Erste Prognosen fuer die iPhones von 2020

Apples Finanzchef Luca Maestri  kündigte an, dass in diesem Jahr das iPhone "einige Wochen später" kommen werde, vermutlich also erst im Oktober oder gar November. Hier zeigt sich die bislang einzige negative Wirkung der Pandemie auf Apples Geschäft: Die Verzögerungen in der Lieferkette konnte das Unternehmen bisher nicht kompensieren. Apple hat aber auch in früheren Jahren ein neues iPhone erst im November auf den Markt gebracht – das iPhone X. 2017 haben die Macher in Cupertino eine neue Generation des iPhones zusammen mit iPhone 8 vorgestellt. Das "gewöhnliche" Modell kam dann gewohnt einige Tage später in die Läden, das iPhone X deutlich später. Im Jahr darauf war es umgekehrt: Das iPhone XS (Max) kam praktisch sofort in den Handel, das iPhone XR gut vier Wochen später. Letzten Herbst waren iPhone 11 und iPhone 11 (Pro) gleichzeitig noch im September zu haben.

Nun hat Apple offenbar für 2020 keine zwei völlig unterschiedliche iPhones geplant, sondern vier Varianten des gleichen Modells mit OLED-Bildschirm und 5G-Funk. So stellt sich also die Frage, ob eine Keynote Anfang September noch sinnvoll wäre. Zuletzt hat Apple eine iPhone-Keynote Anfang Oktober im Jahr 2011 veranstaltet: Damals kam das neue iPhone 4S auf den Markt, gleichzeitig debütierte Siri als erster smarter Assistent auf dem Smartphone.

Ob Apple auch heuer ähnlich verfährt, bleibt noch ungewiss. Was man jedoch mit Sicherheit voraussagen kann, ist eine Keynote ohne Publikum, ähnlich wie die Vorstellung von iOS 14 und macOS Big Sur Ende Juni. Die aktuellen Covid-19-Zahlen in den USA sehen besorgniserregend aus, deutlich schlimmer als noch Ende Juni bei der WWDC. Ob sich die Situation bis Ende September bzw. Anfang Oktober beruhigt, scheint angesichts des dilettantischen Krisenmanagements der USA eher unwahrscheinlich.