Apple will 30% von Wechat-Spenden in China

Peter Müller |
Der chinesische Messenger Wechat hat eine Bezahlfunktion implementiert, womit Nutzer bequem Geld verschicken können.

Konflikt: Apple löst in China eine Kontroverse aus, weil es an über Social Apps wie WeChat vergebene Spenden mitverdienen will. WeChat und ähnlich Apps ermöglichen es den Nutzern, von einem Yuan aufwärts einen jeden Betrag an die Ersteller von Inhalten zu spenden, die Trinkgelder werden über mobile Börsen ausgetauscht. Der Geldtransfer verstoße gegen die Regeln des App Store, hatte Apple ursprünglich angemahnt, sieht nun aber die Gelegenheit gekommen, auch hier die üblichen 30 Prozent Umsatzbeteiligung einzuziehen, wie sie auch für In-App-Käufe fällig sind. Dabei könnte sich Apple aber kräftig in die Nesseln setzen und Konflikte mit den Behörden hervorrufen. In China sei das Tipping mehr eine Art von persönlicher Anerkennung und werde nicht als Kauf von Inhalten verstanden, erklärt das Wall Street Journal. Apple hatte zuletzt mit rückläufigen Umsätzen in China zu kämpfen, mit ein Grund dafür ist Wechat, das sich mittlerweile zu einer von Betriebssystemen unabhängigen Plattform entwickelt hat und unter Android genau so gut funktioniert wie unter iOS.