iPod-Vater verlangt von Apple Kampf gegen Smartphone-Sucht

Peter Müller |
Tony Fadell war ein langjähriger Mitarbeiter von Apple und hat am iPod-Konzept entscheidend mitgewirkt.
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Fotolia / Daniel Berkmann

Tony Fadell, einst Chefentwickler des iPod und auch am Entstehen des iPhone entscheidend beteiligt, fordert Apple in einer auf "Wired" erschienenen Kolumne auf , etwas gegen digitale Sucht zu unternehmen. Das sei nicht nur ein Facebook-Problem oder eines für Minderjährige, sondern gehe uns alle an. Anders als bei der Ernährung könne man aber nicht genau sagen, was zuviel und ungesund ist und wo gewissermaßen das digitale Übergewicht und seine negativen Folgen beginnen. Doch sei es ein leichtes, digitale Aktivitäten zu messen und zu protokollieren, auch Kindersicherungen mit Zeiteinschränkungen seien an sich nicht schwer umzusetzen und die Technik dafür vorhanden. Apple schade sich selbst damit nicht, denn dem Unternehmen ist daran gelegen, möglichst viele Geräte zu verkaufen und nicht deren Nutzungszeit zu maximieren. Im Gegenteil würde Cupertino noch mehr iPhones verkaufen, wenn diese den Ruf bekämen, sicher gegen Süchte zu sein. Apple sollte derartige Schritte auf jeden Fall unternehmen, der Rest der Industrie würde folgen.