Null-Kennzeichen sorgt für Chaos bei Verkehrsbehörde

Auf der Hackerkonferenz Defcon in Las Vegas berichtete der Hacker „Droogie“, wie er die Behörden trollen wollte, indem er sich für das Wunsch-Nummernschild „Null“ entschied. Das ging allerdings schön nach hinten los und sorgte für Chaos bei der Verkehrsbehörde.

In der Informatik bezeichnet man „Null“ als einen Zustand, der das Fehlen eines Wertes anzeigt. Im US-Bundesstaat Kalifornien entschied sich Droogie, nach eigener Aussage nur „zum Spaß“, für das Kennzeichen.

Zuerst verhielten sich die Dinge noch recht normal. Droogie erklärte auf der Konferenz, er sei ein vorsichtiger Fahrer und bekam auch keine Strafzettel im ersten Jahr, in dem er das Nummernschild besaß. Dies änderte sich allerdings, als er sein Nummernschild online verlängern wollte. Nach der Eingabe bei der Online-Plattform der Verkehrsbehörde DMV kam es zu Komplikationen, weil die DMV-Stelle die "Null" nicht als richtigen Input erkannte.

12.000 US-Dollar Strafzettel-Schulden

Bei der Behörde galt Droogie dann als Person, die mit einem Null-Wert im Kennzeichen-Feld verknüpft ist. Die Datenbank stellte alle Strafzettel mit fehlenden Daten der Kennzeichen nun wohl Droogies „Null“-Nummernschild zu. Und in kurzer Zeit stand Droogie mit 12.000 US-Dollar an offenen Strafzetteln bei der Verkehrsbehörde in der Kreide.

Er scherzte in seinem Vortrag: Erst dachte er: „Ich bin krass, ich werde unsichtbar sein“, „stattdessen erhielt ich alle Strafzettel“. Nachdem er die DMV sowie die LAPD kontaktierte und seine Situation erklärte, sagten beide Stellen, er solle doch einfach das Nummernschild wechseln. Das lehnte Droogie ab, er hatte ja schließlich nichts falsch gemacht.

Die DMV löschte ihm letztendlich die auf sein Nummernschild falsch ausgestellten Strafzettel aus dem System. Den Fehler behob die DMV allerdings nicht. Nun hat Droogie erneut 6.000 US-Dollar an Strafzettel-Schulden offen. Bezahlen wird er diese aber wohl nicht.

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