ProudCrowd

Apples und Googles APIs zur Corona-Tracing-Verfolgung sind zwar erst seit dieser Woche aktiv , eine erste App, die darauf basiert, hat der US-Bundesstaat North Dakota bereits veröffentlicht. Care19 hält aber nicht das von seinen Entwicklern gegebene Datenschutzversprechen ein, wie laut Fast Company die auf Datenschutz spezialisierten Experten von Jumbo Privacy herausgefunden haben.

Die von ProudCrowd entwickelte Anwendung sende nämlich Ortsdaten an Dritte, speziell an Google und Foursquare, lautet der Vorwurf. Die App ist zwar auf freiwilliger Basis installiert und soll den Standort nur dann protokollieren, wenn man sich zehn Minuten oder länger wo aufgehalten wird. Anonymisiert werde das mit Daten der Gesundheitsbehörden abgeglichen, die App würde Alarm geben, wenn man in der Nähe von später als Covid-19-positiv registrierten Personen war. Die Entdeckung von Jumbo Privacy ist ein Rückschlag für die Akzeptanz von Tracing Apps, die nur dann hilfreich sind, wenn möglichst viele sie nutzen.

Der Fehler ist aber nicht Apple oder Google anzukreiden, sondern den Machern von Care19, die gegenüber "Fast Company" bereits versprochen haben, die kritisierte Funktion wieder zu deaktivieren. Zuvor hat das Unternehmen beschwichtigt: "Die Benutzeroberfläche der Care19-Anwendung zeigt deutlich die Verwendung von Foursquare auf dem Bildschirm unserer "Near Nearby Places" an, gemäß den Bedingungen unserer Foursquare-Vereinbarung. Unsere Datenschutzrichtlinie erwähnt diese Verwendung derzeit jedoch nicht ausdrücklich. Wir werden mit unseren staatlichen Partnern zusammenarbeiten, um in unserer Datenschutzrichtlinie expliziter zu sein. Es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass unsere Vereinbarung mit Foursquare ihnen nicht erlaubt, Care19-Daten zu sammeln oder in irgendeiner Form zu verwenden, die über die bloße Ermittlung nahegelegener Unternehmen und deren Rückgabe an uns hinausgeht."