Update: Testberichte zum neuen Mac Mini 2018 erschienen

Stephan Wiesend |
Die ersten Testbericht zum neuen Mac Mini sind bereits erschienen, für den RAM-Tausch gibt es erste Anleitungen.
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Erste Tests des Mac Mini sind erschienen.

Marco Arment/Youtube

Kurz vor dem Verkaufsbeginn des neuen Mac Mini sind die ersten Testberichte erschienen. Allesamt sehr positiv:

Update 8.11

RAM-Upgrade

Ein Thema, das viele Nutzer interessiert ist das Upgrade des Arbeitsspeichers. Auf Youtube sind jetzt erste Video-Berichte erschienen, die den Vorgang vorführen . Wie bereits erwähnt ist der ganze Vorgang etwas aufwendig, da vor dem Austausch der RAM-Module zuvor Lüfter und Mainboard entfernt werden müssen. Benötigt werden anscheinend sowohl Torx-Schraubenzieher der Sorten TR6 (selten), T10 und T5.

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Youtube-Anleitung

Update: Auf der Seite iFixit gibt es bereits eine Anleitung für den RAM-Tausch , der hier als "Moderate" bewertet wird – also ein mittlerer Schwierigkeitsgrad. Die Anleitung ist aber nicht offiziell und wurde von Nutzern der Seite erstellt – in einer früheren Fassung wurde der Austausch etwa noch als "Easy" bewertet.

CPU-Upgrade

Über die Möglichkeit eines CPU-Upgrade wird spekuliert, so behauptet der renommierte Betreiber des Blogs Pike´s Universum , neben dem RAM wären auch CPU, SSD und WiFi/Bluetooth austauschbar. Über den Aufwand gibt es allerdings bisher keine näheren Angaben, die Module wären aber laut Pike nicht verlötet. Update: Mittlerweile hat der Autor den Bericht aber widerrufen, offenbar handelte es sich nur um ein internes Mainboard, auf das er als Entwickler Zugriff hatte.

Update 7.11

Macworld

Eine näheren Blick auf das Thema RAM-Upgrade wirft die Macworld . Laut Roman Loyola ist ein Upgrade des Arbeitsspeichers gar nicht so einfach: Nach Entfernen der per Torx-Schrauben gesicherten Bodenplatte hat man nämlich keinen direkten Zugriff auf die Module. Diese befinden sich hinter einer Art Käfig und man muss offenbar zuerst den Lüfter und weitere Komponenten ausbauen, um zu den Speicherbausteinen zu gelangen. Apple empfiehlt ein RAM-Upgrade im Apple Store oder von einem ASP vornehmen zu lassen.

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Die Speicherbausteine sind nicht frei zugänglich.

Von der CPU-Performance des getesteten i3-Modell ist Loyola aber sehr angetan, im Geekbench-Test erzielt der Mac Mini die gleichen Werte wie ein iMac 21,5-Zoll von 2017. Allerdings hat der Mac Mini nur eine integrierte Grafik, der iMac mit seiner Radeon 460 Pro (4 GB) habe deshalb einen Vorteil bei grafiklastigen Benchmarks. So erzielt der Mac mini im Compute-Test von Geekbench, die die Metal-Performance testet nur 22250 Punkte. 20 990 Punkte erzielt der Mac Mini im Open CL-Test, der iMac 55 931. Ein iMac dagegen 56 751 Punkte. Beim Test Blender BMW ist der Mac Mini wieder schneller, mit 686 vs. 686 Punkten. Im Endergebnis lobt die Macworld vor allem das Preis-Leistungsverhältnis – mit einem zusätzlichen 4K-Monitor könne man gegenüber einem iMac viel Geld sparen.

Twitter

Thema RAM: Laut einem Twitter-Eintrag von Brian Stucki (Mac Stadium) ist ein Upgrade des RAM recht aufwendig. So müsse man nach Entfernen von Bodenplatte und Lüfter sogar das Mainboard entfernen. Nur so kann man ein Gitter entfernen, das den Arbeitsspeicher schützt.

Einige Fotos des Inneren sind hier zu sehen . Laut dem japanischen Nutzer scheint man übrigens die CPU nicht austauschen zu können

So empfiehlt Apple auch in einem aktualisierten Support-Dokument , den RAM im Apple Store oder von einem ASP austauschen zu lassen.

