Apple 2019: Das Jahr des Mac Pro

André Martin |
Im zu Ende gehenden Jahr setzte Apple den Fokus auf die mobilen Macs und den Mac Mini, der nach vier Jahren endlich wieder runderneuert wurde. 2019 jedoch kommen die Profis auf ihre Kosten, denn es kommt ein neuer modularer Mac Pro. Und was für einer!
Fotolia.de, Thaut Images

2019

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Modularer Mac Pro mit 56 Kernen und Thunderbolt 4

Kaum zum glauben, aber der Mac Pro ist in seiner aktuellen Form schon wieder fünf Jahre alt. Auf der WWDC im Juni 2013 wurde er angekündigt, Ende 2013 kam es zu den ersten Auslieferungen. Selbst für ein Profisystem, das Apple traditionell nicht so häufig erneuert, sind fünf Jahre eine ziemlich lange Zeit. Doch 2019 ist es soweit: Ein neuer Mac Pro steht an. Apple hatte ihn bereits 2017 in einer Pressemitteilung angekündigt, und er soll komplett neu gestaltet werden.

© Ben Monnoyeur

So sieht der 3D-Künstern Ben Monnoyeur den neuen modaleren Mac Pro. Eine schöne Studie, die mehrere Grafikkarten ermöglicht. Man kann sie von hinten ins Gehäuse einsetzen.

© Ben Monnoyeur

Dass Cupertino es mit einem neuen Mac Pro wirklich ernst meint, erkennt man daran, das Apple ein eigenes Team für Profi-Workflows zusammengestellt hat. Unter der Leitung von John Ternus wurden sogar echte kreative Profis aus dem Audio-, Video- und Foto-Umfeld fest eingestellt . Dieses Team befasst sich seit 2017 mit den Aufgabenstellungen der Pro-Anwender und soll daraus Lehren ziehen, wie zukünftige Hardware und Software beschaffen sein sollten, um bessere und schnellere Ergebnisse zu erzielen. Apple wäre nicht Apple, wenn daraus keine spannenden neuen Mac-Produkte entstehen würden, aber die Hardware ist hier nur eine Seite der Medaille. Wir können davon ausgehen, dass zusammen mit einem neuen Mac Pro auch neue Versionen von Final Cut Pro X und Logic Pro X erscheinen werden, die sehr genau auf den neuen Profi-Mac zugeschnitten  sind.

© Pascal Eggert

Eine weitere Studie kommt von Pascal Eggert. Bei ihm bekommt der Mac Pro einen Transportgriff, der sich – ähnlich wie damals beim Powermac G4 Cube – einfahren lässt. Im Wesentlichen verbindet diese Studie zwei Mac-Pro-Gehäuse aus dem Jahr 2013 zu einer neuen, ovalen Maschine mit Platz für eine Fullsize-Grafikkarte.

© Pascal Eggert

Offenes Design mit Grenzen: Das Thunderbolt-Dilemma

Im April 2017 lud Apple Journalisten ein und enthüllte erstmals, dass man an einer kompletten Überarbeitung des Mac Pro arbeite. Man würde den Mac Pro "völlig umdenken". Phil Schiller sagte: "Wir haben derzeit ein Team, das hart daran arbeitet. Wir wollen ihn so gestalten, dass wir ihn regelmäßig verbessern können“. Das deutet auf ein offenes Design hin. Das kompakte, zylindrische Gehäuse des aktuellen Mac Pro ist dafür allerdings denkbar ungeeignet. Man kann also davon ausgehen, dass Apple von der Zylinderform weggeht und ein komplett neues Gehäuse entwickelt. Diesmal allerdings in umgekehrter Reihenfolge wie beim Mac Pro 2013, bei dem man zuerst das zylindrische Design festlegte und dann versuchte, die schnellste Maschine in den Zylinder zu packen. Craig Federighi, Apples SVP of Software Engineering erklärte bei dem Treffen im April 2017, dass man diesmal von den Leistungsdaten ausgehen und dann ein passendes Gehäuse drumherum entwickeln wolle. Doch seien wir ehrlich: Viele Möglichkeiten wird es da nicht geben, eine Rückkehr zum klassischen Tower-Design ist daher wahrscheinlich. Es lässt sich leicht öffnen, und man kann interne Komponenten wie Massenspeicher, RAM-Speicher, Grafikkarten und CPUs austauschen.

