Tim Cook warnte Trump vor Strafzöllen für China

Peter Müller |
Vor einigen Wochen traf sich Tim Cook in Washington mit dem US-Präsidenten Donald Trump.
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Tim Cook und Donald Trump besprechen die Modernisierung des Weißen Hauses.

Flickr, iPhonedigital.es

Widerspruch: Vor einigen Wochen traf sich Apple-CEO mit dem Präsidenten im Weißen Haus und hat nun gegenüber Bloomberg TV über die Inhalte der Unterredung gesprochen. Vor allem habe Cook dem Präsidenten erklärt, dass der Ansatz von Strafzöllen gegenüber China falsch sei. Bisherige Handelsabkommen seien zwar durchaus fehlerhaft, es gebe aber andere Mittel und Wege, sie zu verbessern. Dies habe er dem POTUS analytisch und mit Argumenten auseinander gesetzt.

Ebenso habe er gefordert, dass es für die sogenannten Dreamers einen neuen rechtlichen Status geben müsse, jene als Kinder illegal in die USA gebrachten Migranten, die durch Obamas Programm "Deferred Action for Childhood Arrivals" vor Abschiebung geschützt waren. Man sei nur noch "eine Anordnung von einer Katastrophe entfernt", erklärt Cook. Aus Trumps Steuerreform ziehe Apple jedoch Nutzen, indem sein im Ausland verdientes Geld zu akzeptablen Konditionen nach Hause bringen könne. In den nächsten fünf Jahren werde man 350 Milliarden US-Dollar in den USA ausgeben, in Form von Steuern, Investitionen und einem neuen Campus sowie dem Aktienrückzahlungsprogramm. In einem Statement nach dem Gespräch zwischen Cook und Trump hatte das Weiße Haus nur gesagt, Cook habe Trump dafür gelobt, die Kritik des Apple-CEO an den anderen Entscheidungen des Präsidenten aber verschwiegen.