Apple reduziert Plastikverpackung bei iPhones

Peter Müller |
Die finnische Papierindustrie profitiert nun von iPhones und iPads, nachdem Apple im Land als Bedrohung gesehen wurde.
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Papierverpackung des iPhone X

IDG

Der ehemalige finnischer Premierminister  Alexander Stubb hatte einst Apple für die Probleme der beiden wichtigsten Industrien des Landes verantwortlich gemacht . Nokia hat es bekanntlich in nur wenigen Jahren vom Weltmarktführer zum Nischenanbieter im Mobilfunk geschafft und Papierfabriken haben weniger Umsatz, weil Zeitungen und Zeitschriften vorwiegend digital erscheinen. Apple hat die Revolution aber nicht ausgelöst, sondern mit vielen anderen Unternehmen zusammen voran getrieben. Nun aber profitiert die finnische Papierindustrie, namentlich das Unternehmen Stora Enso Oyj vom iPhone-Boom. Denn wie in der letzten Woche aufgetauchte Dokumente zeigen , liefert die finnisch-schwedische Papierfabrik einen Großteil des Verpackungsmaterials für das iPhone. Apple hat über die Jahre hinweg immer mehr Plastik- durch Kartonverpackungen ersetzt, mittlerweile lässt der iPhone-Hersteller selbst das Netzteil in Papier einwickeln. Über die Details des Geschäfts schweigen sich Apple und sein nordeuropäischer Zulieferer aus.

In den USA hat Apple bereits vor zwei Jahren Plastiktüten in seinen Stores gegen eine Papiervariante ersetzt. In Europa ist diese Änderung noch nicht angekommen, obwohl andere Einzelhändler bereits seit Herbst keine kostenlosen Plastiktüten mehr anbieten.