© Apple

Thunderbolt 4 dürfte die Datenrate ein weiteres Mal verdoppeln, diesmal auf 80 GBit/s. An der Form der Anschlüsse dürfte sich aber nichts ändern, Apple bleibt bei der USB-Typ-C-Buchse.

© Apple

Aber gerade bei den Grafikkarten gibt es eine Hürde zu überwinden. Standard-Grafikkarten auf dem freien Markt bieten in der Regel Anschlüsse für Displayport und/oder HDMI. Apple geht mit der Zusammenführung von Displayport, Thunderbolt und USB-3.1 Typ-C einen eigenen Seitenweg, den klassische Grafikkartenhersteller so nicht mitgehen. Zwar gibt es Grafikkarten (z.B. von NVIDA), die einen USB-C-Ausgang anbieten, dieser ist aber nicht mit Thunderbolt-Peripherie kompatibel. Genau das forciert Apple aber seit Jahren: Ein Anschluss für alles! Sollte der neue Mac Pro austauschbare Grafikkarten anbieten, müssen diese zu einem gewissen Grad proprietäre Apple-Technologie beinhalten, damit sie die Thunderbolt-3-Kompatibilität wahren. Der Traum aller Anwender: „Wenn ich schnellere Grafik brauche, kaufe ich mir jedes Jahre ein neue Karte auf dem freien Markt und baue sie in die den Mac Pro ein“ dürfte selbst mit einem neuen, modularen Mac Pro nicht in Erfüllung gehen. Das ginge zwar mit externen Grafikkarten (per Thunderbolt) aber eine zweite Box auf dem Schreibtisch sieht nicht nach einer professionellen Dauerlösung aus.

Ein klassisches Tower-Design (durchaus klein und kompakt) mit cleveren thermischen Lösungen dürfte also wahrscheinlich sein. Ob sich Apple dabei an das Design des alten Mac Pro (Stichwort „Käsereibe“) anlehnen wird, oder noch weiter zurückgeht zum Power Mac G3/G4, die beide eine Art Tür boten, um das gesamte Innenleben auszuklappen, ist fraglich. Wahrscheinlich denkt sich Apple etwas ganz Neues aus.

Einige Intel-Codenamen (1) erklärt

Codename

Offiziell

Bemerkungen

Breite

Taktraten

Termin

Mac

Broadwell

Core i3, i5, i7, fünfte Generation

Nachfolgearchitektur von Haswell

14 nm

2 bis 4 GHz

Sommer 2015

alle

Kaby Lake

Core i3, i5, i7 siebte Generation

hieß vorher "Cannonlake" Nachfolgearchitektur von Skylake

14 nm

2,7 GHz

Seit Ende 2016

alle außer Mac Pro, iMac Pro

Core M (Skylake)

Core m3, m5, m7

Architektur für extrem Strom sparende, lüfterlose Systeme

14 nm

0,8 bis 2,6 GHz

seit Ende 2014

12 Zoll Macbook

Haswell

Core i3, i5, i7, vierte Generation

Nachfolgearchitektur von Ivy Bridge, mit Thunderbolt

22 nm

1,4 bis 4,0 GHz

seit 2013

alle

Skylake

Core i3, i5, i7, sechste Generation

Nachfolgearchitektur von Broadwell

14 nm

2,5 bis 4,0 GHz

seit 2016

alle

Skylake-SP

Xeon W

Nachfolgearchitektur von Broadwell

14 nm

2,3 bis 4,0 GHz

seit Ende 2017

iMac Pro

Coffee Lake

Core i3, i5, i7, i9 

Nachfolger von Kaby Lake

14 nm

Bis 4,7 GHz

seit Ende 2017

Macbook, Macbook Pro, Macbook Air, Mac Mini

Cascade Lake-SP

Xeon

Optimierung von Skylake

14 nm

Bis 4 GHz

Ende 2018

Mac Pro, iMac Pro

Ice Lake

Xeon

Nachfolgearchitektur von Cascade Lake

10 nm

unbekannt

2020

Mac Pro, iMac Pro

Anmerkungen: (1) nicht alle Codenamen sind von Intel bestätigt, Änderungen sind jederzeit möglich, Stand 9.12.2018

Neues Apple-Display

Zusammen mit dem neuen Mac Pro wird es auch wieder ein Display von Apple geben. Das liegt nahe, denn die bisherige offizielle Empfehlung, Monitore von LG einzusetzen , ist zwar funktional in Ordnung (5k-Panel, Thunderbolt-Port), vom Design her allerdings eher unbefriedigend.

