Macbook Pro 16 Zoll

Es wäre ja auch zu früh: Apple hat noch kein Upgrade des Ende letzten Jahres erschienenen 16-Zoll-Macbooks Pro angekündigt. Aber wenn es irgendwann einmal auf den Markt kommt, wird es wahrscheinlich die neue CPU enthalten, die Intel gerade angekündigt hat. Die "10th Gen Intel Core-H Series", wie sie offiziell genannt wird (oder "Comet Lake-H", wie die Hardware-Enthusiasten sie nennen), wird Taktraten über 5 GHz bieten.

Intel nennt sie den "schnellsten Mobilprozessor der Welt" und ist der jüngste Schritt im härter werdenden Wettstreit zwischen Intel und AMD auf dem Laptop-Markt. Apple verbaut seit 15 Jahren Intel-Chips, und wenn das so weitergeht, wird das 16-Zoll-MacBook Pro wahrscheinlich noch in diesem Jahr ein Upgrade auf die neuen Prozessoren erhalten. Das alles ist zu erwarten:

Taktrate über 5 GHz – manchmal

Der beste Prozessor, den Sie derzeit im 16-Zoll-Macbook-Pro erhalten können, ist der Intel Core i9-9980HK der 9. Generation. Es handelt sich um eine 8-Kern-CPU mit 16 Threads und einer Kern-Taktfrequenz von 2,4 GHz und einem maximalen Boost-Takt von 5,0 GHz.

Der schnellste Prozessor der 10. Generation hat immer noch einen Grundtakt von 2,4 GHz, erreicht aber mit 5,3 GHz (eine Steigerung von 6 Prozent) die Spitze. Es gibt jetzt jedoch drei weitere Prozessoren in der Reihe, die bis zu 5,0 GHz oder mehr boosten.

Der Comet Lake-H ist genau wie die Prozessoren der 9. Generation, nur mit etwas höheren Taktraten.

© Intel

Natürlich sind höhere Taktraten nur unter den richtigen Bedingungen erreichbar. Intel listet den Boost-Takt als "maximale Single-Core-Turbo-Frequenz" auf, und thermische Beschränkungen sind hier ein großer Faktor. Wenn Sie mehrere Kerne über längere Zeiträume hinweg stark auslasten (wie beim Export eines großen 4K-Videoprojekts), werden Sie diese Spitzen-Taktfrequenz nicht erreichen.

10. Generation (aber nicht wirklich)

Intel bezeichnet diese Bauteile der 10. Generation angehörig, aber dieser Begriff ist ein wenig inkorrekt. Das Macbook Air 2020 verfügt auch über Intel-CPUs der 10. Generation; das sind die neuen Ice Lake Prozessoren, die in einem 10nm-Prozess hergestellt werden und auf eine neue Mikroarchitektur mit dem Namen Sunny Cove setzen. Sie weisen eine Menge Effizienzverbesserungen auf, damit die CPU mehr Arbeit bei geringerer Taktfrequenz erledigen kann.

Die Comet Lake-H werden zwar als 10. Generation bezeichnet, werden aber in einem 14-nm-Prozess hergestellt und basieren auf der älteren Skylake-Mikroarchitektur, die Intel in den letzten Jahren immer mehr verfeinert hat.

Es ist weitaus passender, diese neuen CPUs mit den Chips der 9. Generation zu vergleichen, die bereits im Macbook Pro enthalten sind. Es handelt sich im Wesentlichen um die gleichen Prozessoren mit etwas höheren Boost-Taktraten bei gleicher thermischer Leistung und mit Unterstützung für den immer noch etwas schnelleren RAM.

Sollten Sie mit dem Kauf warten?

Wenn Sie ein Macbook Pro in Betracht ziehen, gibt es keinen Grund, auf diese Prozessoren zu warten. Der kleine Leistungsschub, den diese Chips liefern, wird im täglichen Gebrauch wahrscheinlich nicht zu spüren sein – zumindest nicht so sehr, dass Sie auf sie warten sollten.

Diese Markteinführung hat mehr damit zu tun, dass man versucht, AMDs äußerst beeindruckenden Mobilprozessoren der Ryzen-4000-Serie entgegenzuwirken, die eine viel bessere Gesamtleistung zu liefern scheinen, während sie weniger Strom verbrauchen und in kleinere, leichtere Laptops passen. In der Tat dreht sich ein Großteil von Intels Marketing um diese neuen Chips darum, wie Windows-Benutzer sie in dünneren und leichteren Designs sehen werden.

Wenn Apples nächstes Macbook-Pro-Update nur die aktuellen Prozessoren der 9. Generation durch diese Comet Lake-H-Chips ersetzt, gibt es keinen Grund zur Aufregung. Wenn es weitere große Veränderungen im Geschäft gibt – wie eine große Erhöhung der Speicherkapazität zum gleichen Preis oder ein Wechsel zu AMD-Chips – wäre es das Warten wert. Die neuen Prozessoren unterstützen auch Wi-Fi 6 (auch bekannt als 802.11ax), was zwar nett ist, aber nicht als Hauptunterscheidungsmerkmal erscheint.