Dass man ein Smartphone reparieren lassen muss, ist nicht gerade selten.

Unnötiger Elektromüll ist dem Europäischen Parlament schon länger ein Dorn im Auge, dazu gehören nicht standardkonforme Ladegeräte, aber auch Geräte ohne Updates, die nicht reparierbar sind und nur eine begrenzte Lebensspanne haben. Diesen Mittwoch wurden deshalb einige Initiativen gestartet , die Nachhaltigkeit und Sicherheit von Produkten stärken sollen. Eine Entschließung über einen nachhaltigeren Binnenmarkt wurde mit 395 zu 94 Stimmen bei 207 Enthaltungen angenommen, für die Umsetzung ist die EU-Kommission zuständig. Über die Vorgeschichte und Apples Haltung zu diesem Thema haben wir bereits berichtet .

Eine der Forderungen ist eine „Recht auf Reparatur“: Die Reparatur von Geräten wie Smartphones soll attraktiver werden und systematisch durchgeführt werden. Helfen sollen dabei längere Garantie, garantierte Ersatzteile und besserer Zugang zu Informationen über Reparatur und Wartung.

Vor allem die letzten Punkte sind schon seit Jahren eine Forderung unabhängiger Reparaturbetriebe wie iFixit, von denen die Initiative begrüßt wird . Einige Länder haben bereits eigene Regelungen, erst vor kurzem hat Frankreich ein eigenes Label eingeführt, das die Reparierbarkeit bestimmter Produkte auf einer Skala von eins bis zehn bewertet. Mehr Unterstützung für den Gebrauchtwarenmarkt und nachhaltige Herstellungsverfahren stehen ebenfalls auf der Liste der Forderungen an die Kommission. Erneuert wird der Wunsch nach einem einheitlichen System für Ladegeräte, was die Entstehung von Elektronikabfall verringern soll. Bei der Vergabe öffentlicher Aufträge soll außerdem mehr auf Nachhaltigkeit geachtet werden. Wirbt eine Firma mit umweltfreundlichen Eigenschaften, soll dies durch gemeinsame Kriterien belegt werden  – ähnlich wie bei Umweltzertifizierungen. Einführen will das Parlament außerdem ein System zur Kennzeichnung der Lebensdauer von Produkten, beispielsweise mit Verbrauchszählern und Angaben zur geschätzten Lebensdauer.