© Dell

Das derzeit einzige 8k-Display auf dem Markt arbeitet mit zwei Displayport-Anschlüssen nach der Version1.4. Das ist für Apple untragbar, deswegen wird Apple hier auf Displayport 1.5 oder gleich auf Thunderbolt 4 setzen.

© Dell

Ob Apple die Gelegenheit nutzt, um technisch voranzugehen und gleich ein 8k-Display einführt, ist offen, aber durchaus wahrscheinlich. Immer, wenn Apple in der Vergangenheit eine neue Display-Generation auf den Markt brachte, war diese State-of-the-art und bot einmalige Besonderheiten. Ein 8k-System käme da Ende 2019 gerade richtig. Um die hohe Bandbreite von 8k-Video in 60 Hz zu stemmen (etwa 66 GBit/s), müsste der Mac Pro allerdings eine Grafikkarte mit Displayport-1.5-Anschluss bieten oder gleich Thunderbolt 4 mit 80 GBit/s.

56 Kerne - Die CPUs des Mac Pro

In punkto CPUs dürfte Apple vermutlich beim bewährten Intel-Xeon-Chip bleiben, der speziell für Workstations aber auch für Server gedacht ist. Er kommt bereits im iMac Pro zum Einsatz und ein Blick in Intels Roadmap zeigt, dass dort einige interessante Neuheiten zu erwarten sind, die Kandidaten für einen modularen Mac Pro wären. Zum einen findet sich die Mikroarchitektur „Cascade Lake“, die eine Optimierung der bisherigen Architektur „Skylake-SP“ darstellt, die im iMac Pro zum Einsatz kommt. Cascade Lake bleibt beim 14-Nanometer-Herstellungsprozess von Skylake, bietet aber neue Instruktionen, die sich besonders fürs Machine Learning eignen. Ein Bereich, den Apple seit Jahren forciert und intensiv benutzt (z.B. für Gesichtserkennung in Fotos). Erst mit „Ice Lake“ reduziert Intel die Chip-Strukturen auf 10 Nanometer. Chips dieser Art dürften allerdings nicht vor 2020 auf den Markt kommen.

Cascade-Lake-CPUs arbeiten mit bis zu 28 Kernen in einem Chip und sind Multi-CPU-fähig. Auf einem Board mit zwei Sockeln könnte man damit theoretisch einen Mac Pro mit zwei 28-Kernern aufbauen – also 56 Kerne insgesamt. Für einen High-End-Mac-Pro wäre das eine willkommene Architektur, die sich zudem noch einmal deutlich von den maximal 18 Kernen des aktuellen iMac Pro absetzen dürfte.

Apples eigene Chips im Mac Pro

Nachdem Apple mehr und mehr selbst entwickelte Chips auch in Macs einsetzt (T1, T2) dürfte es als sicher gelten, dass ein T2-Chip auch im neuen Mac Pro die Festplatte verschlüsselt und den Boot-Vorgang überwacht . In unseren Benchmarks der neuen Macbook-Air- und Mac-Mini-Generation, hat es sich gezeigt, dass der T2-Chip auch im kreativen Umfeld seine Vorteile ausspielt. Video-Encoding für das HEVC-Format ist in Final Cut Pro X mit diesem Chip tatsächlich bis zu 30 mal schneller, als mit der Haupt-CPU . Vielleicht erweitert Apple den T2-Chip für den Mac Pro noch einmal und schaltet ihn für weitere Funktionen frei.

Grafikchips der neuen Vega-Serie

Der iMac Pro basiert auf AMD-Grafikchips der Radeon-Vega-Pro-Serie. AMD hat nun angekündigt , den Fertigungsprozess auf 7 Nanometer zu verkleinern und somit schnellere Grafikchips zu produzieren. Die neue Serie basiert noch auf der gleichen Vega-Mikroarchitektur. Bis zu 32 GB Video-RAM soll sie unterstützen, die erste Generation soll ausschließlich für Profi-Systeme auf den Markt kommen. Das klingt doch ganz klar nach dem neuen Mac Pro.

