Graphen in künstlerischer Darstellung: Kohlestoffatome sind hexagonal in einer Ebene angeordnet

An Lithium-Ionen-Batterien geht derzeit in der IT und der Elektromobilität nichts vorbei, Energiedichte und Ladegeschwindigkeiten sind von anderen aktuellen Technologien nicht erreicht. Die Nachteile liegen ebenso auf der Hand: Das Element Lithium wird unter teils haarsträubenden Umweltbedingungen gewonnen, die Gefahr des thermischen Durchgehens und damit der Wohnungs- und Garagenbrände ist auch nicht von der Hand zu weisen.

Die Zukunft klopft aber schon an der Tür, Graphen-Batterien könnten einen Ausweg bieten, mit noch höherer Energiedichte und Sicherheit, dabei aber kürzeren Ladezeiten. Ein hypothetisches Graphen-Elektroauto könnte ebenso schnell aufgeladen werden, wie ein Benziner oder Diesel vollgetankt.

Graphen ist indes ein Material, das sich nicht in Salzseen oder Minen schürfen lässt, sondern im Labor erzeugt wird: Im Wesentlichen handelt es sich hier um Kohenstoff, der in einer ebenen, hexagonalen Struktur angebracht ist. Aufgerollt ergibt das jene Nanoröhren, die seit den den Achtzigern des vergangenen Jahrhunderts weithin bekannt sind.

Dan Robitzski hat für Futurism.com das Thema weiter vertieft und das Startup Nanograf besucht, das an der Entwicklung von marktfähigen Graphenbatterien forscht. Wenn die Vorhersagen der Wissenschaftler eintreffen, ändert die Technologie das Spiel komplett, allein durch die geringere Hitzeentwicklung in einer Graphenzelle wäre viel gewonnen und Geräte denkbar, die heute technisch unmöglich sind. Hinzu kommen eine längere Laufzeit und ein geringerer CO 2 -Fußabdruck bei der Produktion, von den bedeutend kürzen Ladezeiten ganz zu schweigen. Allein die Frage, wann Graphen-Batterien die mit Lithium-Ionen ersetzen, bleibt noch offen.