kennedy-Flughafen entdeckt zu haben und bezifferten den möglichen Schaden auf rund 400.000 US-Dollar.

Der wirkliche Warenwert der vermeintlich gefälschten Airpods liegt allerdings bei rund 158.000 US-Dollar, denn tatsächlich handelte es sich nicht um gefälschte Airpods sondern um Bluetooth-Buds von Oneplus. Diese sind zwar den Apple Airpods im Design ähnlich, aber schon an der Verpackung lassen sich die Oneplus Buds leicht von den Apple Airpods unterscheiden. Warum die Behörde von Fälschungen ausgegangen ist, bleibt dabei offen.

Witzig: Über ihren Fang waren die Behörden derart angetan, dass sie es kurzerhand offiziell per Tweet verkündeten. Oneplus USA antwortete auf den Tweet der US-Behörden mit einem lockeren „Hey, give those back!“ (Hey, gebt die zurück!) mit einem Smiley.

Die Behörde verfasste sogar eine offizielle Pressemitteilung. Hier ein Auszug: „Das Abfangen dieser gefälschten Ohrstöpsel spiegelt die Wachsamkeit und das Engagement unserer CBP-Behörden für den täglichen Erfolg ihrer Missionen.“

Bis jetzt hat der US-Zoll seinen Fauxpas noch nicht eingeräumt. Gerade unter dem Twitter-Post amüsieren sich viele Nutzer über die Behörden des US-Zolls.