Concept-Art von Edgar Rios: So könnte ein Apple 8k-Display aussehen.

Dann kommt der Mac Pro

Ein genauer Termin steht noch nicht fest und Apple hält sich traditionell bedeckt, aber vermutlich wird der Zeitplan ähnlich sein, wie damals beim Mac Pro 2013. Also: Ankündigung zur WWDC 2019 im Juni, Auslieferung der ersten Modelle dann Ende 2019.

Trendcheck Mac Pro

Mitte 2019: Apple kündigt den neuen Mac Pro auf der WWDC 2019 an

Ende 2019: Mac Pro mit Cascade-Lake-Prozessoren, bis zu 56 Kernen und Thunderbolt 4

Ende 2019: 8K-Display mit Thunderbolt 4

Macbook mit ARM-CPU

Spätestens seit dem A12 Bionic, den Apple im aktuellen iPhone XS und XrR sowie der aufgebohrten Variante A12X Bionic, der im neuen iPad Pro steckt, kochen wieder Gerüchte um einen ARM-basierten Mac hoch. Die Leistung dieser Chips erreicht – zumindest in synthetischen Benchmarks – durchaus die einiger Intel-CPUs. Nachdem Spekulationen über einen neuen Mac Mini mit ARM-CPU Apple selbst entkräftete, indem man einen neuen Intel-Mac-Mini vorstellte , bietet sich nun das 12 Zoll Macbook als neuer Kandidat für den Einstieg in ARM-Macs an. Die mobile Architektur ergibt Sinn, das Macbook verzichtet auf Lüfter und rechnet mit Intels sparsamen Core-M-CPUs, die maximal zwei Rechenkerne bieten. Da wäre der A12 mit seinen sechs Kernen schon mal deutlich überlegen. Der A12X jedoch kommt sogar mit acht Kernen und dürfte damit locker den Intel-Dual-Core-Chip überflügeln. Von der reinen CPU-Leistung her spricht also nichts mehr gegen einen ARM-Chip im Macbook. Auch von der Grafikleistung her dürfte der A12X mit seinen sieben GPU-Kernen an die Intel-Chipsatzgrafik herankommen oder diese gar überflügeln.

Aber wir reden hier von Low-End-Intel-Chips. Prozessoren, die Apple im Macbook Pro, Mac Mini und iMac einsetzt, sind eine ganz andere Hausnummer. Vom iMac Pro und dem zukünftigen Mac Pro wollen wir gar nicht erst reden. Will Apple ernsthaft auf ARM-basierte CPUs umsteigen, müsste der Hersteller beschließen, die Mac-Plattform aufzuspalten, in einen Low-End-Bereich mit ARM-CPUs und in einen Performance-Bereich mit Intel-CPUs. Aus technischer Sicht wäre das kein Problem, aus Softwaresicht jedoch schon, denn jede App müsste stets für beide CPU-Architekturen vorliegen, damit man sie nach wie vor von einem Mac auf den anderen kopieren kann.

Es ist nicht so, dass diese Situation für Apple neu wäre. Beim Umstieg von PPC-Prozessoren auf Intel-Chips im Jahre 2005 gab es das schon einmal. Apple führte damals das Universal-Binary-Format ein, in dem Code für beide CPU-Arten gleichzeitig vorlag. Das könnte man hier genauso machen, allerdings war beim Umstieg von PPC auf Intel von Anfang an klar, dass innerhalb kurzer Zeit alle Macs mit Intel-CPUs ausgerüstet werden und PPC-Produkte komplett verschwinden würden. Das Universal-Binary-Format war also nur eine Übergangstechnologie und ist inzwischen längst von der Bildfläche verschwunden. Sollten ARM- und Intel-Macs parallel existieren und weiterentwickelt werden, müssten sie langfristig Universal-Binaries unterstützen, über viele Jahre hinweg. Will Apple diesen Aufwand, der auch Sicherheitsrisiken birgt, wirklich eingehen?

Wenn ja, sollte Apple möglichst bald damit Anfangen, am besten noch 2019. Deswegen spekulieren wir: Mitte 2019 kommt das erste Macbook mit ARM-CPU auf den Markt, und damit startet Apple die nächste Transformation, die aber deutlich länger dauern dürfte.