Tomsguide

Der Test von Tomsguide ist einer der wenigen Artikel, in denen auch die interne SSD des Mac Mini getestet wird. In dem Test von Brian Westover kann die 128 GB große SSD des Mac Mini i3 überzeugen: Das Kopieren eines 4,97 GB großen Ordners auf der internen Festplatte dauert gerade einmal zwei Sekunden, was eine Transferrate von 2544 MB/s ergibt. Was dem Tester ebenfalls positiv auffiel: Während des gesamten Test erwärmte sich der Mac Mini kaum und blieb unterhalb einer Temperatur von 85 Grad Fahrenheit (29,44 Grad Celsius) – und blieb dabei sehr leise.

(Ursprünglicher Artikel)

Marco Arment

Ein besonders ausführlicher Test des Mac Mini stammt von Marco Arment , der auch eine Video-Fassung veröffentlicht hat. Bei seinem Test der Top-Version mit i7-CPU und 32 GB RAM ist er von der CPU-Leistung begeistert. So erzielt sein Testgerät mit dem Geekbench-Benchmark im Multicore-Test 24 740 Punkte, deutlich mehr als ein aktuelles Macbook Pro mit 13-Zoll-Display. Beim Single-Core-Test schlägt das Gerät mit 5912 Punkten sogar einen iMac Pro mit 10-Core-Xeon.

Auch bei einem Build-Test mit Xcode kommt der Mac Mini nah an einen iMac Pro heran: Die Build-Time für seine App Overcast dauert nur 36 Sekunden, fast so schnell wie ein iMac Pro, der 35 Sekunden benötigt. Das Macbook Pro ist mit 51 Sekunden Letzter. Auch beim Encoden eines Videos mit Ffmpeg überzeugt der Mac Mini, bei diesem stark die CPU belastenden Test kann sich aber der iMac Pro klarer absetzen. Mit 67 gegenüber 47 Sekunden ist aber der Mac Mini wieder deutlich schneller als das Quadcore-Macbook.

Wie Arment bestätigen kann, ist der RAM austauschbar. Mangels passendem Schraubenzieher scheitert der Tester aber an der durch Sicherheitsschrauben geschützten Bodenplatte . Passende Schraubenzieher sollten aber in Kürze verfügbar sein.

Ebenfalls interessant: Der Mac Mini ist sehr leise, nur bei hoher CPU-Last erreicht er annähernd Macbook-Pro-Niveau. Nach Deaktivierung des Modus Turbo Boost blieb der Mac Mini sogar so gut wie unhörbar. Vor allem das Modell mit i3-CPU sollte deshalb sehr leise sein. Auf die sehr mäßige Leistung der Grafikkarte wird von Arment aber hingewiesen. Seine Zusammenfassung „The GPU sucks. Everything else is awesome."

Tech Crunch

Im eher allgemein gehaltenen Test von "Tech Crunch" wird statt dem Top-Modelle das Basismodell mit i3-CPU getestet. Im ebenfalls verwendeten Geekbench-Test erzielt das Modell 4685 Punkte im Single Core und 13925 Punkte im Multicore-Bench  – ist also bereits deutlich schneller als das Modell von 2014. Im Test Cinebench erzielt der Rechner 530 Punkte.

Appleinsider

Auch die Seite "Appleinsider" testet die Basisversion mit i3-CPU und geht dabei vor allem auf die Einsatzmöglichkeiten des Gerätes ein. Der Tester Andrew O´Hara prüft die Leistung mit den üblichen Standard-Tools Geekbench und Cinebench und liefert so fast die gleichen Testwerte wie "Tech Crunch": 4769 und 14202 Punkte bei Geekbench und 220 Punkte beim CPU-Test von Cinebench R15. Eher enttäuschend sind die Werte beim OpenGL-Test: mit 40 fps erweist sich die Grafikkarte als eher leistungsschwach.

Mit einer Endnote von 4,5 von 5 Punkten wird der Mac Mini aber sehr positiv bewertet, wenn auch der hohe Preis im Vergleich zur Vorgängerversion kritisiert wird.