macOS 11: Neues Konzeptdesign für den Mac

Simon Lohmann |
Der Termin für die nächste Apple Keynote steht eigentlich noch gar nicht fest. Das hält Grafikdesigner jedoch nicht davon ab, im Internet ihre Vorstellungen des kommenden Macintosh-Betriebssystems zu präsentieren.
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Wie das neue macOS 11 aussehen wird, verrät Apple voraussichtlich auf der nächsten WWDC.

Álvaro Pabesio

Ein Konzeptdesign jagt das nächste: Nachdem wir bereits gezeigt haben, wie neue Funktionen unter iOS 12 aussehen könnten , ist nun das Betriebssystem für Macs an der Reihe. Auch hier wird viel spekuliert, was genau Apple zukünftig ändern wird. Außer Apple selbst wird dies wohl noch niemand wissen. Der Grafikdesigner Álvaro Pabesio gewährt jedoch einen Einblick , wie macOS 11 aussehen könnte.

„All-New Design“

Einfacher, nützlicher und bedienungsfreundlicher - aber trotzdem vertraut. So stellt sich Pabesio macOS 11 vor. Das Design des OS wird angepasst und orientiert sich dabei stark an iOS-Elementen, wie folgende Konzeptgrafik zeigt:

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Die neue Menü-Leiste orientiert sich stark an der Notch vom iPhone X.

© Álvaro Pabesio

Die Menü-Leiste wird getrennt und ist nur noch am oberen linken und rechten Bildschirmrand zu finden. Natürlich hat sich Pabesio vom iPhone X inspirieren lassen. Dort ergibt die Aufteilung der Statusleiste wegen der Notch natürlich Sinn. Beim Mac sieht die Funktion zwar ganz cool aus, ob ein solches Feature aber sinnvoll ist, steht auf einem anderen Blatt. Denn möchte man manche Funktionen aus der Leiste in Anspruch nehmen, muss diese zuvor erst eingeblendet werden. Klingt eher nach mehr Arbeit als revolutionäres Feature.

Control Center

Wischt man mit zwei Fingern von der Statusleiste nach unten, erfährt der Nutzer nicht nur ein haptisches Feedback, sondern bekommt auch ein neues Control Center zu sehen. Im Prinzip handelt es sich hierbei um manche Features, die in alten macOS-Versionen in der Statusleiste Platz gefunden haben, wie beispielsweise das WLAN-Symbol. Dank der neuen „Notch“ auf dem Mac sind die Einstellungen für WLAN, Bluetooth, AirDrop und Nachtmodus, sowie Helligkeit und Lautstärke nun im Control Center abgelegt. Sowohl Design, als auch die Auswahl der Funktionen erinnern dabei stark an das Control Center unter iOS 11.

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Auch das Control Center erinnert an die iOS-Version.

© Álvaro Pabesio

Universelle Apps

Unter der Bedingung, dass auf dem iPhone iOS 12 (oder neuer) installiert ist, soll es angeblich unter macOS 11 möglich sein, alle iOS-Apps auch auf dem Mac zu benutzen. Es gibt tatsächlich erste Gerüchte, dass Apple unter dem Projektnamen "Marzipan" erste Versuche in diese Richtung unternimmt.

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Dieses Feature wird wohl so leicht nicht umsetzbar sein.

© Álvaro Pabesio

„Proactive Siri“

Siri soll nicht nur auf Sprachbefehle hören, mit macOS 11 wird Siri proaktiv. Soll heißen: Je nach Programm macht Siri Vorschläge, was man als nächstes tun könnte. Hat man ein Textdokument geöffnet, erscheint in der Statusleiste ein bunter Punkt mit der Option „Ins Spanische übersetzen“. Oder aber man öffnet ein Bild, dann erscheint möglicherweise ein Vorschlag von Siri, der „In Photoshop öffnen“ lauten könnte.

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Siri soll unter macOS 11 dem Nutzer aktiv Vorschläge machen.

© Álvaro Pabesio

Dark Mode

Falls jemand von Apple gerade mitliest: Hört auf Álvaro Pabesio und führt endlich einen Dark Mode ein! Es macht das Arbeiten – gerade in dunkler Umgebung – um so vieles angenehmer und sieht (meiner Meinung nach) besser aus. Und nein, Apple, wir sprechen hier von einem richtigen Dark Mode und meinen damit nicht die Möglichkeit, wie unter iOS 11 Farben „intelligent“ umzukehren und somit einen Dark Mode ähnlichen Effekt zu erzielen.

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Der Dark Mode ist schon seit einiger Zeit überfällig.

© Álvaro Pabesio

Pabesio spricht in seinem Konzept davon, dass jede App mit einem Dark Mode ausgestattet ist. Vermutlich meint er die Apple eigenen Apps, denn auch Apple hat keine Chance, in den Apps von Drittanbietern einen Dark Mode zu etablieren.

Apple-Apps

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Flacher und knalliger - so stellt sich der Grafiker Pabesio die Apps unter macOS 11 vor.

© Álvaro Pabesio

Auch die Apps sollen überarbeitet werden und bekommen ein neues Design verpasst. Die Farben sind knalliger, das gesamte Design wird noch flacher als es ohnehin schon ist.

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Beispiel Finder: Das neue Design wirkt auf den Blick aufgeräumter.

© Álvaro Pabesio
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Mit macOS 11 soll das Teilen von Dokumenten mit Arbeitskollegen noch besser funktionieren.

© Álvaro Pabesio

Auch iTunes und Nachrichten wurden einem Neudesign unterzogen. Ob Apple in eine ähnliche Richtung gehen wird?

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iTunes könnte tatsächlich mal ein größere Update mit mehr Struktur vertragen.

© Álvaro Pabesio
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Auch Messages wird dem restlichen Design angepasst.

© Álvaro Pabesio

Zu guter Letzt sorgte Pabesio bei uns in der Redaktion für einen Lacher. Mit macOS 11 soll die eingebaute Kamera im Mac auch einen Portrait-Modus bekommen. Sollte Apple keine geniale Software erfinden, welche die Qualität der Bilder drastisch erhöht, sollte man sich mit der im Macbook Pro eingebauten 720p HD-Kamera allerdings auf keine allzu qualitativ hochwertigen Aufnahmen freuen.

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Portrait-Aufnahmen mit der eingebauten MacBook-Kamera? Äußerst unwahrscheinlich.

© Álvaro Pabesio