Man kann die Nutzung einer aktuellen SMB-Version erzwingen.

Bei der Verbindung mit Microsoft Server kann seit einem Serverupdate folgendes Problem auftreten: Der Server verweigert die Verbindung und meldet: „Es gab ein Problem bei der Verbindung zum Server“ und „Überprüfen Sie den Servernamen oder die IP-Adresse und versuchen Sie es dann erneut.“ Hilft die Überprüfung aber nicht, kann die Ursache ein Update namens Windows 10 1903 sein, das eine alte SMB-Version  abschaltet.

Wie jetzt Apple in einer Support-Mitteilung erklärt , funktioniert seitdem die Anmeldung mit dem Verfahren NTLM nicht mehr. Als Lösung soll man stattdessen das Kerberos-Verfahren verwenden. Hier muss man statt der IP-Adresse die DNS-Adresse des Shares nutzen. Es gibt aber noch andere Lösungsmöglichkeiten: Man kann einem Mac ab macOS Yosemite gezielt zur Nutzung der neueren SMB-Versionen SMB 2 und SMB 3 zwingen, indem man die Serveradresse über den Finder eingibt. Dazu wählt man in der Menüleiste unter dem Menü „Gehe Zu...“ den Eintrag „Mit Server verbinden“. In einem Fenster kann man nun die Adresse des Servers eingeben, sie muss mit „smb://“ anfangen.

Auch beim Server kann man das Problem lösen, hier muss man das Server Message Block Signing aktivieren. Bei einem Server mit SMB1 vermindert dies allerdings die Performance.

Der Hintergrund: Eigentlich ist das aktuelle SMB3 bei macOS das Standardprotokoll für die Dateifreigabe. Allerdings werden weiterhin auch das originale SMB1 und SMB2 unterstützt und automatisch ausgewählt.