Bilder hatten schon immer das Potential, Wahrheiten zu verbiegen, zu verschleiern, zu verschweigen oder gar völlig zu verdrehen. Oder sie einfach korrekt und unretuschiert zu erzählen, selbst wenn man dazu die Bilder ein wenig überarbeitete. Seit beinahe 30 Jahren fällt es wesentlich leichter, Dinge und Personen in einem ganz anderen Licht dastehen zu lassen, am 19. Februar 1990 veröffentliche Adobe die erste Version von Photoshop, damals exklusiv für den Mac.

Antwort auf die gestrige Frage:

Sun Microsystems hatte Ende der Neunziger die Star Division mitsamt ihrem Produkt Star Office übernommen und bald darauf das Paket als Open Office unter Open Source gestellt. Für viele Plattformen verfügbar ist Open Office zusammen mit Varianten wie Libre Office heute durchaus eine Alternative zu Microsoft Office, da es wie auch die iWork-Programme von Apple wunderbar mit den Office-Formaten aus Redmond umgehen kann.

Nun ist es nicht die Schuld eines Bildbearbeitungsprogramms, wenn die damit manipulierten Bilder die Wahrheit verdrehen, es kommt wie bei jedem Werkzeug darauf an, was man damit macht. Erstmals kam Photoshop bei einer Aufgabe zum Einsatz, die eine Wahrnehmung entstehen lassen sollte, die eine objektiven Wahrheit gar nicht entsprechen kann. Mit analog oder digital manipulierten Bildern lassen sich vortrefflich Geschichten erzählen, die so auch hätten stattfinden können. James Cameron engagierte für die Produktion des Filmes "The Abyss" die Effektspezialisten John und Thomas Knoll, die mit ihrer selbst geschaffenen Software in der Lage waren, Bilder so aussehen zu lassen, als kämen sie aus einer anderen Welt. Anders als etwa Pixars Renderman, mit dem all die "Toy Stories", "Cars" und "Nemos" entstanden, hat Photoshop eine breite Anwenderschaft auch außerhalb von Filmstudios gefunden.

Selbst Profis, denen wenig an Bildmanipulation und Verfälschung der Realität gelegen ist, nutzen die Software, um ihre Fotos zu verbessern. Übertreiben kann man aber immer, wer sich wirklich gut mit der Technik auskennt, kann die Wahrnehmung derart verfälschen, dass man beispielsweise eine 60-jährige Sängerin für eine 30-jährige Hupfdohle halten kann. Aber im konkreten Beispiel verfälschen ja auch Toningenieure die Wahrheit – man erinnert sich mit Schaudern an Madonnas ESC-Auftritt.

Kennt sich der Anwender hingegen nicht so gut aus, führt das mitunter zu lustigen Ergebnissen, das Web ist voller Photoshop-Pannen.

Mit dem gestern in unserem Adventskalender behandelten Microsoft Office hat Photoshop etliche Gemeinsamkeiten. Es ist derart komplex, dass nicht einmal ein ganzes Berufsleben ausreicht, um alle Funktionen kennen und nutzen zu lernen. Es kam vom Mac, ist aber unter Windows so weit verbreitet, dass der Wunsch nach Nutzung der Software nicht den Kauf der Hardware bestimmt. Es ist relativ teuer, vor allem dann, wenn man noch ein paar andere der Programme verwenden will, die Adobe mit Photoshop zunächst in die Creative Cloud und später in die Creative Suite gepackt hat. Es gibt jetzt sogar eine iPadOS-Version, die die Anwender bisher aber eher enttäuscht hat . Während Microsoft seine Suite für den Mac mittlerweile auch im Mac App Store anbietet, ist dort nur die Light-Version zu finden: Photoshop Elements, das man nach wie vor einzeln kaufen kann und nicht abonnieren muss.

Das Abo-Modell für Software, das auch Apple in seinem App Store fördert, hat Vorteile für die Kunden: Regelmäßig gibt es Updates mit neuen Funktionen, bei Adobe einmal im Jahr und investiert nicht alle drei bis vier Jahre in ein völlig neues Programmpaket, an das man sich neu gewöhnen muss. Weiterer Vorteil: Kleinere Fehler können weit regelmäßiger ausgebessert werden als bisher. In Zeiten des Software-Vertriebs auf Disketten und CDs war das weit schwieriger und kam daher auch seltener vor.

Andererseits wollen viele Kunden eben nicht nach relativ kurzer Zeit wieder alles neu machen (müssen), sondern gerne länger bei einer Software und ihren vertrauten Funktionen bleiben. So lässt Photoshop eine reichhaltige Schar von Mitbewerbern entstehen, Bildbearbeitungsprogramme wie Skylum Luminar, Photodirector, Affinity Foto oder nicht zuletzt die Open-Source-Software Gimp haben ihre Berechtigung und eine treue Nutzerschaft.

Wo Photoshop aber unbestrittene Vorteile hat, ist die Einbindung in Adobes Ökosystem von Kreativprogrammen. Mit dieser Idee hatte kurz nach der Jahrtausendwende schon Indesign den Layout-Platzhirschen Quark Xpress abgelöst. Wenn man kein Photoshop hat, dann hat man eben kein Photoshop.

Die heutige Frage dreht sich um das eben erwähnte Layoutprogramm, das Adobe unter welchem Codenamen entwickelt hatte?

1.) Everest
2.) K2
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