Siri

Siri war seiner Zeit, vor genau genommen neun Jahren, der erste persönliche Assistent, der es auf ein Smartphones schaffte, das iPhone 4s. Apple hat sich das Know-How der kleinen Firma Siri eingekauft, ihre App für Android eingestellt und die iOS-App ins Betriebssystem integriert. Seitdem ist immer mehr Konkurrenz auf dem Markt erschienen – Google Assistant, Alexa, Cortana, Bixby und wie sie alle heißen. Lange Zeit hieß es, Siri sei rückständig geworden, nicht flexibel und nicht schlau genug. Apple versuchte in den letzten Jahren den Rückstand aufzuholen, ein bemerkenswerter Sprung ist mit Siri Kurzbefehlen gelungen: Siri kann dem Nutzer vorschlagen, einige Arbeitsschritte am iOS-Gerät für ihn zu erledigen.

Eine repräsentative Umfrage der ARD zur Online-Nutzung in Deutschland hat jedoch herausgefunden, dass Siri nach wie vor der beliebteste persönliche Assistent der Deutschen ist. Rund 16 Prozent der Deutschen nutzen Siri, 13 Prozent nutzen Alexa, 12 Prozent – Googles Dienste wie Google Assistant oder Google Now, nur fünf Prozent – Cortana von Microsoft und drei Prozent – Bixby von Samsung. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich nur bei Siri die Nutzung um einen Prozentpunkt reduziert, andere Assistenten blieben auf dem gleichen Niveau. Von der Gesamtbevölkerung verwendet zumindest ein Drittel (31 Prozent) einen oder mehr persönlichen Assistenten. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich dieser Wert leicht reduziert, noch 2019 nutzten knapp 33 Prozent der Deutschen einen persönlichen Assistenten. In der Gruppe der jungen Anwender (14 bis 29 Jahren) verwendet jedoch mehr als die Hälfte (58 Prozent) Siri, Alexa & Co. Weniger erstaunlich ist die Verteilung der Plattformen: Die Mehrheit nutzt digitale Assistenten auf dem Smartphone (25 Prozent), auf Tablet, Lautsprecher und Rechner entfallen sieben, neun und fünf Prozent respektive.

Die Umfrage wurde mittels eines Telefoninterviews durchgeführt, teilgenommen haben 3.003 Deutsche älter als 14 Jahre. Die Ergebnisse muss man jedoch etwas relativieren, die ARD und ZDF haben diese Daten von 9. März bis 27. April 2020 erhoben, in der Zeit strengen Beschränkungen, verursacht durch Covid-19-Pandemie.