iPhone XS Max im Macwelt-Test – diese Leistung beeindruckt!

Dennis Steimels |
Das iPhone XS Max ist Apples bislang größtes und teuerstes iPhone – aber auch das bisher beste! Wir haben das Handy im ausführlichen Test.
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iPhone XS Max zeigt im Test herausragende Leistung

Apple

Apple verbessert sein iPhone X (Test) an wichtigen Stellen wie der Kamera und nennt die neue Generations XS beziehungsweise das größere der beiden neuen Modelle XS Max.

TEST-FAZIT: Apple iPhone XS Max

Das iPhone XS Max überzeugt im Test mit einer herausragenden Performance, schneller Gesichtserkennung, einem sehr guten OLED-Display und hoher Fotoqualität! Es gibt aber Mängel bei Ausstattung wie der eingeschränkten Dual-SIM-Funktion und dem fehlenden Lightning-Klinke-Adapter. Auch ist die Akkulaufzeit gegenüber der vergleichbaren Android-Konkurrenz schwach! Zusammengefasst bekommen Sie ein schickes, einfach zu bedienendes und sehr leistungsstarkes iPhone mit Schwächen im Detail zu einem sehr hohen Preis von bis zu 1650 Euro.

Pro

+ extrem hohe Leistung

+ tolles Display

+ gute Kamera

Contra

- kein Lighning-Klinke-Adapter, wenn schon ohne 3,5mm-Klinke

- Akku könnte besser sein

- hoher Preis

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Design und Display: zwei Größen, eine Optik

Mit seinem 6,5 Zoll großen OLED-Display ist das iPhone XS Max Apples bislang größtes iPhone – die Standard-Version XS hat „nur“ einen 5,8-Zoll-Bildschirm. Mit einer Hand können wir das Max nicht mehr bedienen, es liegt aber aufgrund seines 19,5:9-Formats angenehm in der Hand. Das Glasgehäuse in Kombination mit dem glänzenden Rahmen sieht sehr schick aus – solange man das Handy nicht in die Hand nimmt. Denn dann sammeln sich rundherum unschöne Fingerabdrucke auf dem Metallrahmen an.
Während das XS 177 Gramm wiegt, kommt das iPhone XS Max auf 208 Gramm. Das Mehrgewicht merken wir in der Praxis.
Die beiden XS-Modelle sind weiterhin wasserdicht, erfüllen jetzt aber den Standard IP68 und sollen damit 30 Minuten Untertauchen in zwei Metern Wassertiefe überstehen.

Das OLED-Display des iPhone XS Max zeigt seine Inhalte mit 2688 x 1242 Pixel richtig scharf an. Die Pixeldichte beträgt wie beim XS 458 ppi. Außerdem sind die Kontraste sehr hoch, Schwarz ist wirklich schwarz und die Farben sind dank DCI-P3-Farbraum sehr natürlich aus. Mit „True Tone“ passt das iPhone die Display-Einstellungen automatisch so an seine Umgebung an, dass Helligkeit und Farben gleich bleiben.

Wie schon beim Vorgänger iPhone X bleibt auch beim XS Max der Fingerabdrucksensor und Home-Button fern. Apple setzt weiterhin voll auf seine Gesichtserkennung Face ID. Entsprechend gibt es auch bei der aktuellen iPhone-Generation eine Notch, die deutlich breiter als bei den meisten Android-Geräten ist. Face ID funktioniert jetzt übrigens deutlich schneller und noch zuverlässiger als zuvor.

Leistung: Geht überhaupt noch mehr?

Der neue im iPhone XS Max verbaute Prozessor A12 Bionic ist der erste Chip in einem Smartphone, der im 7-Nanometer-Verfahren gefertigt wird. Zwar wird auch Huaweis neueste CPU Kirin 980 in diesem Verfahren gefertigt, sie befindet sich aber noch in keinem fertigen Gerät – das wird erst Mitte Oktober mit dem Mate 20 vorgestellt.

Der A12 Bionic besitzt insgesamt sechs Kerne, zwei schnellen Kernen für Höchstleistungen und vier Effizienz-Kernen für alltägliche Anwendungen die wenig Leistung erfordern. Das iPhone X war mit seinem A11 schon schnell, aber das XS Max legt noch einmal einen obendrauf. Im Antutu-Benchmark erreicht das neueste iPhone über 361.055 Punkte! Dass diese Zahl beeindruckend ist, zeigt ein Vergleich mit aktuellen Android-Flaggschiffen: Ein Galaxy Note 9 schaffte zuletzt 242.637 Punkte und ein Vivo Nex S immerhin 291.319 Punkte. Auch im Geekbench 4 hat das iPhone XS Max die Nase vorn. Im 3D Mark Gaming-Benchmark ist es etwa gleich auf.

Apple verbaut im XS Max mit einer Neural Engine eine künstliche Intelligenz für maschinelles Lernen. Die Neural Engine im A12 Bionic ist laut Apple neun Mal schneller als im A11 und erstmals in der Lage, in Echtzeit Personen und deren Bewegung im 3D-Raum zu erfassen und zu analysieren. Das kommt beispielsweise im Sport zum Einsatz. Etwas Vergleichbares gab es bisher nur mit deutlich aufwändigeren Speziallösungen, nun braucht man nur noch ein iPhone dazu.