Trend-Check Macbook

Mitte 2019: Macbook mit ARM-basierter CPU, Xcode 11 unterstützt Universal Binary Format

Macbook Air, Macbook Pro, Mac Mini

Nachdem Apple erst im Oktober 2018 neue Modelle des Macbook Air und Mac Mini vorgestellt hat, dürften wir 2019 kaum neue Hardware bei diesen beiden Modellreihen erwarten. Mit dem Macbook Pro sieht das jedoch anders aus, denn hier könnte uns durchaus ein Update bevorstehen. Im Grafikbereich werden die erst kürzlich eingeführten GPUs AMD Radeon Pro Vega 16 und Vega 20 die vorherigen Chips ablösen. Die Vega-Architektur liefert teilweise drastisch bessere Ergebnisse. In der ersten Jahreshälfte dürfte Apple noch an den Aufpreisen für die Vega-Chips verdienen wollen, danach ist es wahrscheinlich, dass die Radeon Pro 555X und 560X verschwinden und die Vega-Chips zumindest in der High-End-Konfiguration zum Standard werden, unter Umständen mit leicht erhöhten Preisen fürs Macbook Pro.

In Sachen Hauptprozessoren wird es 2019 vermutlich keine großen Neuheiten im Macbook Pro geben. Intels aktuelle achte CPU-Generation „Coffee Lake“, die Apple als mobile Varianten im Macbook Pro einsetzt, wird erst Ende 2019 einen Nachfolger bekommen. Hier sollte eigentlich die Prozessumstellung auf 10 Nanometer erfolgen, doch wie das aussehen soll, ist im Moment noch unklar. Zumindest für die mobilen Chips gibt es noch keine konkreten Vorhersagen. 

Trend-Check Macbook Pro

Mitte 2019: AMD Radeon Pro Vega wird Standard Grafikchip für die 15-Zoll-High-End-Version

iMac Pro, iMac

Den iMac Pro dürfte Apple 2019 kaum anfassen, um den neuen Mac Pro nicht zu kannibalisieren. Zwar hat Intel einen Xeon-W-Prozessor (der derzeit im iMac Pro arbeitet) mit 28 Kernen (derzeit maximal 18 Kerne) angekündigt, ob Apple diesen allerdings im iMac Pro einsetzen wird, ist fraglich. Man wird sich also weiterhin mit maximal 18 Kernen im iMac Pro „begnügen“ müssen.

Beim „normalen“ iMac allerdings müssen 2019 dringend neue Modelle her. Die aktuelle Generation basiert noch auf Intel-Prozessoren der siebten Generation „Kaby Lake“ mit maximal vier CPU-Kernen. Zum Vergleich: Sogar der aktuelle Mac Mini ist schon mit sechs Kernen zu bekommen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Apple den iMac auf die achte Generation von Intel-Chips mit Coffee-Lake-Prozessoren bringen wird. Dann mit bis zu sechs Kernen.

Auch bei den Grafikchips dürfte sich dann einiges ändern. Im Moment arbeiten die iMacs entweder mit der Intel-Chipsatz-Grafik Iris Plus Graphics 640 oder mit diskreten Grafikchips von AMD (maximal Radeon Pro 580). Auch hier wäre ein Einsatz der Radeon Pro Vega 16 oder Vega 20 GPUs (wie im Macbook Pro) denkbar. Das dürfte Apple zur WWDC 2019 ankündigen und es betrifft sowohl das 21,5- als auch das 27-Zoll-Modell. Die neuen iMacs sollten dann direkt nach der WWDC erhältlich sein.

Trend-Check iMac

Mitte 2019: Neue iMacs mit Coffee-Lake-CPUs und AMD Radeon Pro Vega Grafikchips.

Fazit

Auch 2019 wird wieder ein spannendes Apple-Jahr. Im Mac-Bereich dürfte das absolute Highlight der neue, modulare Mac Pro werden, von dem im Moment nur wenig bekannt ist. Durch überarbeitete Versionen der Apple-Profi-Programme wie Final Cut Pro X und Logic Pro X dürfte der neue Mac Pro viele professionelle Anwender zurückholen.