Der Slot links im Bild ist nur bedingt für das Auslagern von Dateien geeignet

Rotierende Festplatten sind langsam und Solid-State-Laufwerke (SSDs) kosten dafür schier ein Vermögen. Das führte dazu, dass viele Leute bei Festplatten blieben oder Macs mit SSDs mit geringer Kapazität – wie 256 GB oder 512 GB – kauften, weil der nächstgrößere Speicher den Preis um hunderte Euro erhöhte. Ich sitze hier an einem iMac 2017 mit einem 1-TB-Fusion-Laufwerk, weiß also, wovon ich rede.

Wenn Sie eine Festplatte in Ihrem Mac oder eine SSD mit geringer Kapazität haben, sind Sie sicherlich versucht, Ihr System zu aktualisieren und Geschwindigkeit und/oder Kapazität hinzuzufügen. Und einige von Ihnen könnten versucht sein, die Kosten für dieses Upgrade zu senken, indem Sie eine SD-Karte (typischerweise im Micro-SD-Format) verwenden, die in den Kartensteckplatz der Mac-Generationen vor denen mit USB-C oder Thunderbolt 3 passt.

Ich rate Ihnen aber von der SD-Karte ab, so verlockend sie auch sein mag, es sei denn, Sie verwenden eine Karte für weitgehend statische Speicherung, wie zum Beispiel das Auslagern von Dateien, die Sie auf dem entsprechenden Gerät nur selten brauchen. Wenn Sie auf dem Volumen aber viel zu Lesen und zu Schreiben haben oder es gar als Startlaufwerk verwenden wollen, ist die Lösung nicht geeignet.

SD-Karten verwenden zwar die gleichen Flash-Speicherchips wie SSDs, aber die Art und Weise, wie der Speicher verpackt und verwaltet wird, ist ganz anders. Eine SSD verfügt über ein ausgefeilteres Controller-System, das mit den Einschränkungen des Flash-Speichers arbeitet, der nach einer beträchtlichen Anzahl von Schreibvorgängen verschleißt. Eine SSD "verteilt" diese Nutzung, sodass keine einzelne Stelle nacheinander oder übermäßig oft beschrieben wird. Durch die Nivellierung des Verschleißes wird die Lebensdauer einer SSD drastisch verlängert. Viele Laufwerke bieten optional "Trimmen", eine Funktion, bei der das Laufwerk und das Betriebssystem beim Löschen von Dateien Informationen weitergeben, die zur Verbesserung der allgemeinen Schreibgeschwindigkeit beitragen.

SSDs haben auch eine verteilte Architektur für die Flash-Speicherchips, die weitaus höhere Geschwindigkeiten als SD-Karten ermöglicht. Eine High-End-Lexar-HD-Karte mit 1 TB, die mit 95 Megabyte pro Sekunde (MBps) für das Lesen von Daten und mit Klasse 10, U3, V30 – drei Maßeinheiten für die Leistung – gekennzeichnet ist, für etwa 30 MBps Schreibdaten, kostet nur etwa 200 Euro im Handel. Eine SSD von Other World Computing, die sich anstelle der vorhandenen SSDs in Macbooks Pro der Baujahre 2013 bis 2015 einbauen lässt, kostet 323 Euro für 1 TB – und hat eine Lesegeschwindigkeit von 3.282 MBps und eine Schreibgeschwindigkeit von 2.488 MBps. Das sind dann schon andere Leistungswerte.

Selbst wenn Sie Ihr internes Laufwerk in Mac Mini oder iMac nicht austauschen können, könnten Sie eine externe SSD in einem mit USB 3 oder Thunderbolt 3 ausgestatteten Gehäuse verwenden. OWC bietet eine 1 TB Thunderbolt 3 SSD für knapp 300 Euro an. Sie können Ihr Startvolumen auf das externe Laufwerk klonen, neu starten und feststellen, dass Ihr Rechner wie neu ist. Ist für Desktops eher zu empfehlen als für Laptops, da Sie den externen Speicher ja auch immer mitnehmen müssten.