Mobilität: Akkulaufzeit könnte besser sein

Während die Leistung durch die Decke geht und die Kamera bessere Bilder als zuvor knipst, hat das iPhone noch immer mit einer recht schwachen Akkulaufzeit zu kämpfen – zumindest im Vergleich mit den Android-Kollegen. Viele Hersteller haben mittlerweile verstanden, dass viel Leistung zwar gut ist, der Akku aber für den echten Spaß wichtig ist – denn ohne großen Akku nutzen wir unser Handy unter seinen Möglichkeiten und drehen etwa die Helligkeit oder gar die Performance stets runter.

Im Akkutest, bei dem der Browser alle paar Sekunden eine neue Webseite bei 75-prozentiger Display-Helligkeit aufruft, hält der Akku 10:15 Stunden durch. Die Laufzeit ist in Ordnung, das Galaxy Note 9 läuft aber 14:17 Stunden und bleibt damit in der Praxis etwa einen dreiviertel Tag länger nutzbar.

Kamera: Bessere Dual-Cam

Apple setzt wieder auf eine Dual-Kamera auf der Rückseite, die wie bisher ein Weitwinkel- und Teleobjektiv für einen zweifach optischen Zoom besitzt. Auch die Auflösung bleibt mit 12 Megapixeln identisch. Und doch ist die Bildqualität deutlich besser als zuvor. Dafür nutzt Apple jetzt einen größeren Bildsensor, mit größeren und tieferen Pixeln. Auch der Bildsignalprozessor ist neu. Diese Kombination schafft es, detailreiche und scharfe Fotos mit natürlicher Farben und guter Helligkeit aufzunehmen.

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Kamera des iPhone XS Max bei der normalen Belichtung.

Auch bei schlechteren Lichtverhältnissen, bei denen das iPhone deutlich schwächer als seine Konkurrenten Galaxy S9 und Huawei P20 Pro war, knipst das iPhone XS Max nun Bilder mit ausreichend Helligkeit und vielen Details. Die Bilder rauschen zwar noch, aber dafür verschwimmen Details nicht so wie beim P20 Pro.

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iPhone XS Kamera bei schlechtem Licht

Sobald die beiden neuen Top-Modelle Pixel 3 und Mate 20 Pro verfügbar sind, werden wir die Kameras ausführlich miteinander vergleichen.

Der Bokeh-Effekt – die Hintergrundunschärfe bei Portraitaufnahmen – ist sowohl mit der Haupt- als auch mit der Frontkamera möglich. Neu ist, dass Sie jetzt nachträglich den Grad der Unschärfe anpassen können. Mehr Einzelheiten zu der neuen Kamera und Vergleichsfotos mit einer CMOS-Sensor-Kamera (Coolpix A) haben wir hier vorgestellt .

Ausstattung und Software: Dual-SIM mit Einschränkung

Das iPhone XS Max kommt mit WLAN-ac, Bluetooth 5.0 und Gigabit-LTE. Neu für iPhone-Kunden, aber ein alter Hut für Android-Nutzer, ist Dual-SIM. Mit Ihrem iPhone XS Max können Sie also zwei Tarife gleichzeitig nutzen. Aber auch hier zeigt sich Apple nicht so offen und geht mal wieder einen eigenen Weg. Statt zwei SIM-Steckplätze verbaut das Unternehmen einen SIM-Steckplatz und eine eSIM – eine fest eingebaute SIM. Das Problem: für die eSIM bieten bislang nur Telekom und Vodafone Tarife an. Sie sind also zumindest mit einem der beiden Tarife an einen dieser beiden Provider gebunden. Dass Apple aber zwei echte SIM-Steckplätze verbauen kann, zeigt die iPhone-Variante für den chinesischen Markt. Denn dort können Sie zwei SIM-Karten einstecken.

Weiterhin verzichtet Apple auf eine 3,5-Millimeter-Klinkenbuchse. Auch liegt im Lieferumfang diesmal kein Adapter von Lightning auf Klinge bei – schade!

Das iPhone XS Max gibt es in den drei Speichergrößen 64, 256 und 512 GB. Eine Speichererweiterung via Micro-SD-Karte gibt es wie gewohnt nicht.

Preis

Wie von uns erwartet: Das iPhone XS kostet so viel wie das iPhone X, für das Einstiegsmodell zahlt man 1149 Euro. Die Version mit 256 GB Speicher kostet 1319 Euro, das Modell mit der erstmals verfügbaren Speicherausstattung 512 GB 1549 Euro.

Um hundert Euro teurer ist das iPhone XS Max, hier zahlt man für das Modell mit 64 GB 1249 Euro, das 256 GB-Modell kostet 1418 Euro und das 512-GB-Modell 1649 Euro – für weitere 229 Euro gibt es Apple Care. Ab 14. September kann man die neuen Modelle bestellen, ab 28. September werden sie dann ausgeliefert