Einige Funktionen sind sogar dreimal so schnell wie auf Intel-Macs

Adobe hat gestern Abend eine neue Version von Premiere Pro freigegeben , diese ist unter der Nummer 15.4 geführt. Wie bereits früher angekündigt, kann die Videobearbeitungssoftware nativ auf den M1-Macs laufen. Schon die Geschwindigkeitstests der Beta-Version haben erstaunliche Ergebnisse gezeigt: In manchen Fällen lief die Software von Adobe bis zu 80 Prozent schneller auf einem M1-Mac als die gleiche Version auf einem Intel-Rechner. Vor allem die Funktionen, die Neuronale Engine von Apple nutzten, profitierten von der Portierung auf die ARM-Version.

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Diese bestätigen auch Ergebnisse aus der finalen Version: Ein M1-Macbook benötigte noch mit der Premiere Pro 15.1 11 Sekunden Bearbeitungszeit für eine Minute Video-Material, mit der Version 15.4 reduziert sich diese Zeit auf drei Sekunden. Ein M1-Mac ist im Vergleich mit den anderen Plattformen ein klarer Geschwindigkeitsgewinner: Das Intel-Macbook braucht mit Premiere Pro 15.4 nun knapp 10 Sekunden, um eine Minute von Video-Material zu bearbeiten, ein Windows-Rechner mit der RTX-3090-Grafikkarte – immerhin sechs Sekunden. Bemerkenswert, dass die native M1-Version von Premiere alle Vorteile einer schnelleren Grafikkarte wie Nvidia RTX 3090 wettmacht: Noch vor dem Update brauchte Windows-Workstation neun Sekunden für eine Minute Video-Footage, der M1-Rechner mit Rosetta – 11 Sekunden.

Schnellere Video-Bearbeitung mit M1-Rechnern.

© Adobe

Allerdings hat Adobe bei Premiere Pro die Unterstützung für ältere Rendering Engines wie CUDA oder OpenGL eingestellt .

Zudem fehlen nach den Angaben des Herstellers bei der M1-Version einige Funktionen, die wohl später nachgereicht werden . Dazu gehören unter anderem:

  • Aufnahme der Workflows

  • Export zu Wraptor DCP

  • Import und Export von dem Gopro-Cineform-Codec

  • Import von einigen XDCAM-Formaten (XDCAMEX)

  • Export zum P2-Movie-Format

  • AAF Import und Export

  • Synchronisierung der Einstellungen über Creative Cloud