Briten fürchten Spinnen mehr als Cyberkriminalität

Simon Lohmann |
Wovor haben die Briten am meisten Angst? Auf diese Frage liefert eine aktuelle Studie von McAfee nun Antworten. Cyberkriminalität ist nur auf Platz sechs - noch hinter Schlangen und Zahnärzten.
Fotolia/der_herr_schulz

Cyber-Kriminalität? Für Briten weniger ein Problem als Spinnen.

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Wovor würden Sie sich mehr fürchten: vor Spinnen oder davor, gehackt zu werden? Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des WWW führte McAfee eine Studie in Großbritannien durch. Das Ergebnis: Arachnophobie, die Angst vor Spinnen, ist bei den Briten weiter verbreitet als die Angst davor, Opfer von Cyberkriminalität zu werden. Dabei liegt die Wahrscheinlichkeit, wegen eines Spinnenbisses im Krankenhaus zu landen, bei eins zu einer Million.

Die Angst vor Spinnen, Höhen, Schlangen, Zahnärzten und engen Räumen ist am stärksten ausgeprägt. Erst an sechster Stelle kommt die Angst vor Cyberangriffen.

Der Studie zur Folge fürchten sich 23 Prozent der Briten, dass sie von der Regierung oder anderen Unternehmen mindestens einmal täglich gehackt und/oder verfolgt werden. Darüber hinaus verfolgen die Briten die Entwicklung von künstlicher Intelligenz mit Skepsis: etwa ein Fünftel der Befragten glaubt, dass der Gebrauch von KI zu Datenschutzverletzungen bei der Arbeit führt, in Folge dessen interne Systeme infiziert werden könnten und dies letztendlich zu Disziplinarmaßnahmen oder sogar einer Kündigung des Arbeitsplatzes führe.

Aus der Studie geht auch hervor, was die Briten für die größten Bedrohungen der Cybersicherheit halten:

  • Wi-Fi-Hotspots (32 Prozent)

  • Cloud-Speicher und -Anwendungen (22 Prozent)

  • mit Mobilfunknetzen verbundene Geräte (21 Prozent)

50 Prozent der Befragten glauben, dass zur Zeit ein Cyberkrieg herrscht und etwa 25 Prozent meint, dass diese Kriegsführung die größte Bedrohung für die Nation ist. ( Anm. d. Redaktion: Wir stufen die Folgen des Brexit dann doch als etwas schwerwiegender ein ).

Laut John Fokker, Leiter der Cyberforschung bei McAfee, besteht für die britische Öffentlichkeit kein Grund, in Panik zu geraten: "Es gibt einfache Schritte, damit jeder seine Daten auf all seinen Geräten schützen kann." Dazu zählen:

  • öffentliche Wi-Fi-Hotspots meiden

  • Erst nachdenken, dann klicken, um Phishing-Angriffe zu vermeiden

  • sichere Passwörter für Online-Konten verwenden

  • Passwortmanager